Kategorie: Multifunktionale Fernbedienungen

Serientest: Philips TSU 9800, Philips TSU 9600, Philips TSU 9400, Philips TSU 9300


Macht und Komfort

Multifunktionale Fernbedienungen Philips TSU 9800, Philips TSU 9600, Philips TSU 9400, Philips TSU 9300 im Test , Bild 1
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Normalerweise beginnt man einen solchen Artikel mit Sätzen wie „Sind Sie es leid, Dutzende Fernbedienungen auf dem Wohnzimmertisch zu haben?...“. Und so weiter. Ich sage es anders: Ich bin es mittlerweile leid, irgendeine andere Fernbedienung dort zu sehen.

Es ist ja nicht nur die Tatsache, alles aus einem Gerät heraus steuern zu können, die unsere Philips- Fernbedienung so interessant macht. Die Art und Weise unseres Musikkonsums verlangt danach, dass wir die Bedienung des Musikarchivs so unkompliziert wie nur möglich ist. Ich habe schon oft gesagt, dass es so sein muss, dass wir einfach nur noch auf ein Cover oder einen Albennamen tippen, und schon spielt die Musik. Egal welches Format und woher. Manche Geräte bringen eine Fernbedienung somit Touchpanel ja schon mit, aber was ist mit den Quellen, die das nicht haben? Und was machen wir, wenn kein Touchpanel mitgeliefert wird? Eine Universallösung muss her. Und so eine Philips Pronto ist weitaus mehr als nur eine Universalfernbedienung mit Touchpanel.

Multifunktionale Fernbedienungen Philips TSU 9800, Philips TSU 9600, Philips TSU 9400, Philips TSU 9300 im Test , Bild 2Multifunktionale Fernbedienungen Philips TSU 9800 im Test , Bild 3Multifunktionale Fernbedienungen Philips TSU 9800 im Test , Bild 4
Weitaus. Ich habe die große TSU9800 nun schon eine ganze Weile auf dem Schreibtisch und habe irgendwann einmal spaßeshalber damit begonnen, an ihr herumzuspielen. Erschreckenderweise entdeckt man immer neue Features, tobt sich ungebremst designtechnisch ein wenig aus und kommt eigentlich ständig auf neue, immer komplexer werdende Ideen. Mit dem Quick Start Wizard kommt man schnell und schon mal grob in die Richtung, in die man will. Trotzdem sollte sich jeder, der alles selbst machen will, ein paar Tage damit befassen. Ich habe erst mal mit einem kleinen Projekt begonnen und das später immer mehr erweitert. Viel Hilfe bietet auch mein Lieblingsnetz: das Internet. Dort tummeln sich auf diversen Seiten Beispielscripte und ganz viele gute Jungs mit Tipps und Tricks. Die versorgen einen mit Beispieldateien, in die man einfach mal reingucken und lernen kann. So arbeitet man sich immer mehr in die Sache ein. Und irgendwann kommt man auf die aberwitzigsten Ideen und versucht, alles zu perfektionieren. Das kann eine ewige Baustelle werden, an der man permanent Spaß hat, denn wenn man einmal erfolgreich etwas umgesetzt hat, sorgen die Endorphine schon dafür, dass das Glücksgefühl nicht zu kurz kommt. Im Endeffekt sollten sich die meisten jedoch alles vom Fachhändler einstellen lassen. Es kann zwar etwas dauern, bis das Projekt steht, aber jeder wird begeistert sein, wie schnell, einfach und komfortabel dann alles geht. Der Touchscreen meiner TSU9800 reagiert absolut präzise auf Eingaben, der Aufbau eines neuen Menüs ist richtig schnell, keine Verzögerungszeiten ärgern den Benutzer. Und wo wir schon bei kurzen, quasi nicht vorhandenen Wartezeiten sind: Auch die Wiederverbindung mit dem WLAN nach dem Ruhezustand erfolgt umgehend. Kennt man ja, dass man erst mal eine kleine Schaff enspause einlegen muss, wenn eine Fernbedienung (beispielsweise ein iPod Touch) erst noch die Verbindung neu aufbaut. Eine Pronto ist quasi sofort wieder da, eine Sache, die ich mir schon länger gewünscht habe. Jetzt habe ich alles so aussehen lassen, als ob das nur mit dem Topmodell ginge. Nix da, das geht mit den kleineren Modellen bis runter zur 9300 auch. Die sind zwar nicht so groß und nicht so sehr zum Angeben geeignet, aber sie kosten weniger und ermöglichen dieselben Dinge. Und lassen Sie sich nicht verwirren: Auch sie verfügen über ein Touchpanel, kommunizieren bidirektional mit Musikservern und warten mit derselben Anfassqualität auf wie die ganz große Mutter der Familie. Auf ProntoScript muss man bei den kleineren Modellen zwar verzichten, die Oberflächengestaltung ganz nach Wunsch und Makros beherrschen sie aber auch. Für ein kleines bis mittelgroßes Setup von Verstärkern, Bildgebern und Musikservern sind sie mehr als geeignet - und liegen richtig gut in der Hand.

