Kategorie: Lautsprecherbausätze

Einzeltest: Lautsprechershop Strassacker Little King


High-Tech-Box, aktiv oder passiv

Lautsprecherbausätze Lautsprechershop Strassacker Little King im Test, Bild 1
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Auch, wenn die Box „Little King“ heißt: So wirklich klein ist sie nicht, zumindest nicht absolut gesehen. Aber angesichts der eingebauten Technik kann man sie dann doch als ziemlich kompakt bezeichnen.

Das Besondere an der Little King: Man kann sie als Aktivlautsprecher (unsere Testbox) und als Passivlautsprecher aufbauen. Und dass beide Varianten gleichermaßen gut funktionieren, grenzt schon fast an ein Wunder. 

Technik


Insgesamt 4 Chassis, verteilt auf drei Wege arbeiten in der mittelkompakten Box. Und die beiden Subwoofertreiber, die für die ganz tiefen Töne zuständig sind, können mit 28 Zentimetern Nenndurchmesser schon als „ordentliche Kaliber“ gelten. Nun kann man sich gut vorstellen, dass auch in einem kleinen Volumen zwei große Subwoofer mit entsprechender elektronischer Entzerrung tief herunterkommen, aber passiv? Geht – wenn man den richtigen Treiber hat: Der Wavecor SW280WA01 ist ein echter Spezialist für die ganz tiefen Töne aus moderaten Volumina, wie schon unser Flachsubwoofer „Deep Eleven“ in Ausgabe 3/2019 sehr deutlich gezeigt hat: Rund 20 Liter Nettovolumen reichen ihm für eine lineare Weitergabe bis unter 40 Hertz. Ansonsten zeigt sich das extrem stabil und belastbar gebaute Chassis als echter Tieftonspezialist: Flach ist die Membran, flach die Bauweise mit unter 10 Zentimetern Bautiefe.

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Den Mitteltonpart übernimmt der Seat Excel W18EX001, eines der klassischen Magnesium-Konus-Chassis des norwegischen Herstellers mit dem charakteristischen Kupfer-Phaseplug. Die extrem leichte und steife Magnesiummembran arbeitet in ihrem Einsatzbereich sehr linear und verzerrungsarm, zollt dem aber in höheren Frequenzbereichen Tribut in Form kräftiger Resonanzen. Hier ist etwas Feingefühl beim Filtern gefragt. Der AMT1i, der schon in der „Ranelva“ als Hochtöner fungiert, kommt auch hier zum Einsatz, ganz einfach, weil er in Sachen AMT schon ein echter Klassiker ist, der seinen Einsatzbereich ohne Fehl und Tadel bearbeitet. Der bei Mundorf gebaute Audaphon AMT1i Air Motion Transformer hat ja schon in zahlreichen Projekten einen stets positiven Eindruck hinterlassen. Er ist elektrisch komplett unkritisch, enorm breitbandig und mit einer seiner Gattung eigenen Dynamik versehen. Die massive Alufront mit dezent auflackiertem Audaphon-Logo sieht sehr schick aus, die Membran wird von feinem Stoff vor eindringendem Schmutz geschützt. Um die bauartbedingte Dipolcharakteristik kümmert sich ein fest angebrachtes rückseitiges Volumen, welches über seine perfekt angepasste Bedämpfung einen sauberen Abschluss nach hinten bietet, so dass sich der 1i wie eine handelsübliche Kalotte einbauen und beschalten lässt. Ab gut 2 kHz bietet- der Audaphon seinen vollen Le:Pegel von kräftigen 95 dB (2,83 V/1 m) an und hält diesen problemlos bis zur Hörgrenze. Unter Winkel fallen die Kurven sanft und harmonisch ab. Weil es keine Schwingspule gibt, fehlen der Impedanzanstieg genau so wie das Masse-Feder- Impedanzmaximum. Fs ist bei 1,2 kHz gerade zu erahnen. Klirr ist dem 1i AMT typisch absolut fremd, auch bei 95 dB ist von K2 bis weit unter 1 kHz kaum etwas zu sehen, K3 verharrt weiterhin an der Messgrenze. Der Wasserfall zeigt wenige sehr kleine und damit harmlose Störungen. Natürlich hat der AMT 1i seinen Preis, dafür bekommt man allerdings auch einen exzellent verarbeiteten und messtechnisch hervorragenden Hochtöner für Edelprojekte aller Art. 

Gehäuse


Das Gehäuse ist angesichts des technischen Aufwands eher schlicht gehalten: Die Mittelhochtoneinheit und das Aktivmodul sitzen in je einem eigenen Gehäuseabteil. Mitteltöner und Hochtöner strahlen nach vorn ab, die Subwoofer zu beiden Seiten. Ansonsten gibt es noch zwei Versteifungen – das wars. Die Bedämpfung für das Bassgehäuse kann recht sparsam ausfallen, denn hier werden tatsächlich nur die tiefsten Töne erzeugt, während der Mitteltöner in seinem Gehäuse sorgfältig mit Sonofil beruhigt werden will. 

