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Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Cito Audio Modell 5


Punktgenau

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Der ideale Lautsprecher ist immer noch die Punktschallquelle – darin sind sich alle einig. Dass es doch eine überwiegende Mehrheit an Mehrwege-Lautsprechern gibt, hat aber Gründe. Diese zu widerlegen ist die kleine Manufaktur Cito-Audio angetreten

Der Mensch hat mit seinen beiden Ohren hoch entwickelte Messinstrumente zur Verfügung – so genau, dass er sich nicht einmal annähernd bewusst macht, wie präzise diese Instrumente arbeiten. Sehr wohl ist das Gehör in der Lage, feinste Laufzeitunterschiede von Schallquellen zum rechten und linken Ohr zu differenzieren. Das ist ein Teil der räumlichen Ortung, der durch Lautstärke-Unterschiede links-rechts ergänzt wird. Zweiteres sorgt für den räumlichen Eindruck, den wir beim Stereo-Hören mit einem Paar Lautsprecher haben. Und das funktioniert am besten, wenn der Schall dann eben von zwei genau definierten Punkten kommt und nicht von auf einer bestimmten Strecke verteilten Chassis. Die ideale Schallquelle ist also ein Breitbänder. Aber ein einzelnes Chassis ist eben nicht in der Lage, ganz tiefe und ganz hohe Töne und alles dazwischen komplett ausgewogen wiederzugeben, das Ganze noch dazu mit ausreichend Pegelreserven und natürlich noch einem guten Rundstrahlverhalten. Aber man kann sich diesem Ideal zumindest annähern – und hier kommt Detlef Bosse ins Spiel, der vor ein paar Jahren beschlossen hat, aus der Unzufriedenheit mit konventionellen Lautsprechern heraus seine eigenen Boxen zu bauen. Nun, auch hier wurde Lehrgeld bezahlt und aus einem „Mach ich mal eben“-Projekt ist eine fünfjährige Entwicklungszeit geworden, an deren Ende aber jetzt immerhin drei verschiedene Modelle stehen, die sich sehen und hören lassen können. Zum Test hat uns der stolze Entwickler das Modell 5 gebracht, eine gefällige und noch recht schlanke Standbox, deren tatsächlich einziger Treiber ein 6,5-Zoll-Chassis mit Schwirrkonus ist. Dieses Chassis wird aus einer großen Anzahl von Treibern selektiert, laut Bosse werden teilweise aus 20 und mehr Exemplaren zwei Chassis ausgesucht, die dann aber quasi identisch sind. Die Treiber werden noch ein an einigen Stellen modifiziert – das betrifft den Antrieb und das Magnetsystem und den Phaseplug, der das Abstrahlverhalten des Treibers optimiert. Die klassische Baugröße für eine solche Box ist seit jeher der 20-Zentimeter-Breitbänder, ganz einfach, um mit einer recht großen Membranfläche in Zusammenarbeit mit dem Gehäuseprinzip (sehr oft Backloaded Horn) eine akzeptable Tieftonwiedergabe zu erreichen. Bosse hat sich ganz bewusst für eine Nummer kleiner entschieden, um eine höhere Qualität im oberen Frequenzbereich zu erzielen. Ein kleineres Chassis bündelt weniger zu hohen Frequenzen hin und der Schwirrkonus, der den Hochtonbereich verstärkt, kann kleiner ausfallen, was sein oftmals recht unkontrolliertes Ausschwingverhalten deutlich verbessert. Um die Tieftonwiedergabe auf das Niveau der anderen Frequenzbereiche zu heben, birgt die Modell 5 ein spezielles Mehrkammer-Bassreflexsystem in sich, deren einzelne Abteilungen progressiv bedämpft werden. Das eigentliche Reflexrohr sitzt im Fuß der Box und sorgt so für die optimale Ankopplung an die Grenzfläche Boden. Der Tieftonanteil kann dabei über den Abstand der Box zum Boden dosiert werden. Eine massive Steinplatte mit einem mittig aufgesetzten hyperbolischen Kegel dient als Unterbau, der den Lautsprecher vom Boden entkoppelt. Der in das Reflexrohr tauchende Kegel macht aus dem Resonator ein kurzes Horn. Die Cito-Audio Modell 5 ist perfekt verarbeitet und mit einer siebenschichtigen Lackierung versehen, die von einer auf hochwerti

Preis: um 6000 Euro

Cito Audio Modell 5


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Datum 22.09.2019, 09:58 Uhr
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