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Topthema: Raumakustik verbessern - Schallabsorber einsetzen
Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Nubert nuVero 14 - Seite 3 / 4


Meisterstück

lf möglichen Konfigurationen austoben. Da haben neben dem Geschmack des Hörers natürlich auch der Raum und die Elektronik noch ein Wörtchen mitzureden. Damit die insgesamt sieben Chassis pro Seite ihren Aufgaben ungestört nachgehen können, sitzen sie in einem äußerst massiv gebauten Holzgehäuse mit über 50 Kilogramm Lebendgewicht. Die Schallwand in Metalliclack ist sowohl baulich als auch farblich vom Nextel-beschichteten Korpus abgesetzt. Drei Doppelton-Farbvarianten sind zu haben: Anthrazit, Perlweiß und das bräunliche Mocca, in dem diese Box zum Test kam. Auch im Hörraum wurde der hohe Grad an technischer Perfektion schnell deutlich. Typisch für moderne Chassiskonstruktionen arbeiten die Treiber bis zu höchsten Auslenkungen sehr linear und wahren über den gesamten Lautstärkebereich die klangliche Contenance. Möglich machen das moderne Analysemethoden, die den Entwickler per aufwendiger Computersimulation und Messungen per Laserstrahl tief in das Chassis blicken lassen und Meriten ans Tageslicht bringen, die zu früheren Zeiten für immer verborgen geblieben wären. Gerade die Analyse des dynamischen Verhaltens hat die Chassisentwickler einen großen Schritt nach vorne machen lassen. Eines hat jedoch auch Günther Nubert in 35 Jahren nicht vergessen: Musik ist Leidenschaft. Technik hin oder her, im Endeffekt geht es darum, dass das Musikhören Spaß macht. Und ich kann – ganz vorsichtig formuliert – bescheinigen, dass dem bei der nuVero 14 so ist. Wenn ich sie in wenigen Worten klanglich umreißen müsste, dann würde ich sie unumwunden die kleine Schwester einer Focal Grande Utopia nennen. Natürlich passend herunterskaliert, aber trotzdem. Die Nubert besitzt eine mit der Focal vergleichbare ... nun, nennen wir es mal „Lockerheit bei Großereignissen“, die beeindruckt. Nach dem Einspielen sprüht die „14“ die Klänge dermaßen befreit in den Hörraum, dass es die reinste Freude ist. Dabei sendet die D‘Appolito-Anordnung gerade den Mittelton so konzentriert zum Hörer, dass er sich wie in einem gigantischen Kopfhörer wähnt. Tonal ist je nach Schalterstellung von unbeirrbar neutral bis äußerst spektakulär alles drin, auch in ihrer „liebsten“ Variante reißt die nuVero 14 aber schon problemlos die Wände ein. Ich könnte mich nicht erinnern, jemals eine Box gehört zu haben, die man bis zu ihrem natürlichen Limit so kontrolliert ausfahren kann. Und ich tat es gern, denn sie hatte am enthusiastischen Rechtsdreh am Lautstärkeregler fast noch mehr Spaß als ich. Und wie ich so in abartigen Pegeln vor mich hin badete, bemerkte ich, dass die tiefen Bassläufe auf AIRs „10.000 Hz Legend“ bei mir für eine leichte Atemnot sorgen ... wie bitte? Atemnot? Erst dachte ich, ich hätte mich getäuscht. Gezielte Tests bestätigten mir allerdings, dass das Tieftonoktett der „14“, gefüttert mit dem passenden Musikmaterial und ordentlich Leistung einen abartigen Druck in unserem gewiss nicht kleinen Hörraum erzeugen konnte. Wobei „Druck“ eigentlich das falsche Wort ist, denn die Nubert präsentiert ihren Tiefton eher unterschwellig – immer präsent und mächtig, aber irgendwie doch perfide hintenrum. Ich sag‘s mal so: Vorne spielt ganz normal die Musik, und dann zieht‘s einem plötzlich die Luft aus den Lungen. Wer wider Erwarten doch noch mehr braucht (soll ja vorkommen ...), greift zum Bassmodul ATM-14, welches zwischen Vor- und Endverstärker eingeschleift wird, im Bass auf Wunsch noch mal nachlegt und auch im Mittelhochton nochmaligen Eingriff erlaubt. Für notwendig halte ich das allerdings nur in Ausnahmefällen, denn was die nu

Preis: um 3880 Euro

Nubert nuVero 14


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