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Kategorie: In-Car-Lautsprecher 16cm

Serientest: Hertz MPX 165.3, Hertz MPK 165.3


Mille grazie

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Nachdem das Top-System der Mille-Legend-Serie sehr erfolgreich lanciert wurde, schiebt Hertz mit den Mille-Pro-Lautsprechern eine deutlich günstigere Serie nach.

Mille Pro ist eine neue Serie im Lieferprogramm von Hertz, die das Angebot der Top-Serie Mille nach unten abrunden soll. Es gibt die Systeme MPK 165.3 und 130.3 in den gängigen Formaten und mit dem MPK 165P.3 eine Art High-Output-System, das etwas mehr auf Kickbass getrimmt ist als das normale MPK 165.3. Für Dreiwegefans steht weiterhin das MPK 163.3 bereit, das mit einem hübschen Dreizoll-Neodym-Mitteltöner daherkommt. Vervollständigt wird die Serie durch zwei Koaxlautsprecher in den Formaten 16,5 cm und 6 x 9 Zoll. Unsere Testkandidaten sind das 16er-System MPK 165.3 und der entsprechnde Koax MPX 165.3, die wir uns genauer angesehen haben. Alle Komponenten sind sofort als Hertz Mille zu erkennen, denn sie übernehmen das Design der großen Mille-Komponenten. Die Körbe der Tiefmitteltöner sind identisch, es handelt sich um einen schicken Alu-Gusskorb mit nur drei Speichen für einen ungehinderten Luftdurchtritt. Wie beim großen Mille-System bestehen auch die Membranen der Mille Pro aus gefülltem Papier, das mit Baumwollfasern getunt wurde – eine Remineszenz an längst vergangene Zeiten des Lautsprecherbaus, in denen man Hanf-, Flachs- oder eben Baumwollfasern zur Optimierung der Membraneigenschaften nahm – was oft sehr gut geklungen hat. Der wesentliche Unteschied zur mehrfach teureren Mille-Membran ist, dass die Mille-Pro zweiteilig aufgebaut ist. Beide haben die Hertz-eigene V-Form, jedoch ist der Konus des großen Systems aus einem Stück gefertigt, was einen enormen Mehraufwand bedeutet. Unsere MPK-Membran ist dagegen mit einer V-förmigen Dustcap verklebt. Darunter befindet sich eine 25-mm- Schwingspule auf Polyamidträger. Beim Koax ist anstelle der Dustcap der Hochtöner montiert, was die akustisch optimale Position bei einem Koax darstellt. Der kompakte Tweeter mit 20-mm-Gewebekalotte befindet sich so im akustischen Zentrum des Tiefmitteltöners. Damit die Hochtonpille reinpasst, kommt beim Koax eine größere 36-mm-Schwingspule zum Einsatz, die mit einem Kunststoffteil an der Membran befestigt ist. Sehr hübsch ist der Hochtöner des Komposystems geworden. Trotz recht großer 28-mm-Membran und Koppelvolumen hat er nur 41 mm Einbaudurchmesser und 17 mm Einbautiefe. Seine Resonanzfrequenz liegt bei 900 Hz und damit immerhin eine knappe Oktave unter der eines typischen 25er-Tweeters ohne Volumen. In dem kompakten Tweeter steckt eine Menge Gehirnschmalz; bei Hertz geht man mit modernsten Methoden zur Sache, unter anderem wird die Luftdruckverteilung per FEM-Simulation optimiert, und zwar sowohl innen beim Koppelvolumen und der Zentralbohrung als auch außen direkt vor der Sicke. Das Resultat ist ein Frequenzgang, der (ohne Weiche) von unter 1,7 kHz bis 23 kHz reicht, das ist sensationell bei den winzigen Abmessungen! Ebenfalls sensationell ist das niedrige Klirraufkommen des Tweeters, er produziert bis in höchste Pegelregionen praktisch keinen Klirr. Auch der Tiefmitteltöner ist äußerst pegelfest, seine Verzerrungen fallen sehr moderat aus und beschränken sich auf den gutartigen K2. Der Koax ist nicht ganz so vorbildlich im Mittelton, wohl wegen der fehlenden Stabilisierung durch die Dustcap, aber auch er verhält sich absolut gutartig und lässt keine negative Klangbeeinflussung durch übermäßige Verzerrungen erwarten.

Preis: um 180 Euro

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Hertz MPX 165.3

Oberklasse

3.5 von 5 Sternen

11/2015 - Elmar Michels

Preis: um 260 Euro

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Hertz MPK 165.3

Spitzenklasse

4.0 von 5 Sternen

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Autor Elmar Michels
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Datum 09.11.2015, 13:08 Uhr
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