Kategorie: Multimedia-Festplatten

Einzeltest: HDXperience HDX1000


Vollgetankt

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Sie suchen einen kleinen Medienserver für das Heimnetz, der gleichzeitig brillante Full-HD-Bilder direkt an den Beamer oder den Flachfernseher ausgibt, einfach zu bedienen ist und zudem noch wenig Strom verbraucht? Klingt verdammt nach einem HDX1000 ...

Vom elegant-schlichten schwarzen Alu-Gehäuse des Players sollte man sich nicht täuschen lassen, das Kistchen hat wirklich einiges zu bieten. Alles dreht sich natürlich um die in seinem Inneren rotierende Festplatte, die man entweder gleich mitbestellen oder selbst nachrüsten kann. Bis zu 1,5 Terabyte sind möglich, nach derzeitigem Stand der Dinge sollte das fürs Erste genügend Platz für Multimedia-Files aller Art sein. Wer beabsichtigt, den Player mit Datenmengen in dieser Größenordnung zu betanken, sollte das allerdings über den USB-Host-Anschluss tun, denn die maximal 100 Mbit schnelle Netzwerkanbindung des HDX1000 wäre davon deutlich überfordert.

Multimedia-Festplatten HDXperience HDX1000 im Test, Bild 2Multimedia-Festplatten HDXperience HDX1000 im Test, Bild 3
Bevor man sich mit den vielfältigen Funktionen des HDX1000 auseinandersetzt, sollte man allerdings überprüfen, ob sich im Downloadbereich unter www.HDX1080.com ein aktuelles Update der Firmware findet. Das Entwicklerteam entwickelt das Betriebssystem des Media Tanks ständig weiter, beseitigt Fehler und ergänzt neue Features, so dass sich das Update unbedingt lohnt. Hier sollte man dann auch gleich die sogenannten „NMT Applications“ in der neuesten Version herunterladen, eine Sammlung kleiner Anwendungen, die den HDX1000 um viele nützliche Funktionen erweitert, darunter etwa Server für UPnP oder den Datentransfer per FTP-Protokol.

Fileplayer


Hat man die jeweils aktuellste Software installiert und einige Grundeinstellungen vorgenommen, ist man eigentlich schon startklar. Am einfachsten nutzt man den HDX1000, wenn man ihn per HDMI (ein sehr hochwertiges Kabel liegt bei) mit dem AV-Receiver verbindet. Über das auf dem Fernseher oder Beamer angezeigte Menü und mit der vollgepackten, aber noch überraschend übersichtlichen Fernbedienung navigiert man dann etwas langsam, aber immer zuverlässig durch seine Mediensammlung. Einer der größten Vorteile eines so offen gestalteten Mediaplayers ist die beeindruckende Menge an Formaten, die er abspielen kann. Sowohl im Audiobereich (unter anderem werden MP3, AAC, WMA und FLAC unterstützt) als auch im Videobereich (AVI, MPEG-2, H.264, DiVX, MKV, WMV, VOB uvm.) spielt der HDX so ziemlich alles ab, was man ihm vorwirft. Besonders nett ist die Möglichkeit, ganze DVDs als Ordnerstruktur oder ISO-Files auf die Festplatte zu kopieren (siehe hierzu Kasten auf Seite 29) und sie dann genauso wie in einem DVD-Player abzuspielen -komplett mit Menüs, Extras und allen Tonspuren. Der HDMI-Ausgang unterstützt Auflösungen bis zu 1080p mit 50, 60 oder 24 Bildern pro Sekunde, je nach Quelle. Videos mit geringerer Auflösung werden sehr ordentlich auf die eingestellte Maximal-Auflösung skaliert, wenn auch manch aktueller Fernseher oder Projektor diese Aufgabe noch ein wenig detailreicher erledigen würde. Die Tonqualität des analogen Ausgangs ist gut, wenn auch in den meisten Fällen ein mit digitalem Signal versorgter AV-Receiver die bessere Wahl sein dürfte.

Im Netzwerk


Als besonderer Clou leistet der HDX1000 nicht nur dann gute Dienste, wenn er direkt an die Heimkino-Anlage angeschlossen ist, sondern stellt die gespeicherte Datenfülle zudem anderen Geräten im Netzwerk zur Verfügung. Dies geschieht entweder ganz klassisch als Samba- bzw. FTP-Fileserver oder über den in den „NMT Apps“ enthaltenen UPnP-Server. Diese Funktionen einzurichten erfordert zwar einige grundlegende PC- und Netzwerkkenntnisse, doch mithilfe des auf CD-ROM mitgelieferten Handbuchs und der hervorragenden Hilfeseite im Internet (www.hdx1080.com/wiki, leider nur englisch) sollte das kein unüberwindbares Hindernis sein.

Fazit

Der HDX1000 versucht sich als Eier legende Wollmilchsau im heimischen Netzwerk - und meistert diese Aufgabe ganz erstaunlich gut. Klar, die Bedienung ist etwas umständlicher als die eines DVD-Players, und ein wenig PC-Affinität muss man auch mitbringen, um den Media Tank einzurichten und sinnvoll zu konfigurieren. Das dürfte jedoch jedem bewusst sein, der sich für ein solches Gerät interessiert und sollte in keinem Fall Neulinge abschrecken. Denn ist die Multimedia-Vernetzung rund um den Player erst einmal eingerichtet, belohnt das HDX1000 mit einem Komfort und einer Performance, die man garantiert nie wieder missen möchte.

Preis: um 270 Euro

Multimedia-Festplatten

HDXperience HDX1000

Spitzenklasse


06/2010 - Olaf Adam

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Autor Olaf Adam
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Datum 09.06.2010, 14:00 Uhr
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