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Kategorie: In-Car Endstufe 2-Kanal

Einzeltest: Eton Core 2


Detailarbeit

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Gerade im High-End-Bereich wird die Luft so dünn, dass es auf jedes Detail ankommt. Das gilt für den Klang genauso wie für die ihn produzierenden Gerätschaften. Ein schönes Beispiel für grandiose Detaillösungen ist Etons neue Topendstufe Core 2.

In letzter Zeit hat sich Eton eher mit den angesagten DSP-Verstärkern der Stage-Serie hervorgetan oder zumindest mit kompakten Class-D-Endstufen wie den SDAs. Da wird es langsam wieder Zeit für etwas Analoges. Etons High-End-Serie PA haben wir noch in bester Erinnerung, zuletzt in Italien gefertigt und immer von außerordentlicher Qualität, waren das richtige „Bretter“: groß, vollgepackt mit Leistung und klanglich hervorragend. Doch diese Zeiten sind vorbei, denn die brandneue Core 2 ist zwar ebenfalls im High- End-Bereich angesiedelt, aber keine richtige PA-Nachfolgerin – deshalb heißt sie auch anders. Ihr konstruktiver Ansatz ist auch ein komplett anderer, das zeigt bereits ein erster Blick. Im Vergleich zum klassisch-analogen High-End-Brett ist die Core erstaunlich kompakt. Eton geht hier mit der Zeit und achtet auch bei einem kompromisslosen Klangdesign auf gute Verbaubarkeit. Die Core kommt sehr eigenständig daher, jedoch nicht massiv mit tonnenweise gebürstetem Aluminium, wie man das so kennt und fast schon erwartet. Stattdessen macht sie einen filigranen, aber extrem wertigen Eindruck. Frontplatten und Deckel bestehen aus fein gelasertem Aluminium und der Hauptkühlkörper bekam einen aufwendigen Hüftschwung verpasst, wodurch sich die Core vom Einheitsdesign abhebt. Auch die Terminals mit verkupferten Kontaktflächen sieht man sonst nirgendwo.

Ein Blick ins Innere zeigt, welch extremen Aufwand Eton bis ins Detail getrieben hat und wo das nicht eben kleine Preisschild herkommt. Nicht nur die äußeren Aluminiumteile sind aufwendig gefräst, auch innen finden wir gefräste Zusatzkühlkörper. Dazu hier noch eine Nut und dort noch eine Extra-Aussparung – in der Core steckt jede Menge Fertigung drin. Sogar der Extrakühlkörper für die Netzteiltransistoren, den man im Grunde auch einfach quaderförmig hätte machen können, hat acht Schlitze, ein Gewinde (natürlich angefast), drei Ausfräsungen zwei abgeschrägte Ecken, einen eigenen Temperaturfühler und sitzt in einer Führungsnut im Hauptkühlkörper – das ist bombenfest gebaut auch ohne kiloweise Material. Dafür gibt es zwei Lüfter, die für anfängliches Naserümpfen sorgten, denn wie soll man denn bitte das Gras wachsen hören, wenn man dabei geföhnt wird? Doch es gibt Entwarnung, denn die Lüfter sind natürlich temperaturabhängig geregelt, aber auch mit variabler Drehzahl, sie laufen sehr leise an. Im Hörtest bei praxisnahen Lautstärken treten sie überhaupt nicht in Aktion. Auch die Elektronik präsentiert sich vom Feinsten.

Preis: um 2000 Euro

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Eton Core 2

Referenzklasse

4.5 von 5 Sternen

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