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Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Klipsch RP-8000F


Loud and Proud

Lautsprecher Stereo Klipsch RP-8000F im Test, Bild 1
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Voller Stolz präsentieren die Erfinder des Klipschorn die weiterentwickelten Lautsprecher der „Reference-Premiere“-Linie und schicken uns zum ausführlichen Test die mächtigen Standboxen Klipsch RP-8000F. Sie ersetzen die Erfolgsmodelle RP-280F: Was neu ist und ob sich der Kauf lohnt, erfahren Sie auf diesen Seiten.

1946 war es, als Paul Wilbur Klipsch sein legendäres Klipschorn der Öffentlichkeit präsentierte. Mit dem riesigen, gefalteten Hornsystem von damals haben die zum Test geschickten RP-8000F kaum noch etwas gemein. Ein direkter Vergleich verbietet sich natürlich, denn konzeptionell sind die beiden Lautsprecher unterschiedlich gestrickt. Nur noch im Hochtonbereich kommt ein Hornsystem zum Einsatz. Gut, groß sind die Lautsprecher immer noch, aber viel besser aufzustellen als das Eckhorn von damals. Konzentrieren wir uns auf die Tugenden und Eigenschaften der Test-Lautsprecher. Groß und schlank sind sie gewachsen, das großzügige Volumen geschickt kaschierend durch eine tiefe Bauweise. Das und die gelungene Kombination aus schwarz folierten Gehäusen und kupferfarbenen Membranen lässt die beeindruckenden Boxen (B x H x T: 27,7 x 110 x 44,6 cm) recht leichtfüßig erscheinen. Bei entsprechendem Platz in der Wohnung sehen die Klipsch RP-8000F auch in modernen Wohnräumen gut aus und sind echte Hingucker. Zweimal hingucken mussten wir auch beim Preisschild der Klipsch-Flaggschiffe: Mit knapp unter 800 Euro pro Seite sind die großen Lautsprecher ein ausgesprochen attraktives Angebot. 

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Ausstattung und Technik


Seit vielen Jahren setzt Klipsch als Hochtöner sein „Tractrix- Horn“ ein. Für die aktuellen Reference- Premiere-II-Modelle hat der Hersteller die Hochtoneinheit überarbeitet.

Lautsprecher Stereo Klipsch RP-8000F im Test, Bild 2Lautsprecher Stereo Klipsch RP-8000F im Test, Bild 3Lautsprecher Stereo Klipsch RP-8000F im Test, Bild 4Lautsprecher Stereo Klipsch RP-8000F im Test, Bild 5Lautsprecher Stereo Klipsch RP-8000F im Test, Bild 6Lautsprecher Stereo Klipsch RP-8000F im Test, Bild 7Lautsprecher Stereo Klipsch RP-8000F im Test, Bild 8
Der Tweeter mit einzölliger Titankalotte sitzt in einem belüfteten Gehäuse, das die stehenden Wellen hinter der Kalotte reduziert. Die LTS-Technolgie (Linear Travel Suspension) sorgt für eine lineare Hubbewegung der Membran, was sich in niedrigen Verzerrungswerten ausdrückt. Direkt vor der Kalotte sitzt ein am Computer designter Phaseplug aus Kunststoff, der als mechanischer Filter wirkt und den Frequenzgang modelliert. Nebenbei schützt er den Hochtöner vor Schäden. Das angekoppelte 90°x 90°-Tractrix-Horn wurde ebenfalls überarbeitet. Für die gerichtete Schallabstrahlung sorgt nun ein Trichter aus Silikon, der an das eigentliche Kunststoffhorn andockt. Das sieht nicht nur besser aus als das alte Horn der Vorgängerserie, es reduziert sogar nochmals die Hornresonanzen. Im Tiefton nutzt Klipsch das Bassreflexprinzip. Pro Lautsprecher kommen zwei 200-mm- Treiber mit Cerametallic-Membranen zum Einsatz. Die kupferfarbenen Membranen sind recht schwer herzustellen, aber sehr leicht und dabei sehr steif. Angetrieben von kräftigen Magnetsystemen in strömungsgünstigen Stahlblechkörben sind die beiden Basstreiber zu enormer Dynamik fähig. Die beiden Basstreiber mit 170 Millimeter durchmessenden Membranen arbeiten in einem großzügigen Gehäuse mit der Unterstützung des rückseitig eingebauten Bassreflexkanals in Tractrix-Form. Der sorgt für ungehemmte Luftströmung ohne Verzerrungen oder Turbulenzen. Dank ihres hohen Wirkungsgrads (im Mittel: 94 dB@ 2,8 V/1 m) kommen die Klipsch RP-8000F auch mit kleineren Verstärkern bestens zurecht. Die Lautsprecher ruhen auf schlanken Standfüßen aus Aluminiumdruckguss, wobei durch deren Asymmetrie die Lautsprecher leicht geneigt stehen. Leider gibt es keine Höhenverstellung, die das perfekte Ausrichten am Hörplatz ermöglicht, etwa bei unebenen Fußböden. Etwas mehr als 27 Kilogramm schwer sind die Klipsche, deren Gehäuse aus MDF gebaut und mit schön strukturierten Folien beklebt sind. Derzeit ist nur die „Ebony black“ getaufte Gehäusevariante in Deutschland erhältlich. Die Bi- Wiring-/Bi-Amping-Anschlussklemmen sind isoliert und so solide, dass auch große Kabelquerschnitte oder Kabelschuhe kontaktsicher aufgenommen werden. Bananenstecker halten ebenfalls bombensicher in den griffgünstig angebrachten Drehterminals mit 4-mm-Öffnung. Magnetisch haltende Frontgitter auf den mattschwarz schimmernden Schallwänden sorgen für eine recht nüchterne Optik. Uns gefallen die Klipsch RP-8000F ohne Gitter bedeutend besser: Die kupferfarbenen Membranen, die adretten Kupferringe am Horn und den Bässen und die ohne sichtbaren Verschraubungen auf der Front eingebauten Chassis machen optisch einiges her – das passt!

