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Kategorie: In-Car Subwoofer Chassis

Einzeltest: Phoenix Gold TI312D2X


Hubraum wirkt

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Nachdem Phoenix Gold letztes Jahr mit den TI3-Subwoofern recht ernsthafte Bassmacher vorgestellt hat, legen die Amis jetzt noch mal nach. Wir testen den TI312D2X.

Die TI3-Woofer sind die Topmodelle bei Phoenix Gold und der Zwölfzöller TI212D4 hat in unserem Test eine sehr gute Figur gemacht. Jetzt tritt das X-Modell TI312D2X an (in diesem Fall mit D2, also Doppel-2-Ohm). Das X steht für Excursion und damit ist bereits gesagt, in welche Richtung die Reise geht. Der TI3-X ist 50 % schwerer als der TI3, alles ist ein wenig fetter und stabiler ausgeführt. Die Membran besteht aus einem Papierkonus mit der vorne flächig verklebten Kunststoffkappe, was in einer sehr steifen Konstruktion resultiert. Die Sicke ist zwar „nur“ einen Zoll breit, dafür jedoch 32 Millimeter hoch und natürlich doppelt vernäht. Eine brettharte Zentrierung sorg für die Membranführung und die Zuleitungslitzen sind sicher im Nessie-Design in die Spider gewoben. Im Gegensatz zum TI3 hat der TI3-X größere Ferrite bekommen, und die braucht er auch. Denn vertraute der TI3 noch auf eine bereits große 2,5"-Spule, muss es beim TI3-X eine 3"-Spule sein. Und dieses Prachtstück verfügt über eine ellenlange Windung aus dickem Runddraht, der zur besseren Wärmeabstrahlung geschwärzt ist. Die Spule steht über die recht zierliche Polplatte locker 20 Millimeter über, was ja über den Daumen dem linearen Hub entspricht. Mechanisch kann der TI3-X bis zu 50 Millimeter Hub verpacken, ohne dass etwas anschlägt. Beide Polplatten sind recht hübsch verarbeitet und abgedreht, zur Kühlung gibt es um die große Kernbohrung noch einen Kranz Bohrungen für den Raum unter der Schwingspule. 

Messungen und Sound


Der TI3-X ist kein Kind von Traurigkeit, das machen bereits die ersten Messergebnisse klar. Seine Auslegung mit hoher Güte, aber kleinem Äquivalentvolumen passt zu einem Monsterwoofer. Er verfügt über eine härtere Aufhängung mit höherer Resonanzfrequenz als der TI3 und mit satten 383 Gramm 100 Gramm mehr bewegte Masse. Das ist neben einem schwächeren Wirkungsgrad und einem enormen Leistungshunger der Preis für die dicke und ellenlange Schwingspule. Die verhilft ihm beim Pegel aber zum entscheidenden Vorteil – und darum geht´s ja. Unsere Abstimmung verlangt mit 66 Litern zudem ein größeres Gehäuse und mit 29 Hz eine sehr tiefe Reflexabstimmung. Im Hörtest ergibt sich daraus ein klassischer Tiefbasswoofer, der umso mehr zur Höchstform aufläuft, je tiefer und lauter das Musikprogramm wird. Es setzt wüste Angriffe aufs Zwerchfell und harte Schläge in die Magengrube, wenn man den TI3-X richtig fordert. Beim Sound-Quality- Test fällt der dicke TI3-X keinesfalls durch. Statt unkontrolliertem Gewobbel setzt es vor Kraft strotzende Schläge und einen fetten, tiefenbetonten Sound. Dem kann man durchaus etwas abgewinnen, doch ein Woofer für Klangwettbewerbe wird der TI3-X nie werden. Aber das will er ja auch nicht, denn artgerecht eingesetzt und standesgemäß befeuert macht er Dampf in allen Lebenslagen.

Preis: um 450 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Phoenix Gold TI312D2X

Spitzenklasse

4.5 von 5 Sternen

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