Frequenzweiche


Hier hat der geneigte Nachbauer die Qual der Wahl: Aktiv oder passiv. Zur aktiven Version ist alles schnell gesagt: Das passende Hypex-Modul FA253 mit DSP und drei Endstufen wird in eine eigene Kammer eingebaut und versorgt alle Treiber mit den Signalen der DSP-Weiche. Das hat neben dem gesparten Aufwand bei den Lötarbeiten noch den Vorteil, dass man sich die Box je nach Gusto abstimmen und an den Raum anpassen kann. Aber es soll ja auch Leute geben, die viel Aufwand und Geld in ihre Verstärker gesteckt haben und die sollen ja auch nicht zu kurz kommen. Die Frequenzweiche der passiven Little King ist recht aufwendig geworden: Während die Tieftöner noch mit einem Filter zweiter Ordnung auskommen, muss der Mitteltöner doch etwas aufwendiger beschaltet werden, klar: hier gilt es ja auch einen Bandpass zwischen den Subwoofern und dem AMT zu realisieren. Dennoch ist die Beschaltung nicht ausufernd üppig geraten: Je ein Filter zweiter Ordnung, ein Saugkreis zur Bedämpfung der Membranresonanz und ein Vor widerstand zur Pegelanpassung regeln die Angelegenheit. Der AMT1i bekommt seine „Standardbeschaltung“: Ein Filter zweiter Ordnung, dazu einen Spannungsteiler mit Brückenkondensator zur Pegelan passung im Superhochton. 

Messungen


Die nachstehenden Zeilen beziehen sich auf die aktive Version der Little King, die wir zum Test bekommen haben. Die Abstimmung der passiven Version liegt dabei zwischen der Variante 1 und 3 der aktiven Version, also keine ultratiefe Entzerrung im Bass, aber linear und immer noch mit ordentlich Tiefgang und Pegel. Hier also erst einmal die drei vorprogrammierten Abstimmungen: Blau ist die so genannte Hifi -Variante mit einer sehr tief reichenden Basswiedergabe, die schon im Freifeld 30 Hertz erreicht. Die graue Version ist die so genannte britische Abstimmung mit kräftigerem und nach wie vor tiefem Bass und fallendem Pegel zum Hochton hin. Die rote Kurve zeigt die „Partyabstimmung“ mit etwas weniger Tiefbass, dafür mehr Kickbass und als Nebenprodukt eine gesteigerte Belastbarkeit der Box. Unseren üblichen Messungen beziehen sich auf die Hifi -Version. Hier zeigt sich die vom Lautsprechershop gewohnte hohe Linearität im Frequenzgangverlauf. Die leichte Senke ist der hier sehr tiefen Trennung zwischen Mittel- und Tieftönern geschuldet. Zwischen 2 und 4 Kilohertz gibt es eine leichte Unregelmäßigkeit auf Achse, die durch die Schallwandkanten verursacht, unter Winkeln aber ausgeglichen wird, so dass sie unhörbar bleibt. Der Hochtöner zeigt sein gewohnt gutes Rundstrahlverhalten. Im Wasserfall sehen wir kleine Welligkeiten mit leichten Nachschwingern, die vor allem im sehr schmalen Mitteltongehäuse entstehen. Beeindruckend sind die Klirrmessungen, die den Wert echter Tieftonspezialisten zeigen: Selbst bei 95 Dezibel geht sogar k2 bei 50 Hertz nicht weit über 3 Prozent – das ist schon richtig gut! Alle anderen Klirrwerte bleiben auch im grünen Bereich. 

Klang


Und so gut wie sich die Little King misst, so gut hört sie sich an – in allen drei Varianten, von denen man sich selbst ja noch viel mehr programmieren kann, aber das Hypex-Modul ist eben auf drei Presets limitiert, die man sich im Schnellzugriff abrufen kann. In der Hifi -Abstimmung sorgt die kompakte Box schon für ultratiefe und rabenschwarze Bässe wie wir sie sonst nur von weitaus größeren Konstruktionen kennen. Die beiden Wavecors sind schon in dem kleinen Gehäuse eine Macht für sich und machen jeden Subwoofer absolut überflüssig, außer, man möchte das Gebäude einreißen. Der Seas Excel und der AMT machen im Mittel-Hochtonbereich  einen fantastischen Job und spielen so präzise und neutral, wie man sich das nur wünschen kann. Wem dieses fast schon analytische Gebaren zu viel ist, schaltet ganz schnell auf die britische Abstimmung und badet in einem warmen Wohlklang, der tatsächlich an so manchen Lautsprecher-Klassiker von Kef und Konsorten erinnert. Und mit der Partyabstimmung knackt und knallt es so richtig aus den Boxen – eine fantastische Wahl für laute, und ich meine: LAUTE Rockmusik.  