Labor

 
Die Klipsch RP-8000F zeigen sich im Mittel ausgewogen und überzeugen mit einem sehr guten Abstrahlverhalten auch abseits der Hauptachse. Mit im Mittel etwa 94 dB/2,8 V/ 1 m verfügt der Bassreflex-Zweiwegelautsprecher über einen hohen Wirkungsgrad. Bei der Übernahmefrequenz von 1.750 Hertz ist auf Höhe des Hochtöners gemessen ein deutlicher Einbruch zu sehen. Das Ausschwingverhalten ist problemfrei und oberhalb von 600 Hertz absolut vorbildlich. Oberhalb von 200 Hertz sind die Verzerrungswerte sehr niedrig, bei 1.800 Hz guckt die K3-Kurve kurz über die 1-Prozent- Grenze. 

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Klang 


Die mächtigen Standboxen stellen wir in unserem Hörraum mit viel Platz im Rücken und zu den Seitenwänden auf. Ganz klassisch im Stereodreieck und ein wenig eingewinkelt auf unseren Hörplatz rastet das Klangbild perfekt ein. Ohne großen Aufwand beim Aufstellen und auch anspruchslos bei der Auswahl des Verstärkers spielen die Klipsche sehr munter auf. Da wir gerade die Dali-Test-CD Nummer vier im Player liegen haben, die in Dauerschleife als Futter zum eintägigen Einspielen diente, beginnen wir den Hörtest mit „Ain‘t No Sunshine“ von Eva Cassidy in Zimmerlautstärke. Die Klipsch RP-8000F bringt mit ungeheurem Feingefühl, enormer Detailvielfalt und exzellenter Raumabbildung dieses wunderbare Stück zur Geltung. Verblüffend leichtfüßig und lebendig klingen die amerikanischen Lautsprecher, farbenfroh und mit wunderbar reproduzierter Stimme der viel zu früh verstorbenen Interpretin. Jacques Loussier über diese Lautsprecher reproduziert, bereitet ebenfalls nur Freude. Sehr versiert und beschwingt huscht Loussier über die Tasten und interpretiert in seiner ganz eigenen und wunderbaren Art Bachs „Siciliano in G Minor“. Das Instrument ertönt mit viel Körper und ausdrucksstark in all seinen Facetten. Wir spielen Hans Zimmers Piratenstück „Wheel of Fortune“ und geben ordentlich Gas. Beeindruckend wuchtig und großformatig wird der gut bekannte Film score im Hörraum abgebildet. So muss Filmmusik klingen, mit Saft und Kraft und enormer Dynamik. Wie wäre es mit Trommeln? Das überaus faszinierende „Earth Drums“ von He Xun-Tian zieht uns ganz schnell in den Bann. Sehr energetisch, mit ungeheurer Wucht und körperhafter Abbildung der Schlagwerke brennen die RP-8000F ein wahres Effektefeuerwerk im Hörraum ab. Mit „Deeply Disturbed“ von Infected Mushroom und nochmals erhöhter Lautstärke legen die Klipsch dann endgültig los, als ob es kein Morgen mehr gäbe. So druckvoll mit sattem Punch, Präzision und Tiefgang agiert kaum ein anderer Lautsprecher dieser Preisklasse – wow!

