Kategorie: Minianlagen

Einzeltest: Technics Ottava


Wohltemperiert

Minianlagen Technics Ottava im Test, Bild 1
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Technics bereichert seit letztem Jahr wieder die HiFi-Welt und nimmt seither ordentlich Fahrt auf. Nach der hochpreisigen Referenz-Serie, die zu Recht überall für Furore gesorgt hat, präsentiert die zu Panasonic gehörende Marke jetzt eine All-in-one-Komplettanlage zum äußerst verführerischen Preis. Wir überprüfen die elegante Technics Ottava auf Herz und Nieren.

Mit der kleinen, sehr  fein gestalteten,  Anlage namens SC-C500  .Ottava. will Technics allen musikbegeisterten  Menschen zwischen 20 und 50 Jahren ernsthaftes Equipment zum Hören und Genießen in die  Hand geben. Dazu haben sich die Entwickler  bei Technics einige spannende Sachen einfallen  lassen, mit denen sich die Ottava von anderen  Mini-Anlagen absetzen kann. Die älteren HiFi- Enthusiasten der Zielgruppe werden sich über  das schicke Top-Loader-CD-Laufwerk freuen,  das CDs über einen zur Seite schwenkenden  Deckel aus dickem Plexiglas entgegennimmt.  Die jüngeren Nutzer sehen das wohl als nette  Dreingabe an und begeistern sich eher für die  Audio-Streaming-Fähigkeiten via LAN, Wi-Fi  oder Bluetooth.

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Natürlich spendieren die Technics-Ingenieure ihrem aktuellen Spross digitale  Eingänge in unterschiedlichen Bauformen, um  Musik auch von USB-Sticks, Macs oder PCs  abspielen zu können. Die Dateien dürfen in  komprimierter Form wie MP3 und WMA oder  unkomprimiert als FLAC, WAV, AIFF, ALAC  und sogar DSD vorliegen. Für die elegante  Anlage ist eine kostenfreie App verfügbar, die  Smart-Devices in universelle und vor allem  übersichtliche Fernbedienungen verwandelt.  Dazu ist noch ein  Technics-eigener  Audio- Spieler für Mac- oder Windows-Systeme erhältlich, der ebenfalls ohne zusätzliche Kosten  angeboten wird. 

Die Zentrale: Technics SU-C500

 
In dem sehr klar gezeichneten HiFi-Baustein  sitzt modernste  Technik, wobei sich die Entwickler aus dem hauseigenen Regal bedient  haben. Das ist clever, da sich die Komponenten  zur Jitter-Reduzierung, die sogenannte JENO- Engine, sowie die Phasen- und Impedanzlinearisierung .LAPC. schon bei der Referenz- Serie als elementare Bestandteile guten Klangs  bewährt haben. Nebenbei setzt  Technics auf  einen batteriebetriebenen  Taktgenerator, der  den Klang, vor allem von hoch aufgelösten Audiodateien, noch weiter  nach vorn bringen soll. Der S/PDIF-Eingang auf der Rückseite unterstützt den Anschluss von DVD-Playern oder Ähnlichem und kann  PCM-Signale bis zu 96 kHz/24-bit verarbeiten. Über den frontseitigen  USB-A-Port finden Sticks oder iDevices ihren Zugang. Darauf gespeicherter Inhalt mit bis zu 192 kHz/24 bit wird abgespielt, auch DSD- Dateien mit 2,8 MHz und 5,6 MHz können zu Gehör gebracht werden.  Der USB-B-Zugang auf der Rückseite wandelt PCM-Daten bis 192  kHz/32 bit und spielt im asynchronen Modus DSD-Dateien mit 2,8  MHz und 5,6 MHz ab. Wi-Fi steht im Dual-Band (2,4 GHz und 5 GHz) für AirPlay und Co.  zur Verfügung. Bluetooth in Version 3.0 unterstützt aptX und AAC zur  höchstmöglichen Klangtreue beim kabellosen Streamen von Musik.  Ergänzend zur DLNA- und USB-Wiedergabemöglichkeit wird die  Ottava-Anlage mit einem für Mai 2016 angekündigten Software-Update in der Lage sein, den Internetradiodienst vTuner zu nutzen. Der  Streaming-Dienst Spotify wird in dem Zuge dann ebenfalls in das  System eingebunden. Bis es so weit ist, dürfen sich Ottava-Besitzer  alternativ mit dem Top-Loader vergnügen, der Silberscheiben im 8-  oder 12-cm-Format abspielt. Diese dürfen als CD oder CD-R/RW  (CD-DA, MP3) vorliegen. Der transparente Deckel wird händisch zur  Seite geschwenkt und gibt dann, sanft in die Höhe gleitend, den Weg  zum Laser für CDs frei. Mittig auf der Frontplatte sitzt das dank scharfer Schriftzeichen gut  ablesbare, vierstufig dimmbare Display. Eine Reihe sensorischer Bedientasten erlaubt die grundlegende Steuerung der Anlage direkt am  Gerät. Nett gemacht und für eine tolle Optik im Dunkeln sorgend ist  die .Unterflurbeleuchtung. der Anlage, korrespondierend mit der Illumination des CD-Laufwerks. Die schlanke Fernbedienung ist übersichtlich gestaltet und dank logisch angeordneter und gut ablesbarer Tasten bestens zu händeln.  

