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Kategorie: Kopfhörer Hifi

Einzeltest: Warwick Acoustics Aperio - Seite 3 / 3


Ready for Take-off

Noch wichtiger ist bei einem Kopfhörerverstärker aber selbstverständlich die Haptik des Lautstärkereglers, der hier wunderbar gelungen ist. Die Verarbeitung ist hervorragend und der Widerstand ist angenehm. Dabei ist das Poti nicht stufenlos drehbar, sondern verfügt über feste Stellungen, in die der Regler sanft hinein- oder hinausgleitet. Für die eigentliche Anpassung der Lautstärke nutzt Warwick beim Aperio dann verschiedene Systeme. Bei der Wiedergabe von PCM wird ein separater DSP in Kombination mit selektierten Widerständen genutzt. Bei DSD oder der Verwendung analoger Signale wird hingegen in der analogen Domäne geregelt. Beide Methoden sind dabei genau so abgestimmt, dass sie letztlich identische Ergebnisse liefern sollen, und erneut setzt man bei Aperio auf einen strikt getrennten Dual-Mono-Aufbau. Die eigentliche Ausgangsstufe des Gerätes basiert auf einer proprietären Class-A-Schaltung mit acht diskret arbeiten den MOSFETs. Der Kopfhörerverstärker ist dann ganz klar auf die Verwendung mit dem Kopfhörer des Systems ausgelegt. Hier stehen bis zu 1800 Volt zur Verfügung, um den aufwendigen Ohrhörer anzutreiben. In dessen weich gepolsterten Muscheln wirken Eigenkonstruktionen des Herstellers namens BD-HPEL. Hierbei handelt es sich um einen elektrostatischen Antrieb mit mehrschichtigen Membranen aus unterschiedlichen Materialien.

Diese sind speziell auf exzellentes Ansprechverhalten ausgelegt und sollen besonders präzise arbeiten. Dabei soll auch die offene Konstruktion des Kopfhörers helfen, die allerdings dazu führt, dass praktisch keinerlei Abschirmung stattfindet. Geräusche von außen sind weiterhin hörbar und auch die Musik ist für Personen in der Nähe deutlich wahrzunehmen. Das Aperio-System soll eben ein vollwertiger Ersatz für eine Anlage mit Lautsprechern sein, und dieses Konzept geht gut auf. Klanglich ist Warwicks Set eine absolute Wucht.

Klang


Der Kopfhörer spielt enorm präzise und trifft stets genau auf den Punkt. Tools großartiges Album „Fear Inoculum“ bekommt hier genau den richtigen Schliff und jedes Detail wird hervorragend umgesetzt. Einzig im Bassbereich ist der Elektrostat natürlich ein wenig im Nachteil. Wer sich mit Kopfhörern gerne richtig vom Tiefton durchschütteln lässt, wird hier den nötigen Druck vermissen. Ganz anders bei der Verwendung des Aperio als Vorstufe, denn hier zeigt er, dass er auch im unteren Frequenzbereich ordentlich zupacken kann. Besonders die offene Leichtigkeit des Spiels ist das, was hier klar überzeugt. Äußerst differenziert und frei geht der Verstärker zu Werke und lässt einen toll in die Musik eintauchen. Warwick hat hier ein wirklich außergewöhnliches System geschaffen. Wirklich jeder Aspekt am Aperio ist auf hohe Qualität ausgelegt, egal ob bei der Technik, der Verarbeitung oder beim Klang. Hier passt wirklich alles zusammen. Fast schade, dass man das Flightcase also wohl nur einmal nutzen wird, denn wer einen Aperio zu Hause hat, wird ihn wohl kaum mehr auf die Reise schicken.

Fazit

Warwick Acoustics setzt mit Aperio neue Maßstäbe. Der Kopfhörer, der Verstärker, der DAC und der Streamer agieren alle auf höchstem Niveau und bieten ein exzellentes Musikerlebnis.

Preis: um 25000 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Warwick Acoustics Aperio

Referenzklasse

4.0 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Klang 50%

Passform 20%

Ausstattung 20%

Design 10%

Ausstattung & technische Daten 
Preis: um 25.000 Euro 
Vertrieb: Audionext, Essen 
Internet: www.audionext.de 
Technische Daten
Kopfhörer
Bauart: offen, elektrostatisch 
Frequenzumfang: 10 – 60.000 Hz 
Anschluss: 2 proprietäre 4-Pol-Stecker 
Wirkungsgrad: 104 dB 
Bias: 1800 V 
Gewicht: 405 g 
Kabellänge: 2 m 
Kabelführung: beidseitg 
Verstärker/Speiseteil/Straming-DAC
Abmessungen (BxTxH): 413 x 68 x 351 mm 
Gewicht: 7,4 kg 
Ausführung: Silber 
Eingänge: 1x Ethernet, 1 x USB-B, 1 x S/PDIF koaxial, 1 x XLR Stereo, 1 x RCA Stereo 
Ausgänge: 1 x 4-Pin Kopfhörer Stereo, 1 x XLR Stereo, 1 x RCA Stereo 
geeignet für: High End 
Typ: Elektrostatischer Kopfhörer 
Klasse Referenzklasse 
Preis/Leistung angemessen 
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Autor Philipp Schneckenburger
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Datum 04.05.2020, 09:58 Uhr
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