Kategorie: In-Car Subwoofer Chassis

Serientest: Rockford Fosgate P3SD2-10, Rockford Fosgate P3SD2-12


The American Way

Car-Hifi Subwoofer Chassis Rockford Fosgate P3SD2-10, Rockford Fosgate P3SD2-12 im Test , Bild 1
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So kennt man die Amis von Rockford: Immer feste drauf, und Bass kann man nie genug haben. Nur was ist, wenn das Ganze flach und kompakt sein muss? Wir testen die Shallow- Woofer aus der Punch P3-Serie.

Die Punch-Serie ist bei Rockford Fosgate der goldene Mittelweg zwischen der ziemlich teuren Power-Serie und den Einsteigerkomponenten namens Prime. Die Punch-Subwoofer von Rockford waren schon immer auf fetten Druck und Pegel gezüchtet – gerade, wenn es die gehobenen P3-Woofer sind. Jetzt steht P3S drauf und es kommen Woofer aus dem Karton, die durchaus schwer in der Hand liegen, ohne übermäßig in die Tiefe zu bauen. Genau genommen sind sie sogar richtig flach – gerade mal 9,3 cm reicht der 12“ von der Montageflanschkante zur ausgeformten Polkernwölbung. Dabei verzichtet Rockford darauf, das Rad neu zu erfinden: Die P3S sind im Prinzip genauso aufgebaut wie normale Woofer, nur dass manche Baugruppe eben deutlich flacher ausfällt.

Car-Hifi Subwoofer Chassis Rockford Fosgate P3SD2-10, Rockford Fosgate P3SD2-12 im Test , Bild 2Car-Hifi Subwoofer Chassis Rockford Fosgate P3SD2-10, Rockford Fosgate P3SD2-12 im Test , Bild 3Car-Hifi Subwoofer Chassis Rockford Fosgate P3SD2-10, Rockford Fosgate P3SD2-12 im Test , Bild 4Car-Hifi Subwoofer Chassis Rockford Fosgate P3SD2-10, Rockford Fosgate P3SD2-12 im Test , Bild 5
Die meiste Einbautiefe lässt sich bei der Membran sparen. Das beeinflusst die Abmessungen oberhalb der Zentrierspinne und funktioniert theoretisch ohne Einbußen bei der Performance. Theoretisch. Eine flache Membran ist wegen ihrer Geometrie immer weniger stabil als eine tiefe Konusform und muss daher verstärkt werden. Das geht meistens aufs Gewicht – ok, bei einem Subwoofer nicht allzu tragisch. Schwieriger wird es, unterhalb der Zentrierspinne zu sparen. Der Platz bis zur Polplatte wird für die Auslenkung benötigt, und wo wenig Hub, da wenig Bass. Auch beim Antrieb tun fehlende Zentimeter weh. Heutzutage will kein Mensch mehr platzsparendes Neodym bezahlen, trotzdem muss das Magnetfeld ja irgendwoher kommen. Der angesprochene Abstand von Zentrierung bis zur Polplatte ist bei den P3S durchaus etwas kürzer als bei den P3. Nur ist bei einem konventionellen Sub meist eine mehr oder weniger große Sicherheitszone eingebaut, damit der Woofer auf keinen Fall anschlagen kann. Diese Sicherheit wird bei den P3S durch eine sehr harte Aufhängung erzielt, vergleichbar mit einem tiefer gelegten Auto, das dann auch härtere Federn braucht, um nicht aufzusetzen. Das wiederum bringt für die ohnehin schon geometrisch benachteiligte Membran zusätzliche Belastung. Die Rockford-Jungs haben sich daher bei Membran und Dustcap für Aluminium entschieden, das durch einen umgebördelten Rand und eine Speichenprägung zusätzlich stabilisiert ist. Weil eine derart flache Konstruktion aus relativ hartem Metall (im Vergleich zu Kunststoff) zum Klingeln neigt, bekamen die P3S-Membranen rückseitig eine dämpfende Beschichtung in Form eines zähelastischen Anstrichs verpasst. Es geht nämlich ebenso um lauten Bass wie ein wenig um Klang. Das nächste Bauteil, das unter verstärkter Leistungszufuhr zu leiden hat, ist die Schwingspule. Deshalb hat man den P3S die belastbarste Variante des Spulenträgers verordnet, nämlich einen Aluträger. Der arbeitet prima mit der Alumembran zusammen, die als Kühlkörper wirkt, wenn die Verklebungen wärmeleitend ausgeführt sind. 

