Möchten Sie zur Seite für Mobilgeräte wechseln ? JaNein
Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Genelec 8260 APM - Seite 2 / 3


Richtungsweisend

Dieser Koax hört auf den Namen MDC (Minimum  Diffraction Coaxial) und ist nebenbei  der perfekteste Koaxtreiber, den ich je  in die Finger bekommen habe. Minimum diffraction zieht sich wie ein roter  Faden durch das gesamte Design. Hier beim Koax entpuppt sich das, was man  zuerst für die Schallführung des Hochtöners hält, als Konusmembran des  Mitteltöners, die perfekt die Form des  Waveguides darstellt. Nun ist es auch  von anderen Herstellern bekannt, dass  die Form der äußeren Koaxmembran  dem Hochtöner als Hornfortsatz dient,  doch so konsequent wie Genelec hat  bisher noch kein Hersteller das Thema  umgesetzt. Der Mittelkonus besteht aus  einem Sandwichmaterial mit einer fast  flockigen Beschichtung, eine Eigenentwicklung mit ganz offensichtlich  perfekten Eigenschaften. Zwei Tricks  jedoch unterscheiden den MDC von  allen anderen Koaxen: Zuerst natürlich  das MD-Design, was die konsequente  Vermeidung aller Kanten bedeutet (und  natürlich die richtige Formgebung inklusive des Boxengehäuses). Der zweite Trick zielt in die gleiche Richtung:  die Auslegung des Koaxes als reiner  Mitteltöner. Nur durch die Vermeidung von nennenswerten Membranhüben bleibt die perfekte Form auch  im lauteren Betrieb des Lautsprechers erhalten.

Umgekehrt ist es anschaulich,  dass bei einem Breitbandkoax, der auch  Tiefton machen muss, Dopplerverzerrungen durch das sich hin und herbewegende „Hochtonhorn“ entstehen.  Bei der 8260 arbeitet der Koax als reiner Mittelhochtöner nur bis hinunter  zu 470 Hz. Das im HiFi-Sektor oft als  highendig gepriesene Hinunterprügeln  auf minimale Trennfrequenz vermeidet Genelec somit aus gleich mehreren  Gründen. Auch unsere Messtechnik  beweist, dass dieser Koax über jeden  Zweifel erhaben arbeitet, es gibt nur  minimale Verzerrungen und dafür ein  perfektes Rundstrahlverhalten. Der Tieftonpart sieht neben diesem  Über-Mittelhochtöner geradezu banal aus. Ein 25er im Bassreflexgehäuse  steht immerhin für reichlich Membranfläche, er läuft unglaublich souverän bis  in unterste Bassregionen und schließt  perfekt an den Koax an. Dafür verantwortlich ist die Elektronik, die 8260 ist  selbstverständlich eine DSP-gesteuerte  Aktivbox mit drei Verstärkerzügen  für die drei Wege. Im Studio geht es natürlich digital rein (bis 192 kHz/24  Bit), über die analogen XLR passt die  Genelec jedoch an jede HiFi-Anlage.  So ein DSP kann dann auch die perfekte, steile Trennung der Chassis genauso bewerkstelligen wie einen Rest  Zeitkorrektur.

8er Super-Set: Klangtest CDs
Profi-Testbilder für TV-Bildoptimierung

Preis: um 8800 Euro

Genelec 8260 APM


-

Neu im Shop:

MUSIC AND AUDIO (Buch + BluRay mit HD Musik und Testsignalen)

>>Mehr erfahren
Interessante Testportale:
  • www.smarthometest.info
  • www.heimwerker-test.de
  • www.hausgeraete-test.de
Elmar Michels
Autor Elmar Michels
Kontakt E-Mail
Datum 23.08.2012, 09:14 Uhr
Folgen Sie uns:
  • facebook - follow us
  • twitter - follow us
  • google - follow us
Allgemeine Händlersuche
Landkarte PLZ0 PLZ1 PLZ2 PLZ3 PLZ4 PLZ5 PLZ6 PLZ7 PLZ8 PLZ9

Klicken Sie auf Ihre PLZ oder wählen Sie ein Land

Händler des Tages