Fazit

Im Test zeigen sich die Klipsch RP- 8000F als sehr souveräne Lautsprecher, die mit allen musikalischen Genres bestens zurechtkommen und durch ihre lebendige Spielweise für viel Freude und Atmosphäre im Hörraum sorgen. Dass die Standlautsprecher auch sehr, sehr laut können, ohne zu schwächeln, liegt wohl in den Klipsch-Genen. Ein wirklich hervorragender Lautsprecher und ein Highlight ohne Wenn und Aber.

Preis: um 1600 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Klipsch RP-8000F

Spitzenklasse

5.0 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Klang 70% :
Tonale Ausgewogenheit 20%

Abbildungsgenauigkeit 15%

Detailauflösung 15%

Räumlichkeit 10%

Dynamik/Lebendigkeit 10%

Labor 15% :
Frequenzgang 5%

Verzerrung 5%

Pegelfestigkeit 5%

Praxis 15% :
Verarbeitung 5%

Ausstattung 5%

Bedienungsanleitung 5%

Klang 70%

Labor 15%

Praxis 15%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Osiris Audio, Wiesbaden 
Telefon 06122 727600 
Internet www.osirisaudio.de 
Ausstattung
Ausführungen Ebenholz, foliert 
Abmessungen (B x H x T in mm) 277/1095/446 
Gewicht (in kg) 27,2 
Bauart Bassreflex 
Anschluss Bi-Wiring 
Impedanz (in Ohm)
Tiefmitteltöner (Nenndurchmesser/Membrand.) 1 x 200 / 170 mm Cerametallic 
Hochtöner 1 x 25 mm (90x90 Hybrid Tractrix Horn) 
Kurz und knapp:
+ + hoher Wirkungsgrad 
+ + dynamisch und pegelfest 
+ + souveräner Klang in allen Lagen 
- Nein 
Klasse Spitzenklasse 
Preis/Leistung hervorragend 

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Ich freue mich, Ihnen ein ganz sicheres Jahreshighlight zu präsentieren. Voll im Wohnmobiltrend und frisch vom Caravan Salon erreichte und Pioneers neues Camper-Navi AVIC-Z1000DAB zum Test. Zugegeben nicht ganz billig, dafür aber voll ausgestattet mit allem, was den Urlaub im eigenen Wohnmobil vom ersten Meter an entspannt und stressfrei macht. Darüber hinaus haben wir natürlich noch über zwei Dutzend weitere Geräte im Test. Da ist alles dabei, günstige Verstärker und Lautsprecher, bezahlbares High-End, die perfekte Mini-Steuerzentrale mit 9 DSP-Kanälen und natürlich jede Menge Subwoofer. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!
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Die neue "LP" ist da!
Und wie üblich haben wir einen genauen Blick auf neue Dinge geworfen, mit denen der Analogfan das Erlebnis Schallplatte zu etwas Besonderem machen kann. Wir hätten unter Anderem drei potente Phonovorstufen in verschiedenen Preisklassen im Angebot, zwei sehr besondere Lautsprecher und einen feinen, erfreulich bezahlbaren Plattenspieler aus Italien. Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre!
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Thomas Schmidt - Ressort Hifi
Thomas Schmidt
Ressort Hifi
Hifi Test TV HiFi 6/2021

Es geht wieder in Richtung Herbst und Winter - wegen der doch eingeschränkten Möglichkeiten, sich draußen zu betätigen, die Hauptsaison der gemütlichen Musik- und Filmabende in den eigenen vier Wänden.
A propos Wände: In dieser Ausgabe finden Sie eine Reportage über die Zukunft des Lautsprechers als Begleiter des täglichen Lebens, nämlich unsichtbar in der Wand eingelassen, versteckt hinter der Tapete oder sogar Putz!
Aber auch die klassischen Hifi-Themen kommen nicht zu kurz: So haben wir die PS-Audio-Stellar M1200 Endstufen getestet, mit deren Leistung von über 1000 Watt pro Kanal dynamisch keine Wünsche mehr offen bleiben.
Viel Spaß beim Lesen!
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Interessante Links:
  • www.hausgeraete-test.de
  • www.heimwerker-test.de
  • hifitest.de/shop/
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