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Kategorie: In-Car-Lautsprecher 16cm

Einzeltest: Phonocar 2/807


Keine Zauberei

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Etwas ist anders an diesen Lautsprechern. Phonocar hat beim 2/807 den Korb weggelassen. Ist das Zauberei, wie der Beiname Magico suggeriert? Das eher weniger, dafür feinste italienische Ingenieurskunst.

Oft wird gesagt, dass sich im Lautsprecherbau nichts mehr tut. Zumindest ein Konuslautsprecher besteht seit 100 Jahren aus dem selben Dutzend Bauteilen wie Polplatten, Magnet, Membran, Sicke, Zentrierspinne, die von einem als Korb bezeichneten Gebilde zusammengehalten werden. Doch halt, es gibt sie immer noch, Lautsprecherentwickler, die nicht einfach alles als gegeben hinnehmen, sondern auch mal bestehende Konstruktionsregeln infrage stellen und neu überdenken. Es ist kein Zufall, dass ein solch ungewöhnlicher Lautsprecher aus Italien kommt, sind doch die Italiener schon immer äußerst rührige und stets innovative Lautsprecherproduzenten gewesen. Diese hier kommen von Phonocar, einem Traditionshersteller, der seit 1976 Car-HiFi-Lautsprecher baut. Das Komposystem 2/807 beinhaltet den 16er-Tiefmitteltöner, der als 2/755 auch einzeln erhältlich ist, außerdem gibt es ein 20-cm-Schwestermodell namens 2/757. Das augenfälligste Merkmal ist natürlich das Fehlen eines ganz wesentlichen Bauteils am Lautsprecher: des Korbs. Das verschafft den Phonocar-Speakern zuerst einmal ein sehr gewöhnungsbedürftiges Aussehen. Die Optik war allerdings nicht der ausschlaggebende Grund für die Entwicklung der Lautsprecher, sondern – natürlich – der Klang. Der Ursprung war wie so oft die Unzufriedenheit der Techniker mit einer bestehenden Lösung. Dazu muss man wissen, dass ein Lautsprecher nicht nur nach vorne, sondern genau im gleichen Maß auch nach hinten Schall abgibt (Dipol). Wenn die Schallabstrahlung nach hinten behindert wird, schadet dies auch dem „Nutzschall“, also dem nach vorne gerichteten. Beim herkömmlichen Lautsprecher ist dem rückwärtigen Schall aber der Lautsprecherkorb im Weg und verursacht Schallreflexion zurück zur Membran und Schallbrechung an den Kanten. Das ist nicht erwünscht und führt zu einem welligen Schalldruckfrequenzgang. Nicht von ungefähr wird auch in dieser Zeitschrift immer wieder gelobt, wenn ein Korb „luftig“ ist, „schön schmale“ oder aerodynamisch geformte Speichen oder große Fenster hat. Im Extremfall kann die Luft sogar im Korb komprimieren oder an scharfen Kanten verwirbeln, was dem guten Klang ebenfalls nicht zuträglich ist. Auch deshalb haben sich bei hochwertigen Lautsprechern die Lüftungöffnungen auch unter der Zentrierspinne durchgesetzt. Phonocar geht jetzt den konsequentesten Weg und lässt den unerwünschten Korb einfach ganz weg. Damit der Lautsprecher nicht auseinanderfällt, müssen natürlich Maßnahmen getroffen werden, den Montageflansch außerhalb der Membraneinfassung mit dem schweren Magnetantrieb zu verbinden. Dies geschieht beim Phonocar-Tieftöner ab durch die Mitte. Mit einer „Krake“ aus stabilem Aluminiumdruckguss wird kurzerhand der Montageflansch vorneherum mit dem zentralen Polkern des Magnetsystems verbunden. Man könnte auch sagen, Phonocar hat einen Korb vorne auf den Phase-plug gebaut. Damit haben wir jetzt die Korbstreben nicht mehr hinter, sondern vor der Membran. Gut, sie sind schön schmal geraten und behindern die Schallabstrahlung sicher nur wenig. Ist das jetzt besser als ein normaler Korb? Sicher besser als ein Blechkorb mit breiten Speichen. Und sicher anders als ein gut gemachter Gusskorb mit wenigen, schmalen Streben. Anders ist auch sonst noch eine Menge an diesem Lautsprecher. Phonocar wickelt die Schwingspule nicht einfach außen auf den Träger, sondern viel aufwendiger mit einer L

Preis: um 300 Euro

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Phonocar 2/807

Spitzenklasse

4.0 von 5 Sternen

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Autor Elmar Michels
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