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Topthema: Raumakustik verbessern - Schallabsorber einsetzen
Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: German Physiks HRS 120 - Seite 3 / 5


Die perfekte Welle

Biegewellenwandler


Gemeinsamkeiten gibt es nur im unteren Frequenzbereich, wo der DDD-Wandler wie ein normaler Lautsprecher funktioniert – man spricht gemeinhin von der „kolbenförmigen“ Bewegung. Ebenso wie ein normaler Tiefmitteltöner arbeitet der DDD auf ein (geschlossenes) Gehäuse, das genauso wie immer das untere Übertragungsende bestimmt. Wir befinden uns im Frequenzbereich von ca. 100 – 200 Hz. Hier ist auch die Rundstrahlbedingung erfüllt. Auch jeder konventionelle Lautsprecher strahlt im Bassbereich rund ab (weil die Wellenlängen im Verhältnis zum Membrandurchmesser sehr lang sind). Was ist jetzt beim DDD-Biegewellenwandler anders als bei einem konventionellen Lautsprecher? Der grundsätzliche Aufbau ist ja erst einmal der gleiche. Man kann ja schlecht zu einem Lautsprecher sagen: „Du hast zwar eine Konusmembran, aber ab morgen funktionierst du ganz anders.“ Mit zunehmender Frequenz überlagert sich der kolbenförmigen Bewegung der Membran eine Biegebewegung, daher der Name. Der Konus bläst also die Backen auf, um es anschaulich zu vereinfachen. Dabei regt die Schwingspule eine Biegewelle an, die sich von oben bis zum unteren Membranrand ausbreitet. Die Schallabstrahlung erfolgt dann nicht mehr gebündelt in Richtung der Lautsprecherachse, sondern von der Mantelfläche des Konus weg in den Raum. Die Erforschung dieser Verhältnisse verdanken wir eben dem Herrn Dicks, der Anfang der 80er mit einem ersten Prototypen des DDD-Wandlers daherkam. Dicks – von Haus aus Mathematiker – entwickelte den theoretischen Überbau, der Wandler selbst geht in seiner Urform auf den amerikanischen Lautsprecher-Querdenker Lincoln Walsh zurück. Unsere Testbox ist mit dem Carbon-Wandler ausgerüstet (es gibt auch eine Version mit Titan-Konus), der über einen Membrankonus aus harzgebundenen Kohlefasermatten verfügt. Die längliche Form mit dem sehr spitzen Öffnungswinkel stabilisiert das filigrane Gebilde, das über ganze 0,15 mm Materialstärke verfügt. Die Wandstärke nimmt zur großen Konusöffnung hin noch ab, was genauso wichtig für die Funktion ist wie der Konuswinkel, weil beides die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Biegewellen steuert. Von dieser wiederum hängt die Ankopplung der Schwingungen an die Luft und damit der Abstrahlwinkel und die Schallausbeute ab. Die Umsetzung der Schwingspulenbewegung in Biegewellen funktioniert so gut, dass der Wandler ein kontinuierliches Spektrum annähernd kugelförmig abstrahlen kann – genau wie eingangs gefordert. Als höchst angenehmer Nebeneffekt fehlen die Resonanzausbrüche konventioneller Konusmembranen weitgehend, da der Biegewellenwandler die Energie kanalisieren und konstruktiv als Schall abgeben kann. Auf diese Weise fällt das limitierende Element weg, das einen normalen Konus davon abhält, bis in den Hochtonbereich zu spielen. Der Dicks-Wandler tut dies, wie auch unsere Messungen zeigen.

Preis: um 15300 Euro

German Physiks HRS 120


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Autor Elmar Michels
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Datum 15.12.2010, 12:46 Uhr