Kategorie: Lautsprecherbausätze

Einzeltest: Lautsprechershop Strassacker Felis


Designmonitor mit Edel-Bändchen

Lautsprecherbausätze Lautsprechershop Strassacker Felis im Test, Bild 1
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Monitorlautsprecher müssen nicht unbedingt aussehen wie profane Arbeitsgeräte. Dass man kompetente und praxistaugliche Technik mit einem attraktiven Aussehen kombinieren kann, zeigt uns der Lautsprechershop mit seiner Felis

Seit unserer äußerst gelungenen Kleinbox „Melua“ aus dem Jahr 2007 und der „Preziosa“ von 2015 sind wir bei der Klang+Ton Fans von kompakten Lautsprechern mit großen Bändchenhochtönern. Irgend etwas passt einfach bei der Kombination eines recht kleinen Tiefmitteltöners und eines im Gegensatz dazu großen Bändchens, das tief getrennt werden kann. Jetzt also der Beitrag des Lautsprechershops zum Thema in Form der Felis.  


Technik


Oberhalb der Bassabteilung arbeiten zwei 15-Zentimeter-Wavecor-Treiber aus der Exclusive-Serie mit Phase-Plug. Auch der WF152CU13 hat eine Glasfasermembran und einen Phase-Plug, der das Abstrahlverhalten des Treibers optimiert.

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Wie alle Treiber der Wavecor Exclusive Reihe besitzt er optimale Parameter für den Bassreflexeinsatz und wegen der noch recht kleinen Membran einen Frequenzgang, der ihn zu Trennfrequenzen bis etwa 3 Kilohertz befähigt. Klirr und Resonanzen spielen keine Rolle. Beim Hochtöner in der Felis handelt es sich um das Modell Ribbon Neo CD 2.0, dessen ganze 120 x 8 Millimeter großes Bändchen aus einem relativ widerstandsfähigen Kompositmaterial mit einer Dicke von 0,02 Millimetern besteht. Immerhin ist es bis etwa 2000 Hertz einsetzbar und damit weitaus universeller als kleinere Hochtöner gleicher Bauart, die an größere Mitteltöner fast gar nicht mehr sinnvoll anzukoppeln sind. Dennoch – etwas Schutz muss man auch dem großen Bändchen in Form einer steilen Trennung angedeihen lassen. Das Magnetsystem ist in Neodym ausgeführt, ein Übertrager bringt die extrem niedrige Impedanz des Bändchens auf ein verstärkerfreundliches Niveau. Der Kennschalldruck liegt bei über 90 Dezibel an 2,83 Volt – damit kann man selbst bei einem sehr lauten Tiefmitteltöner hervorragend leben.  

Gehäuse


Die 41 Zentimeter hohe und 21 Zentimeter breite Felis hat konstruktiv gesehen kein besonders aufwendiges Gehäuse bekommen – lediglich das Finish lotet die Grenzen des Selbstbaus aus oder geht genau genommen sogar darüber hinaus, denn ich bezweifle, dass die matte Lackoberfläche sich in dieser Qualität mit Hausmitteln reproduzieren lässt. Mit den entsprechenden Räumlichkeiten und genügend Übung ist es aber machbar und ich finde es immer ganz gut, wenn wir in der Klang+Ton auch Lautsprecher präsentieren, die unsere eigenen „Rohbaukisten“ optisch überflügeln. Abgesehen von der Oberfläche ist die Felis an sich eine einfache Box ohne Finessen wir aufwendige Versteifungen. Zwei Besonderheit gibt es aber dennoch: Zum einen ist das Reflexrohr an die Oberseite der Box gewandert, weil es für die handelsübliche horizontale Bauweise einfach zu lang ist. Zum anderen wurden die beiden Chassis mit einer eingesetzten Frontblende kaschiert, so dass sie optisch kleiner werden, was der Box ein sehr professionelles Aussehen verleiht. Man könnte beim Nachbau Korpus und Blende in unterschiedlichen Farbtönen ausführen, was ebenfalls sehr reizvoll aussehen kann.  


Frequenzweiche


Der Tiefmitteltöner hat ein Filter zweiter Ordnung bekommen, das ihn bei etwa zwei Kilohertz aus dem Rennen nimmt. Dazu gibt es parallel zum Treiber einen Saugkreis, der den Mitteltonbereich linearisiert. Vor dem Hochtöner gibt es sogar ein Filter dritter Ordnung, das die niedrige Trennfrequenz erst möglich macht, indem es das empfindliche Bändchen vor zu hohen Auslenkungen im unteren Einsatzbereich schützt. Ein Spannungsteiler bringt den zu hohen Pegel des Neo 2.0 auf den Level des Tieftöners. Der Vor widerstand des Spannungsteilers wird mit einem kleinen Kondensator gebrückt, um den obersten Hochtonbereich noch etwas anzuheben. Der optionale Saugkreis linearisiert die Impedanz-Erhöhung um die Trennfrequenz.  

