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Kategorie: In-Car Endstufe 4-Kanal

Einzeltest: Mosconi Gladen Zero 4


High-End genug

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Wem Mosconis AS-Serie noch nicht edel genug ist, kann bei der italienischen Verstärkerschmiede noch ein Regalbrett höher greifen. Dort liegen die Zeros, die mit der Zero 4 das neueste Familienmitglied willkommen heißen.

Nachdem Mosconi uns mit der Zero 1 und der Zero 3 in die Irre geführt hat (beides sind Zweikanalendstufen), stellen die Italiener mit der Zero 4 tatsächlich eine Vierkanalendstufe vor. Die 4er ist jedoch keinesfalls „nur” eine geteilte Zweikanal mit halber Leistung pro Kanal. Ein Blick aufs Layout zeigt, dass wir es bei der Zero 4 mit einer komplett eigenständigen Entwicklung zu tun haben. Die Symmetrie der Zweikanäler mit kanalgetrennten Netzteilen ist komplett aufgebrochen, tatsächlich handelt es sich bei der Zero 4 um eine sogar ziemlich asymmetrische Endstufe. Die Kanäle 1 und 2 sind mit 100 Watt an 4 Ohm angegeben, Nummer 3 und 4 sind über den Daumen doppelt so stark ausgelegt – plus 1-Ohm-Stabilität für den Extraboost, wenn es denn sein muss. Konsequenterweise verfügen die dicken Kanäle über die doppelte Anzahl Leistungstransistoren wie die ersten beiden, nämlich 8 statt 4 Stück pro Kanal. Wer sich die AS-Endstufen von Mosconi einmal genauer angesehen hat, weiß, dass aus deren im Vergleich zierlichen Netzteilen eine enorme Power herauskommt – bei MOS weiß man ganz offensichtlich mehr über Netzteilsteuerung als bei manch anderem Hersteller. Im Vergleich zu den AS-Stufen zeigt die Zero 4 einen Mördertrafo, so dass man sich auf einiges gefasst machen kann. Auch die zwei unterschiedlich großen Speicherdrosseln sind nicht von schlechten Eltern. Dazu kann man immer wieder die Verarbeitung der italienischen Amps loben, die Zero 4 ist wieder einmal ein wunderschönes Stück Verstärkerbaukunst geworden. Feinste Bauteile, moderne Fertigung oder auch die sauber laufenden Potis darf man in dieser Preisklasse auch erwarten. Die Zero 4 steht mit 1.100 Euro in der Liste, im Vergleich mit Kalibern à la Thesis oder Matrix allerdings vergleichsweise im Rahmen. Die Ausstattung sieht auf den ersten Blick nicht überragend aus. Was jedoch daran liegen könnte, dass nur Sinnvolles drin ist. Wer braucht bei einer solchen Endstufe einen Bassboost? Genau! Dafür gibt es gleich doppelte Frequenzweichen für die ersten beiden Kanäle, die Hochpegelfähigkeit inklusive Einschaltautomatik zeugt vom jungen Entwicklungsdatum. Wer mehr braucht, dem kann mit Sonderzubehör geholfen werden. Lautstärkefernbedienung, fahrzeugspezifische Setup-Karten, Zusatzfrequenzweichen oder der regelbare Bühnensteller G_FSA – kein Problem. Kommen wir zur Performance, und hier gibt es ausschließlich Lobeshymnen anzustimmen. Nichts anderes erwarten wir von einem derart hochklassigen Verstärker. Gerade die üppig bestückten dicken Kanäle glänzen mit erstklassigen Dämpfungsfaktoren, dazu gibt es generell sehr wenig Verzerrungen. Bereits am Messplatz kann man merken, wie sauber die Zero 4 ihre Leistung schiebt. Wie versprochen gibt es über 100 Watt respektive deren 186 an 4 und 2 Ohm, so dass bereits das kleine Kanalpaar selbst ein anspruchsvolles Zweiwegekompo treiben kann, für eine Mittelhochtoneinheit bedeutet das Leistung im Übermaß. Und Leistung kann man bekanntlich nie genug haben, denkt sich auch das Kanalpaar 3 und 4, wo ohne mit der Wimper zu zucken 236 bzw 390 Watt bei 0,7 % THD anstehen. Wer es unbedingt wissen will, darf ungestraft knapp 1,2 kW in einen 2-Ohm-Subwoofer basteln. Doch dafür ist die Zero 4 beinahe zu schade, denn sie nimmt es klanglich mit allem und jedem auf, so viel sei bereits versprochen. 

Preis: um 1100 Euro

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Mosconi Gladen Zero 4

Referenzklasse

5.0 von 5 Sternen

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