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Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Jamo Concert C 103 - Seite 3 / 3


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Und wenn doch, dann ist das so gut gemacht, dass es mich auch nicht stört. Und nun ab auf ein Paar stabile Ständer mit der 103, die Blechbrücken des Terminals gegen ein simples Stück Draht getauscht, das Lautsprecherkabel (diagonal) angestöpselt und ab geht die wilde Fahrt. Halt. Gemach. Ganz so wild geht’s nämlich gar nicht. Auch nach ordentlich „Weichkneten“ der Jamos ist klar, dass übertriebene Hemdsärmeligkeit ihre Sache nicht ist. Die 103 sind vielmehr hochklassige, aber gesittete Wandler, was bei ihrer angedachten universellen Einsetzbarkeit auch für Heimkinoanwendungen gar kein Wunder ist. Was sie aber können, und auch hier passt die Heimkinotheorie, ist laut. Aber mal so richtig. Bis die Dinger die Flügel strecken, muss der Verstärker ordentlich liefern. Und auch dann nervt‘s nicht – das ist der Vorteil an der etwas zurückhaltenden Gangart der 103. Schauen wir doch mal, was die Box mit einer der zweifellos größten Indie-Rockbands der letzten Jahre in Gestalt von „The National“ anstellt. „Fireproof“ tönt wunderbar geschmeidig und rund aus den Jamos, ich sehe mich genötigt, den Pegl zu erhöhen. Thurston Moores hypnotisches „Speak to the Wild“ pluckert im Bass schön präzise und differenziert, der Raum öffnet sich weit, die an „Fuzz“ nicht eben arme Gitarre klingt großartig, aber nicht dreckig.

Dreckig ist die Sache der großen Textilkalotte nicht, und das ist auch völlig in Ordnung so. Alanis Morissette unterstreicht, dass die Box eine schön variable Stimmwiedergabe beherrscht und unten herum sehr ordentlich hinlangen kann – das ist zweifellos ein richtig guter Lautsprecher. Und das Ziel, überall auf der Welt Anhänger zu finden, wird diese feine Konstruktion zweifellos erreichen.

Fazit

Das ist eine fein konstruierte und gefertigte Box mit echten Nehmerqualitäten und einem fein ausbalancierten, minimal zurückhaltende, tendenziell warmem Charakter. Charakter! Endlich mal!

Preis: um 1500 Euro

Jamo Concert C 103


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Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
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Autor Holger Barske
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Datum 16.04.2015, 09:57 Uhr