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Kategorie: Kopfhörer Hifi

Einzeltest: Audioquest NightHawk - Seite 2 / 2


Paukenschlag

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Klang


Fangen wir mal mit schwerer Kost an. Kari Bremnes „Once I Had a Lover in Berlin“ fordert von einem Wiedergabegerät trotz minimaler Instrumentierung in jeder Hinsicht alles: Auflösung im Hochton, Transparenz im Mittelton und Druck im Bass, und allzu oft kommen Sibilanten etwas harsch rüber – die recht direkte Aufnahme der Stimme von Kari Bremnes fordert hier gerne mal ihren Tribut. Nicht so mit dem NightHawk: Anfangs wirkt alles noch ein wenig zurückhaltend, doch die weitgehende tonale Neutralität des AudioQuest kündigt sich schon ohne großartige Einspielzeit an. Nach einigen Stunden lösen sich dann die zu Beginn noch leicht angezogenen dynamischen Zügel. Die massive und gleichzeitig delikat intonierte Percussion auf Kunikos „Pleiades I“ fließt so unangestrengt und losgelöst aus den Treibern des NightHawk, dass man gar nicht aufhören möchte, sich in der ansatzlosen Dynamik und feingeistigen Phrasierung zu verlieren! Krasser Genre-Wechsel zu Kendrick Lamars „The Blacker the Berry“: Dem mit nicht wirklich jugendfreien Texten agierenden Rapper kann man quasi durch das Mikrofon in den Mund schauen – sogar der Studioraum scheint sich vor meinem inneren Auge abzubilden – man meint fast, bei der Aufnahme dabei zu sein.

Wie geht das denn bitteschön? Der ultratiefe Bass im Stück „You Ain’t Gotta Lie (Momma Said)“ kommt verdammt druckvoll und tight, ohne dass der AudioQuest hier bewusst einen Fokus schafft. Der NightHawk schüttelt sich auch die heftigen Industrial-Impulse von A Perfect Circles „Counting Bodies Like Sheep to the Rhythm of the War Drums“ mit wahnsinnigem Drive aus den biologisch abbaubaren Membranen, ohne auch nur eine Sekunde zu nerven. Im Gegenteil, auch hier ist aufgrund der ultradirekten und unverschleierten Ansprache in jedem Frequenzbereich sowie der hohen Differenzierungsfähigkeit gerade im Mittelton Gänsehaut garantiert! Nein, der AudioQuest NightHawk kommt nicht ganz an die ultrahohe Auflösung und die unendlichen Weiten planarmagnetischer Kopfhörer wie von Audeze oder Lyrus Audio heran (Raum ist dennoch in angemessenem Maß vorhanden, und die Abbildung ist extrem präzise), und er reproduziert tiefsten Bass nicht ganz so markerschütternd wie ein Fostex TH500RP. Aber das muss er auch gar nicht, denn in seiner Preisklasse gibt es meines Wissens keinen Kopfhörer, den man so lange und so ermüdungsfrei und mit jeder Art von Musik hören kann und der vergleichbaren Drive und musikalischen Impetus besitzt. Auch fällt mir kein direkter Konkurrent ein, der so ansatzlos und trocken Impulse im musikalisch so wichtigen Mittelton liefert, der so „komplett“ klingt.

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Der NightHawk macht einfach alles richtig. „Do No Harm“ lautet auch hier das perfekt umgesetzte Motto der Amerikaner – dabei ist sein Charakter eher trocken und präzise als fett und samtig. Aber Letzteres wäre für einen Nachtfalken auch gar nicht passend.

Fazit

AudioQuests Kopfhörer-Erstlingswerk ist nichts anderes als ein Paukenschlag und mit seinem musikalisch kompletten Charakter in dieser Preisklasse quasi konkurrenzlos.

Preis: um 600 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Audioquest NightHawk

Referenzklasse

4.5 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Klang 50%

Passform 20%

Ausstattung 20%

Design 10%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb AudioQuest 
Internet www.audioquest.com 
Gewicht (in g) 346 
Typ Over-Ear, halboffen 
Treiber 50 mm, dynamisch, mit Biozellulose- Membran und Split-Gap-Antrieb 
Anschluss 3,5-mm- und 6,3-mm-Klinke 
Frequenzumfang k. A. 
Impedanz (in Ohm) 25 
Wirkungsgrad (in dB) 100 dB/mW 
Kabellänge (in m) 2,4 m (zwei Kabel beigelegt) 
geeignet für: keine Einschränkungen 
Klasse Referenzklasse 
Preis/Leistung hervorragend 
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Autor Michael Bruss
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Datum 07.10.2015, 14:59 Uhr
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