Laborbericht


Die Antriebe von P3S-D2-10 und P3SD2-12 sind identisch. Die erwähnte 64-mm-Spule ist als Doppel-2- und Doppel-4-Variante erhältlich, wodurch für einen vorhandenen Amp immer die richtige Impedanz bereitsteht. Ein Blick auf die Thiele-Small-Parameter zeigt hohe Güten für beide Woofer, was sicherlich weniger auf zu wenig Antrieb, dafür mehr auf die harte Aufhängung zurückzuführen ist. Dazu beim 10" eine hohe Resonanzfrequenz und passend dazu ein kleines Äquivalentvolumen. Beim 12er eine ausreichend niedrige Reso, dafür auch viel mehr Vas. Ein klarer Fall für geschlossene Gehäuse, gerade wenn‘s ums Thema kompakte Subwoofer geht. Rockford empfiehlt 14 und 28 Liter für 10" und 12", wir wollen etwas großzügiger sein. Unsere über den Daumen 20 und 30 Liter sind sozusagen die kompakte SQ-Variante. Unsere geschlossenen Gehäuse schlagen sich sehr tapfer vor dem Mikrofon. Beide ergeben für Membranfläche und Gehäusevolumen erstaunliche Pegelfähigkeiten – an einer potenten Endstufe. Erstaunlicherweise steht der kleine 10“ dem 12er in Sachen Grenzfrequenz kaum nach. Das wird ein spannendes Rennen.

Soundcheck


Die Angst, im unteren Bassbereich etwas zu verpassen, wurde uns beim Hörtest sofort genommen. Die Woofer spielen subjektiv vollkommen ausreichend tief. Hip-Hop-Beats bleiben sehr sauber und quellen nicht auf zu einem Bassbrei. Auch bei sehr tiefen Tönen ist der Zuhörer immer im Bilde, was passiert – nur eben bei reduziertem Pegel und perfekter Präzision. Schnelle Kicks geben die Rockfords gerne wieder, doch beide addieren das Portiönchen Saft und Kraft nach Rockford-Art. Hie offenbaren sich auch die klanglichen Unterschiede (dass der 12“ etwas lauter geht, ist zu erwarten). Während der 12er richtig fett hinlangt und nicht gerade staubtrocken ans Werk geht, legt der 10" eine super Klangperformance hin, bei der der Mix aus kanckiger Präzision und spaßbetontem Anfetten der Bassschläge ganz nach unserem Geschmack ist. Es gibt also keinen Gewinner. Wer ein paar Liter mehr zur Verfügung hat, kann mit den P3SD2-12 richtig schön fett Gas geben. Der P3SD2-10 bietet dafür satten Klang aus recht kleinem Volumen.

FAQ - In-Car Subwoofer Chassis

Was ist die Impedanz

Die Impedanz ist der frequenzabhängige Widerstand eines Lautsprechers. Der Gleichstromwiderstand ergibt sich als Impedanz bei 0 Hz. Bei Lautsprechern und Subwoofern findet man die Nennimpedanz, also die "Ohmzahl", die aus praktischen Gründen üblicherweise in Klassen zu 1, 2, 4 oder 8 Ohm angegeben wird. Wichtig wird die Impedanz bei der Kombination von Subwoofer(n) und Endstufe.


Was ist eine Doppelschwingspule?

Eine Doppelschwingspule oder Dual Voice Coil oder DVC ist eine Schwingspule mit zwei Abgriffen. Der Subwwofer hat also je zwei Plus- und Minusklemmen. Das verändert den Output oder die Belastbarkeit nicht, erlaubt jedoch variable Schaltungsmöglichkeiten. Mit der Doppelschwingspule kann der Subwoofer an zwei Endstufenkanälen betrieben werden, um z.B. bei kleinen Mehrkanalendstufen mehr Leistung herauszuholen.


Wie verschalte ich eine Doppelschwingspule?

Durch Verschaltung der beiden Einzelspulen entsteht ein neuer Abgriff für einen Endstufenkanal. Bei Parallelschaltung halbiert sich die Impedanz, bei Reihenschaltung verdoppelt sie sich. Dies gilt es beim Anschluss an die Endstufe zu beachten, ob letztere für die entstehende Gesamtimpedanz zugelassen ist. So entsteht bei Parallelschaltung einer 2 x 4 Ohm Doppelspule ein 2-Ohm Subwoofer, der an 2-Ohm-stabilen Endstufen betrieben werden kann. 2 x 2 Ohm parallel ergibt einen 1-Ohm-Subwoofer, dessen Endstufe 1-Ohm-stabil sein muss.


Welche Endstufe passt zu meinem Subwoofer?

Die, welche an der Impedanz des Subwoofers die gewünschte Leistung abgibt. Beispiel: Der Subwoofer soll mit 400 Watt betrieben werden und hat eine Impedanz von 2 Ohm. Die passende Endstufe ist eine, die ca. 200 Watt an 4 Ohm und 400 Watt an 2 Ohm leistet. 1-Ohm-Stabilität ist nicht erforderlich.


Muss ich einen neuen Subwoofer erst einspielen?

Aus klanglicher Sicht nicht, ein Subwoofer ändert sich nur minimal durch Einspielen. Es ist allerdings sehr sinnvoll, bei einem fabrikneuen Woofer nicht sofort extreme Lautstärken zu fahren. Wird der Schwingspulenlack zu stark aufgeheizt, können Lösemittelreste die Struktur aufbrechen und die Schwingspule wird zerstört. Daher den Sub erst im ganz normalen Musikbetrieb einige Stunden betreiben, so können sich eventuelle Lösemittel verflüchtigen.

