Kategorie: Minianlagen

Einzeltest: Peachtree musicBox


Hochmusikalisch

Minianlagen Peachtree musicBox im Test, Bild 1
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Sind Sie auch fleißiger Sammler von Musikdateien auf ihrem Mac oder PC? Es ist ja auch sehr bequem, sich beim Arbeiten am Rechner von den eigenen Playlisten unterhalten zu lassen. Zu schade nur, dass die meisten PC-Schreibtischlösungen von minderer Qualität sind. Kann Peachtree für Abhilfe sorgen?

Zum fairen Preis offeriert Peachtree sein jüngstes Produkt „musicBox“, das mit hochwertigem D/A-Wandler und Röhrenvorstufe in erster Linie für den Einsatz am Computer gedacht ist. Aber nicht nur da verspricht uns Peachtree guten Klang. Wie schon beim großen Bruder iDecco werden die Musiksignale aus Apples iPods digital ausgelesen. Die Aufbereitung der Daten erfolgt dann in der musicBox von einem hochwertigen Digital/Analog- Wandler. Aus dem DAC heraus gelangen die Signale nun zur Röhrenvorstufe, die dann im Pegel verstärkt zur MOSFET-Endstufe weitergereicht werden.

Minianlagen Peachtree musicBox im Test, Bild 2Minianlagen Peachtree musicBox im Test, Bild 3Minianlagen Peachtree musicBox im Test, Bild 4Minianlagen Peachtree musicBox im Test, Bild 5
Die kleine musicBox leistet immerhin 25 Watt pro Kanal – dies sollte für eine adäquate Beschallung des PC-Arbeitsplatzes mehr als ausreichen!

Ausstattung


Das etwa 1.000 Euro teure Tischgerät gefällt durch seinen Retro-Charme, der nicht nur von der hinter Glas sichtbaren Röhre herrührt. Die großzügig abgerundeten Seiten des kleinen Verstärkers verstärken diesen Eindruck noch. Fünf runde Drucktaster auf der silberfarbenen Frontplatte dienen zur Anwahl der Quellen, ein gleichgroßer sechster schaltet das Gerät ein oder aus. Zum Steuern der Lautstärke dient ein großer, griffiger Drehregler – ganz wie in der guten alten Zeit. Auf der Front sitzt noch ein 6,3-mm- Klinkeingang, an den ein Kopfhörer angeschlossen werden kann. Wie schon erwähnt, versteht sich der kleine Peachtree auch mit den Playern von Apple. Laut Handbuch sind dies die iPods touch, classic und nano. In unserem Praxistest harmonierte die musicBox aber auch problemlos mit den iPhones der dritten und vierten Generation. Das dazugehörige Dock sitzt wie bei Geräten dieser Produktkategorie üblich auf der Gehäuseoberseite. Zum sicheren Einsatz eines Apple-Players sollte die zum iPod passende Schale eingebaut werden. Die Rückseite der musicBox bietet vier isolierte Drehklemmen an, die Lautsprecherkabel aufnehmen oder alternativ Bananenstecker fassen. An den Pre-out-Ausgang kann, falls doch einmal der Wunsch nach mehr Leistung aufkommen sollte, ein externer Verstärker angeschlossen werden. Alternativ darf hier auch ein aktiver Subwoofer angeschlossen werden. Ein Pärchen Cinch-Eingänge dient zum Anschluss analoger Quellgeräte, ausgenommen Plattenspieler. Wer Vinyl hören möchte, benötigt einen zusätzlichen Phono-Vorverstärker. Der Peachtree bietet neben seinen Analogeingängen auch noch drei digitale Anschlüsse an: optisch, koaxial oder USB. Zu guter Letzt besitzt die musicBox einen Video-Komponenten- Ausgang, der die Bild-Signale des iPods an Fernseher weiterleitet. 

Lautsprecher


Zur musicBox gehört ein Pärchen eleganter Lautsprecher, die sich in vertikaler oder horizontaler Position betreiben lassen. Die mitgelieferten Standfüße winkeln die Speaker leicht an, so dass genau die richtige Portion Hochtonenergie am Hörplatz ankommt. In den mB3 getauften Lautsprechern werkeln, hinter stabilen Schutzgittern, je ein 70-mm-Breitbänder mit Bassreflexunterstützung. Optisch passen die Lautsprecher perfekt zur musicBox, da deren Formensprache aufgegriffen wird. Auch an den kleinen mB3-Speakern sitzen ordentliche Lautsprecherterminals, die Bananenstecker oder lose Kabelenden sicher fassen.

Praxis


Unsere kleine Peachtree-Kombination haben wir, dem vorgesehenen Einsatzzweck entsprechend, auf einem Schreibtisch links und rechts neben einem 24-Zoll-Monitor aufgestellt. Die Musik zum Test spielen wir von einem iPhone, iPod und einem Macbook Pro ein. Als Auswahl stehen uns sowohl unkomprimiertes Musikmaterial als auch ein paar Stücke mit hoher Kompression (128 kbit/s) zur Verfügung. Den Anfang machen die stark komprimierten Titel. Und was sollen wir sagen – das klingt gar nicht mal übel! Im Gegenteil, das Trio aus musicBox und mB3 spielt sehr rund und überzeugend. Haben wir wirklich 128-kbit/s-MP3s ausgewählt? Ja tatsächlich – die musicBox scheint nur das Beste aus den Stücken herauszuholen. Mit Losless-Formaten legt das Peachtree-Gespann nochmals deutlich zu, die Musik klingt jetzt erwachsener und selbstverständlicher Auch die räumliche Abbildungsleistung ist noch etwas ausgeprägter. Als Kopfhörerverstärker erledigt die musicBox ihren Job ebenfalls tadellos und überzeugt durch ihr frisches und stabiles Klangbild.

Fazit

Aufstellen, per USB-Kabel den Rechner anschließen und Musik in Reinkultur genießen – das ermöglicht die kleine musicBox von Peachtree in Verbindung mit den mitgelieferten mB3-Lautsprechern. Auch als Dockingstation für den iPod und sogar als Kopfhörerverstärker exzellent.

Preis: um 1000 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Minianlagen

Peachtree musicBox

Spitzenklasse

4.0 von 5 Sternen

05/2011 - Jochen Schmitt

Bewertung 
Klang 40%

Praxis 35%

Ausstattung 25%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Robert Ross Audiophile Produkte. Denkendorf 
Telefon 08466 905030 
Internet www.peachtreeaudio.de 
Messwerte
Abmessungen (B x H x T in mm) 229/118/280 
Abmessung Box (B x H x T in mm) 102/152/203 
Ausstattung:
Ausführung Korpus: schwarz / Front: silber 
Digital-Eingänge: USB, optisch, koaxial 
Fernbedienung Ja 
Besonderheiten Bass-EQ 
Kurz und knapp
+ offener, lebendiger Klang 
+ D/A-Wandler / drei Digitaleingänge 
Klasse Spitzenklasse 
Preis/Leistung sehr gut 
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Jochen Schmitt
Autor Jochen Schmitt
Kontakt E-Mail
Datum 26.05.2011, 12:45 Uhr
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