Die Lautsprecher: Technics SB-CT500  


Auf einer Grundfläche von gerade  einmal je elf mal elf Zentimetern finden die beiden schlanken Lautsprecher des Systems ihren  Platz. In die rund 28 cm hohen und etwa zwei  Kilogramm schweren Kompaktboxen investierte Technics eine ganze Menge Gehirnschmalz.  Unsichtbar fürs Auge, verborgen hinter schalltransparentem Stoff, sorgen je zwei Tieftontreiber und drei Hochtöner für die Reproduktion  der Audiosignale. Die 80-mm-Chassis mit unterhängigem Antrieb sind, Magnet zu Magnet  zeigend, symmetrisch im Bassreflexlautsprecher angeordnet. Da die Chassis nicht wie bei  sonstigen Lautsprechern zum Zuhörer zeigen,  werden tiefe und mittlere Schallanteile über  Reflektoren im Hörraum verbreitet. Durch einen  Trick gelang es den  Technikern das 450  mm lange Bassreflexrohr in das kleine Gehäuse zu integrieren. Wie eine Wasserrutsche  im Spaßbad windet sich der Bassreflexkanal  als Spirale durch das hübsche Gehäuse. Ganz  oben sorgen drei Hochtöner mit Hornvorsätzen für Glanzlichter. Diese zeigen, horizontal  um je neunzig Grad zueinander versetzt, nach  links, rechts und direkt nach vorn. Dadurch  wird so etwas wie ein rundum abstrahlender  Lautsprecher geschaffen . Technics spricht von  einer 270-Grad-Schallabdeckung. Anschluss an  die Anlage finden die Lautsprecher mit einem  vorkonfektionierten Kabel mit proprietären  Steckern. Nebenbei sei erwähnt, dass die Lautsprecher stumm geschaltet werden, sobald ein  Kopfhörer an die Anlage angeschlossen wird. 

Klang 

 
Die  Technics Ottava, der Name ist  vom japanischen Wort für Oktave abgeleitet,  ist zum Musizieren in Räumen von 15 bis 35  Quadratmetern konzipiert. Besonders schick  sehen die Komponenten übrigens auf einem  Lowboard aus. Mit einem Abstand von rund  30 Zentimetern stehen die Lautsprecher vor der  bassfördernden Zimmerwand. Als Basisbreite  wählten wir rund zwei Meter Abstand zueinander. Wie gewöhnlich bilden die Lautsprecher  mit dem Hörplatz ein  gleichschenkliges Dreieck. So positioniert, entfaltet sich ein ungemein  räumliches Klangbild, das sich über die Grenzen der Lautsprecher hinaus erstreckt. Wandert  man als Zuhörer während der Musikwiedergabe durch den Hörraum, stellt man angenehm  fest, dass sich die Klangfarben kaum verändern. Hier zahlt sich die von Technics gewählte  Chassisanordnung definitiv aus. Im  Tiefton zeigen die kompakten  Technics- Speaker durchaus Biss, wenngleich die unterste Oktave natürlich fehlt. Hier allerdings  mehr zu erwarten, wäre vermessen. Denn was  die insgesamt vier 80-mm-Treiberchen aus den  Gehäusen kitzeln, ist sehr erstaunlich. Satte  Bässe, dargeboten mit exaktem  Timing, verwöhnen die Zuhörer. Obenherum zeigen die  Technics-Boxen viel Gespür für feinste musikalische Details. Gitarrensaiten flirren wunderbar, auch komplexestes Spiel ist dank der guten  Auflösung der Hochtöner exakt nachzuvollziehen. Stimmen und Instrumente werden gut im  Raum platziert, wenngleich die Positionen im  Vergleich mit direktstrahlenden Lautsprechern  etwas weniger scharf abgegrenzt werden. Dafür spielt die  Technics-Anlage besonders luftig, was für eine besondere Atmosphäre beim  Hören sorgt und während unseres Tests immer  wieder aufs Neue fasziniert.

Fazit

Klein, aber oho ist die HiFi-Mini-Anlage von Technics. Die Ottava punktet mit bester  Verarbeitung und Ausstattung, der sehr guten  App für Musik-Streaming und ihrem besonders  räumlichen Klangbild. Zudem sieht das clever  konzipierte Technics-System ungemein schick  aus, so dass sich die SC-C500 Ottava unseren  „Design-Tipp“ redlich verdient.

Kategorie: Minianlagen

Produkt: Technics Ottava

Preis: um 1800 Euro


5/2016
4.5 von 5 Sternen

Referenzklasse
Technics Ottava

Bewertung 
Klang 40%

Labor 10%

Praxis 50%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Panasonic, Hamburg 
Telefon 040 - 85490 
Internet www.technics.com/de 
Ausstattung
Abmessungen (B x H x T in mm) 360/91/249 
Gewicht (in Kg) 3.9 
Ausführungen Anlage: silber, Lautsprecher: schwarz 
Stromverbrauch Standby (in Watt) 0.3 
Digital-Eingänge (opt./elektr./USB) 1/0/2 
Kopfhörer-Anschluss Ja 
Klangregler Ja 
Fernbedienung / lernfähig Infrarot und App/ Nein 
Besonderheiten Optischer Digital Eingang x 1, USB-A, USB-B, LAN, Bluetooth, AirPlay, WiFi, Kopfhörer 
Kurz und knapp
+ extrem gute Verarbeitung 
+ kabelloses Musik-Streaming 
+ integrierter Design-CD-Player 
Klasse Referenzklasse 
Preis/Leistung hervorragend 
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Jochen Schmitt
Autor Jochen Schmitt
Kontakt E-Mail
Datum 11.05.2016, 09:54 Uhr
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Topthema: Lautsprechersysteme
Kompaktlautsprecher_1662039969.jpg
ELAC Solano BS 283 im Test

Ihren unaufdringlichen, luftigen und doch hoch aufgelösten Hochton sowie ihren satten, farbigen Bass werde ich nicht vergessen. Ein wunderbarer Lautsprecher.

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Interessante Links:
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