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Learning by Doing

Das Anlernen ist, und das ist ja auch wünschenswert und wichtig, eine Sache von ein paar Sekunden. In der Regel findet ProntoEdit die gewünschte Fernbedienung in seiner Datenbank und erledigt den Rest vollautomatisch. Sollte dem nicht so sein, kann man die „alte“ Fernbedienung auch anlernen. Die Bedienungsanleitung hilft bei ersten Schritten. Hat man den Vorgang ein- bis zweimal durchgeführt, ist der Ablauf im Blut und die gewünschten Funktionen wirklich flott übertragen. Die Tatsache, dass so eine Pronto sowieso im heimischen WLAN eingebunden sein muss, ermöglicht auf der anderen Seite eine ganze Menge netter Features, die man beim Zappen gleich noch mit abrufen kann. Beispielsweise lassen sich RSS-Feeds erstellen, so dass man auch mal ganz eben ein paar Nachrichten lesen oder das Wochenwetter abfragen kann. Eine Sache vermisse ich, denke aber, dass das in Zukunft noch hinzugefügt wird: Die Unterstützung eines Netzwerkprotokolls wie uPnP. So weit ich weiß, funktioniert das Durchstöbern des Musikarchivs von Computern nur, wenn diese ein Windows Media Center laufen haben. Dann allerdings läuft es genauso wie gewünscht: Alle Cover werden übersichtlich auf einer Seite dargestellt, ein kurzes Antippen eines Albums führt direkt zum Mediaplayer. Das ist es, das ist genau das, was ich mir unter der Art und Weise eines Musikabends mit digitaler Musik vorstelle. Man sitzt bequem mit einem Glas Wein (alternativ darf es auch etwas anderes sein) auf der Couch, wählt auf einem kleinen Bildschirm das Albencover aus und schon geht es los. Ist die Pronto einmal eingerichtet, erkennt sie selbstständig, dass neue Alben hinzugekommen sind und stellt sie dar. Um dieses Detail muss man sich dann nicht mehr kümmern. Und so browst (ich weiß, so ein Wort kreiert man eigentlich lieber nicht) man durch sein Archiv und fragt sich, warum das Finden von Alben früher immer so unglaublich zeitaufwendig war. Und nebenbei sieht das auf einem 6,4-Zoll-Display richtig gut aus. Natürlich profitiert man von der Ordnung auf dem Wohnzimmertisch, natürlich ist so eine Pronto auch was zum Vorzeigen und natürlich kann man sich endlich die Fernbedienung bauen, die man will. Für mich ist der zusätzliche Reiz aber, dass man keine Grenzen mehr hat. Wenn immer etwas Neues dazukommt, die Pronto wird es steuern können. Und somit relativiert sich auch der Preis, denn das ist eine Investition in eine lange, lange glückliche Zeit.

Fazit

„Mit einer Philips Pronto hat man ein wunderschönes, unglaublich flexibles und bis ins Rentenalter erweiterbares Tool in der Hand. Die Größte ist natürlich der Fernbedienungstraum in Dosen, die kleineren Modelle sind ebenfalls richtig klasse.“

Preis: um 1200 Euro

Philips TSU 9800

11/2009 - Christian Rechenbach

Preis: um 1000 Euro

Philips TSU 9600

11/2009 - Christian Rechenbach

Preis: um 750 Euro

Philips TSU 9400

11/2009 - Christian Rechenbach

Preis: um 600 Euro

Philips TSU 9300

11/2009 - Christian Rechenbach

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Christian Rechenbach
Autor Christian Rechenbach
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Datum 27.11.2009, 12:40 Uhr
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