Aufbauanleitung


Der Aufbau erfolgt auf einer liegenden Seitenwand, auf der nacheinander Deckel, Rückwand und Boden, sowie die Teiler und Versteifungen aufgeleimt werden. Danach wird die zweite Seitenwand aufgeklebt und die Box mit der Schallwand verschlossen. Die Chassis werden in die Schallwand eingefräst, danach werden die Locher für Treiber, Reflexrohr und Terminal angebracht. Die Wände um den Tieftöner herum werden mit Bondum beklebt, das Sonofil wird im Bassgehause verteilt. Die Weiche findet Platz auf der Rückwand, das optionale Aktivmodul in einer Kammer hinten in der Box. 

Holzliste


Material: 19 mm MDF

2x 600 x 250 mm (Front gedoppelt)
2x 600 x 362 mm (Seitenwände)
1x 562 x 212 mm (Rückwand))
2x 362 x 212 mm (Deckel, Boden)
2x 212 x 100 mm (Versteifung)
1x 212 x 69 mm (MT-Gehäuse)
1x 212 x 190 mm (MT-Gehäuse)
1x 212 x 55 mm (Hypex-Gehäuse)
212 x 352 mm (Hypex-Gehäuse) 


Zubehör pro Box


 Dammmatten Bondum 800
 Dammmaterial Sonofil
 Polklemmen
 Lautsprecherkabel 2 x 1,5 mm2
 Schrauben


Lieferant: Lautsprechershop


Fazit

Das Beste aus ganz vielen Welten: Die Little King ist vor allem in ihrer aktiven Version ein Lautsprecher, der musikalisch keine Grenzen kennt und alles auf höchsten Niveau spielt

Preis: um 2276 Euro

Lautsprecherbausätze

Lautsprechershop Strassacker Little King


07/2021 - Thomas Schmidt

Ausstattung & technische Daten 
Technische Daten
Chassishersteller : Wavecor, Seas Excel, Audaphon 
Vertrieb: Lautsprechershop Strassacker 
Internet www.lautsprechershop.de/hifi/little_king.htm 
Konstruktion: Daniel Gattig, Dennis Frank 
Funktionsprinzip: Basseflex 
Bestückung: 1x Audaphon AMT1i 1x Seas Excel W18EX001 2x Wavecor SW280WA01 
Nennimpedanz (in Ohm): 8 Ohm (Passivversion) 
Kennschalldruckpegel 2,83 V/1m: 85dB 
B x H x T (in cm) 25/60/40 
Kosten pro Stück: 1839 Euro 1960 Euro (High End Weiche) 10,50 Euro (Impedanzkorrektur) 2276 Euro (Aktivversion-Testbox) 
Technische Daten Audaphon AMT 1i 
Hersteller: Audaphon 
Bezugsquelle Lautsprechershop Strassacker, Karlsruhe 
Unverb. Paarpreis 491 Euro 
Chassisparameter K+T-Messung
Z (in Ohm):
Z 1kHz (in Ohm): Nein 
Z 10kHz (in Ohm): Nein 
Fs (in Hz) ca. 1200 Hz 
Re (in Ohm) 7.61 
Rms (in Kg/s) Nein 
Qms Nein 
Qes Nein 
Qts Nein 
Cms (in mm/N) Nein 
Mms (in gr) Nein 
BxL (in Tm) Nein 
VAS (in Liter) Nein 
LE (in mH) 0,01 mH 
SD (in cm²) Nein 
Ausstattung
Korb: Aludruckguss, eloxiert 
Membran: Kunststofffolie 
Dustcap: Nein 
Sicke: Nein 
Schwingspulenträger: Nein 
Schwingspule (in mm): Nein 
Xmax absolut: Nein 
Magnetsystem: Neodym 
Polkernbohrung: Nein 
Sonstiges: rückseitig geschlossen 
Technische Daten Wavecor SW280WA01 
Hersteller: Wavecor 
Bezugsquelle Lautsprechershop Strassacker, Karlsruhe 
Unverb. Stückpreis 350 Euro 
Chassisparameter K+T-Messung
Z (in Ohm):
Z 1kHz (in Ohm): 9,5 
Z 10kHz (in Ohm): 35 
Fs (in Hz) 26.2 
Re (in Ohm) 3,32 
Rms (in Kg/s) 3.94 
Qms 5.58 
Qes 0,38 
Qts 0,35 
Cms (in mm/N) 1.21 
Mms (in gr) 22.8 
BxL (in Tm) 5,65 
VAS (in Liter) 42.2 
LE (in mH) 1,02 
SD (in cm²) 330 
Ausstattung
Korb: Aludruckguss 
Membran: Sandwich 
Dustcap: Nein 
Sicke: Gummi 
Schwingspulenträger: Glasfaser 
Schwingspule (in mm): 38 mm 
Xmax absolut: 12 mm 
Magnetsystem: Nein 
Polkernbohrung: ja 
Sonstiges: Nein 
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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 29.07.2021, 09:55 Uhr
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