Messwerte


Nahe an der Perfektion ist der Frequenzgang der eleganten Felis: Von einer unteren Grenzfrequenz von unter 50 Hertz im Freifeld bis an die 30-Kilohertz- Marke erstreckt sich der Einsatzbereich des kleinen Monitors. Die Verkleidung der Chassis kann man um 1,5 Kilohertz und im obersten Hochtonbereich erkennen: Hier sind leichte Nichtlinearitäten zu sehen, die sich aber klanglich nicht auswirken. Das horizontale Rundstrahlverhalten des Bändchens ist atemberaubend: Sogar bei 45 Grad Messwinkel gibt es über 20 Kilohertz keinen Pegelverlust. Und auch die Klirrmessungen zeigen, dass die Felis über ihr Außenmaß deutlich hinauswächst: Bei 85 Dezibel Nennpegel gibt es gar keinen Klirr, bei 95 Dezibel steigt lediglich der k2 sanft an, was aber hier noch keinen Anlass zu Besorgnis gibt. Das Wasserfalldiagramm zeigt die bei kleinen Boxen üblichen Minimal-Resonanzen im Mitteltonbereich, die als Artefakte aus dem Reflexrohr nach außen dringen – 25 Dezibel unter dem Normpegel und damit komplett undramatisch. Ansonsten: Schnelles Ausklingen und keine schädlichen Resonanzen. Der Impedanzverlauf liegt komplett bei 8 Ohm und darüber – die optionale Korrektur linearisiert den Verlauf ab 2 Kilohertz.  


Klang


Wie gesagt: Ich mag kleine Boxen mit großen Bändchen. Und die Felis gibt mir jede Menge Argumente, sie zu mögen. Der schon im Freifeld tief gemessene Bass geht im Hörraum noch einmal ein ganzes Stück tiefer: Auch dynamische Tieftonattacken fängt der 15-Zentimeter-Wavecor optimal ab und setzt sie souverän um. Bis in den Mitteltonbereich hinein agiert das Chassis extrem linear und ausgewogen und dabei auch feindynamisch absolut auf den Punkt. Der Übergang zum Bändchenhochtöner ist absolut unauffällig und nahtlos. Dieser spielt mit einer absoluten Leichtigkeit und Dynamik, wie sie nur dieser Chassistyp umzusetzen in der Lage ist. Die räumliche Abbildung ist extrem präzise – vor allem bei einem gut aufgenommenen Orchester macht es richtig Spaß, die Konzertsaalatmosphäre in sich aufzusaugen. Und wenn es bei Rock und Pop dann mal ein bisschen ruppiger zur Sache geht, macht die Felis das ebenfalls mit.   

Zusammenbau


Der Aufbau beginnt auf einer der Seitenwände. Nacheinander werden Deckel, Rück-wand und Boden aufgeleimt. Dann wird die zweite Seitenwand angeklebt. Anschließend setzt man die Schallwand auf. Dann werden die Fräsungen für den Korbrand und die Chassisausschnitte ange-bracht und die Löcher für das Reflexrohr und das Terminal gesetzt. Die Weiche kann an der Rückwand oder am Boden der Box untergebracht werden – wobei ein Biwiring-Terminal auch eine externe Weiche erlaubt. Mit dem Bondum 800 werden die Innenwände der Box verkleidet, das Sonofil liegt unter dem Tiefmitteltöner und an der Rückwand. Zuletzt können die Chassis angeschlossen und montiert werden, bevor die optionale Blende eingesetzt wird.  

Zubehör


Bassreflexrohr: HP50, 50 x 143 mm, schwarz
Dammflies: MT Bondum 800 (30 x 50 x 2 cm)
Dammmaterial: Sonofil Polklemmen: PK28 I, ein Paar, vergoldet, rot+schwarz
Lautsprecherkabel: 2 x 1,5 mm2 Schwarz/Rot
Pan-Schrauben: 3,5 x 17 schwarz, Torx, 4 Stuck
Pan-Schrauben: 4 x 20 schwarz, Torx, 4 Stuck

Lieferant: Lautsprechershop, Karlsruhe    

Holzliste


Material: 25 mm MDF

1 x 41,0 x 21,0 cm Front

Material: 19 mm MDF

1 x 37,2 x 17,2 cm Rückwand
2 x 41,0 x 22 cm Seitenwände
2 x 17,2 x 22 cm Deckel, Boden   


Fazit

Die Felis ist ein sehr eleganter Lautsprecher, der auch akustisch alles mitmacht, was man ihm vorsetzt und das auf höchstem Niveau

Lautsprecherbausätze

Lautsprechershop Strassacker Felis


09/2021 - Thomas Schmidt

Ausstattung & technische Daten 
Technische Daten Audaphon Neo CD 2.0 
Hersteller: Audaphon 
Bezugsquelle Strassacker, Karlsruhe 
Unverb. Stückpreis 168 Euro 
Chassisparameter K+T-Messung
Z (in Ohm):
Fs (in Hz) 625 
Re (in Ohm) 0,27 
Rms (in Kg/s)
Qms
Qes Nein 
Qts Nein 
Cms (in mm/N)
Mms (in gr)
BxL (in Tm) Nein 
VAS (in Liter)
LE (in mH) 0,025 
SD (in cm²)
Ausstattung
Frontplatte Aluminium 
Bändchen Aluminium-Komposit 
Sicke: Nein 
Schwingspulenträger: Nein 
Schwingspule (in mm): Nein 
Xmax absolut: Nein 
Magnetsystem: Neodym 
Polkernbohrung: entfällt 
Sonstiges: Nein 
Technische Daten
Chassishersteller : Wavecor, Audaphon 
Vertrieb: Lautsprechershop Strassacker 
Internet www.lautsprechershop.de 
Konstruktion: Daniel Gattig, Dennis Frank 
Funktionsprinzip: Bassreflex 
Bestückung: 1x Audaphon Ribbon Neo 2.0 1x Wavecor WF152CU13 
Nennimpedanz (in Ohm): 8 Ohm 
Kennschalldruckpegel 2,83 V/1m: 83 dB 
B x H x T (in cm) 21/41/24.5 
Kosten pro Stück: 422 Euro 458 Euro (High-End-Variante) 12,20 Euro (Impedanzkorrektur) 
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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 30.09.2021, 13:43 Uhr
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