Kategorie: In-Car-Lautsprecher 16cm

Einzeltest: Eton RSE


Sound Only

Car-HiFi-Lautsprecher 16cm Eton RSE im Test, Bild 1
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Nachdem Eton zuletzt sein Programm im unteren Preissegment renoviert hat, wurde jetzt Hand an die Spitzenklasse gelegt. Das Resultat heißt RSE und verspricht spannende Neuigkeiten.

Es war Mitte September beim Eton-dB-Drag, als mir Guido Semrau von Eton zwei Lautsprecher in die Hand drückte. Dabei legte er ein wissendes Grinsen an den Tag, das fast an Schadenfreude grenzte. Denn er wusste genau, was für Schätzchen er dabeihatte, und er wusste auch, dass ich diese am liebsten sofort mitgenommen hätte. Das ging leider nicht, da es sich um hochgeheime Prototypen handelte. Jetzt aber liegt Etons jüngstes Komposystem RSE vor mir. Zwei optisch sehr leckere und technisch hochinteressante Chassis sind es geworden und mit einem Preis von 339 Euro ist das Hightech-Set erfreulich weit unter dem Überfliegersystem MGS 180 angesiedelt. Der neue RSE-Hochtöner erinnert direkt an den High-End-Tweeter des MGS.

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Zwar ist der Neue „nur“ in der bekannten Schwenkbehausung untergebracht und muss auf ein Koppelvolumen verzichten, die Technik ist jedoch komplett neu und sogar eine Premiere bei Eton überhaupt. Die Rede ist von der Membran aus Aluminium- Keramik. Wie beim großen MGS-Hochtöner wird die Oberfläche der Metallkalotte in einem speziellen Verfahren in eine Metalloxid-Keramik umgewandelt, so dass sich praktisch ein Sandwich aus Keramik-Metall-Keramik bildet (beim MGS ist es Magnesium). Die Keramikschicht ist viel härter als das Metall, das sozusagen als Dämpfungsschicht und Träger wirkt. Die Einfassung übernimmt eine ebenfalls dämpfende Gummisicke. Beim Tiefmitteltöner lässt sich bereits auf den ersten Blick ausmachen, dass alle relevanten Baugruppen komplett neu sind. Das beginnt bei der auffälligen Zentrierspinne, die offensichtlich aus zwei verschiedenen Fasern besteht und ganz sicher keine Einheitsware ist. Die brandneu entwickelte Membran sieht aus wie beschichtetes Papier, aber das ist höchstens die halbe Wahrheit. Dafür ist sie nämlich zu dick; vielmehr handelt es sich um ein neues Papier-Schaum-Gemisch, offensichtlich mit Lufteinschlüssen. Das erinnert ein wenig an die Philosophie der hauseigenen Hexaconemembran: viel Stabilität, exzellente Dämpfung bei wenig Gewicht. Im Motor steckt eine mit 32 mm standesgemäß dimensionierte Schwingspule auf einem stabilen, aber nichtleitenden Glasfaserträger – eine sehr gute Wahl für einen hochwertigen 16er-Tiefmitteltöner. die untere Polplatte und der Polkern sind sorgfältig ausgeformt, um sowohl Aerodynamik als auch Magnetfeld zu optimieren.

Messungen


Die Membran des 16ers hält vor dem Mikrofon, was der Aufbau verspricht. auch ohne Frequenzweiche zeigt sich der Amplitudengang frei von störenden Resonanzen, und auch das Ausschwingen ist perfekt. Die Verzerrungen sind sehr gut, aber nicht herausragend nach unseren strengen Spitzenklasse-Maßstäben. Der Hochtöner zeigt sich wie fast schon zu erwarten absolut mustergültig bis auf die ausgeprägte Resonanzspitze, die die Hartmembran outet.

Klang


Nachdem das RSE aufgebaut und verkabelt ist, fällt mir sofort wieder Guidos wissendes Grinsen beim Zeigen der Lautsprecher ein – er hatte sie schon gehört! Was dieses System an Klangfarben produziert, ist schlicht umwerfend. Es geht keinesfalls darum, die Musik zu verfälschen, denn das Set spielt sogar sehr neutral und ausbalanciert. Aber es stellt Stimmen und Instrumente derart authentisch dar, dass gute Aufnahmen zum Hochgenuss mit Gänsehautfaktor geraten. Der Raumeindruck ist extrem großzügig, eine Tugend, die das RSE vom ebenfalls keramikbestückten MGS übernommen hat, und erlaubt das Schwelgen in Atmosphäre. Wenn’s mal etwas rauer werden soll, hält sich das Set nicht zurück und liefert den nötigen Biss, anstatt die Ecken und Kanten rundzulutschen. Auch der Tiefton gerät wohlproportioniert und trocken. Bässe kommen tief reichend und präzise rüber, ohne aber den ultimativen Basshammer auszupacken. Das passt wunderbar zur Charakteristik des RSE, die eindeutig in die feingliedrig-musikalische Ecke schielt. Pegel gibt es auch – nicht rekordverdächtig, jedoch vollkommen ausreichend, so dass die neuen Etons keineswegs nur für Schöngeister empfehlenswert sind. Eine runde Sache.

Fazit

Das neue RSE ist piekfein verarbeitet und aus hochwertigen Komponenten zusammengesetzt. Der Sound kann nur als herausragend bezeichnet werden.

Preis: um 340 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Eton RSE
4.0 von 5 Sternen

02/2012 - Elmar Michels

Bewertung 
Klang 55% :
Bassfundament 11%

Neutralität 11%

Transparenz 11%

Räumlichkeit 11%

Dynamik 11%

Labor 30% :
Frequenzgang 10%

Maximalpegel 10%

Verzerrung 10%

Praxis 15% :
Frequenzweiche 10%

Verarbeitung 5%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb: Eton, Neu-Ulm 
Hotline: 0731 70785-20 
Internet: www.etongmbh.com 
Technische Daten
Korbdurchmesser in mm 166 
Einbaudurchmesser in mm 146 
Einbautiefe in mm 60 
Magnetdurchmesser in mm 91 
Membran HT in mm 25 
Gehäuse HT in mm 45 
Flankensteilheit TT in dB
Flankensteilheit HT in dB 12 
Hochtonschutz Nein 
Pegelanpassung HT in dB +2, 0, -2 
Gitter Nein 
Sonstiges Nein 
Nennimpedanz in Ohm
Gleichstromwiderstand Rdc in Ohm 2.51 
Schwingspuleninduktivität Le in mH 0.31 
Schwingspulendurchmesser in mm 32 
Membranfläche Sd in cm² 137 
Resonanzfrequenz fs in Hz 62.9 
mechanische Güte Qms 5.27 
elektrische Güte Qes 0.56 
Gesamtgüte Qts 0.51 
Äquivalentvolumen Vas in l 11.1 
Bewegte Masse Mms in g 15.1 
Rms in Kg/s 1.13 
Cms in mm/N 0.42 
B*l in Tm 5.18 
Schalldruck 2 V, 1 m in dB 85 
Leistungsempfehlung in W 30-200 
Preis/Leistung sehr gut 
Klasse Spitzenklasse 
- „Das neue RSE ist ein großer Wurf und reiht sich unter den besten 16er-Kompos überhaupt ein.“ 
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Elmar Michels
Autor Elmar Michels
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Datum 07.02.2012, 11:57 Uhr
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Topthema: Philips 65OLED936
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