Fazit

Rockford Fosgate hat es sehr schön hinbekommen, auch bei seinen Flachwoofern den Spaß an richtigem Bass zu behalten. Mit den P3S ist man klang- und pegelmäßig auf der sicheren Seite, und das bei relativ geringem Volumenbedarf. 

Kategorie: In-Car Subwoofer Chassis

Produkt: Rockford Fosgate P3SD2-10

Preis: um 230 Euro


7/2012
3.5 von 5 Sternen

Oberklasse
Rockford Fosgate P3SD2-10

Kategorie: In-Car Subwoofer Chassis

Produkt: Rockford Fosgate P3SD2-12

Preis: um 250 Euro


7/2012
3.5 von 5 Sternen

Oberklasse
Rockford Fosgate P3SD2-12

 
Bewertung: Rockford Fosgate P3SD2-10
Klang 50% :
Tiefgang 12.50%

Druck 12.50%

Sauberkeit 12.50%

Dynamik 12.50%

Labor 30% :
Frequenzgang 10%

Wirkungsgrad 10%

Maximalpegel 10%

Verarbeitung 20% :
Verarbeitung 20%

Ausstattung & technische Daten: Rockford Fosgate P3SD2-10
Vertrieb Audio Design, Kronau 
Hotline 07253 9465-0 
Internet www.audiodesign.de 
Technische Daten
Korbdurchmesser (in cm) 28 
Einbaudurchmesser (in cm) 22.8 
Einbautiefe (in cm) 8.9 
Magnetdurchmesser (in cm) 14,5 
Gewicht (in kg) 4.5 
Nennimpedanz (in Ohm) 2 x 2 
Gleichstromwiderstand Rdc (in Ohm) 3.32 
Schwingspuleninduktivität Le (in mH) 2.2 
Schwingspulendurchmesser (in mm) 64 
Membranfläche (in cm²) 346 
Resonanzfrequenz fs (in Hz) 48.9 
mechanische Güte Qms 10.1 
elektrische Güte Qes 0.94 
Gesamtgüte Qts 0.85 
Äquivalentvolumen Vas (in l) 12.4 
Bewegte Masse Mms (in g) 143.7 
Rms (in Kg/s) 4.38 
Cms (in mm/N) 0.08 
B x I (in Tm) 12.59 
Schalldruck 1W, 1m (in dB) 83 
Leistungsempfehlung 300-600 W 
Testgehäuse g 20 l 
Reflexkanal (d x l) Nein 
Klasse Oberklasse 
Preis/Leistung sehr gut 
Car&Hifi „Flach heißt im Falle von Rockford sehr wohl pegelfest. Und der Spaß bleibt so wenig auf der Strecke wie der gute Sound.“ 
Bewertung: Rockford Fosgate P3SD2-12
Klang 50% :
Tiefgang 12.50%

Druck 12.50%

Sauberkeit 12.50%

Dynamik 12.50%

Labor 30% :
Frequenzgang 10%

Wirkungsgrad 10%

Maximalpegel 10%

Verarbeitung 20% :
Verarbeitung 20%

Ausstattung & technische Daten: Rockford Fosgate P3SD2-12
Vertrieb Audio Design, Kronau 
Hotline 07253 9465-0 
Internet www.audiodesign.de 
Technische Daten
Korbdurchmesser (in cm) 33.2 
Einbaudurchmesser (in cm) 28.2 
Einbautiefe (in cm) 9.3 
Magnetdurchmesser (in cm) 14,5 
Gewicht (in kg) 4.9 
Nennimpedanz (in Ohm) 2 x 2 
Gleichstromwiderstand Rdc (in Ohm) 3.32 
Schwingspuleninduktivität Le (in mH) 2.32 
Schwingspulendurchmesser (in mm) 64 
Membranfläche (in cm²) 531 
Resonanzfrequenz fs (in Hz) 40.5 
mechanische Güte Qms 8.94 
elektrische Güte Qes 0.83 
Gesamtgüte Qts 0.76 
Äquivalentvolumen Vas (in l) 31.1 
Bewegte Masse Mms (in g) 195.6 
Rms (in Kg/s) 5.57 
Cms (in mm/N) 0.08 
B x I (in Tm) 14.14 
Schalldruck 1W, 1m (in dB) 85 
Leistungsempfehlung 300-600W 
Testgehäuse g 31 
Reflexkanal (d x l) Nein 
Klasse Oberklasse 
Preis/Leistung sehr gut 
Car&Hifi „Flach heißt im Falle von Rockford sehr wohl pegelfest. Und der Spaß bleibt so wenig auf der Strecke wie der gute Sound.“ 
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Elmar Michels
Autor Elmar Michels
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Datum 31.07.2012, 10:35 Uhr
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  • www.hausgeraete-test.de
  • www.heimwerker-test.de
  • hifitest.de/shop/
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