Kategorie: Phono Vorstufen

Einzeltest: Eternity-Jo EJ-PA1


Runde Sache

Phono Vorstufen Eternity-Jo EJ-PA1 im Test, Bild 1
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Ich mag Leute, die ihre Sache richtig ernst nehmen und konsequent ihren Weg gehen.  Josef Kurt Zimmermann alias Eternity Jo ist einer von ihnen. Und wer einmal einen  seiner Verstärker erlebt hat, der weiß auch, was ich meine

Vor ziemlich genau zwei Jahren durften wir einen 300B-Vollverstärker aus der Schweiz testen, der sich schon, aber nicht nur aufgrund seiner Formgebung dauerhaft ins Gedächtnis brennen konnte. Ein angeschnittener Kreis, etwas mehr als seine Hälfte, ist der Grundriss aller bisher erhältlichen Geräte von Eternity Jo. Es handelt sich dabei, Ehrensache, ausschließlich um Vollröhrenverstärker – wie gesagt, der Mann geht seinen Weg konsequent.  Und dass es ihm vor allem um den Spaß an der Musik geht, habe ich schon bei meiner ersten Begegnung mit ihm auf einer kleinen Hotelmesse in Montreux erlebt, als eine junge Dame in seiner Vorführung die eben frisch erworbene Black-Sabbath-Platte auflegen durfte und somit die elegische Stimmung etwas durchbrach.

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Nach einem beherzten Dreh des Lautstärkeregler nach rechts kam aber allgemein so viel Freude auf, dass danach erst einmal für lange Zeit mehr keine „Vorführmusik“ mehr auf dem Plattenteller landete. Und die Musik liegt auch im Blut der Familie: Der Sohn kümmert sich mit ein paar Mitstreitern um den Aufbau einer Open-Source-Musikbibliothek, in der historische Musikaufnahmen digital konserviert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.  Kommen wir aber nun zu unserem Testgerät, dem EJ-PA1, also dem ersten PreAmplifier von Eternity Jo. Die Form ist wie erwähnt vorgegeben, obwohl es sicherlich keine gute Idee ist, zwei der Geräte aufeinander zu stellen – die Möglichkeit sollte Theorie bleiben. Im Inneren werkeln immerhin zehn Röhren – das produziert natürlich auch eine gewisse Abwärme. Auch das Anschlussfeld hinten ist üppig geraten, so dass man sich recht schnell im Klaren ist, dass man es hier mit einem Gerät mit Ausstattung und Möglichkeiten zu tun hat.  Ein Wort zum Preis: Man hat sich nach kurzer Zusammenarbeit wieder vom deutschen Vertrieb getrennt, so dass die Geräte nun wieder ab Schweiz verkauft werden. Die Euro-Preise sind nach wie vor aktuell. Gut 9000 Euro kostet die Vorstufe, mit so genannten New Old Stock Röhren sogar noch einen Hauch mehr. Nun, das ist teilweise natürlich der Fluch der Fertigung in einem der absoluten Hochlohnländer dieses Planeten – man bekommt aber tatsächlich auch eine exquisit gefertigte Vorstufe mit einer hervorragenden Anfassqualität und einem wirklich fast schon sensationellen Funktionsumfang. Und das beste: Die meisten Funktionen des Geräts lassen sich mit der aus Aluminium gefrästen Fernbedienung komfortabel steuern – das ist doch etwas anderes als die sonst leider übliche Standard-Plastik-FB, mit der man gerade mal Laut und Leise steuern kann.  A propos Aluminium: Im Inneren des Gehäuseblocks sind insgesamt 10 Röhren im Einsatz – die sich auf drei Geräte verteilen, denn nicht weniger sind hier in einem Gehäuse zusammengefasst.  Es handelt sich dabei um die eigentliche Line-Vorstufe, die mit einer ECC82 arbeitet – wenn man auf den symmetrischen Eingang umschaltet, arbeiten zwei ECC82 die im echten symmetrischen Betrieb. Eine ECC81 fungiert als Pufferstufe für den Tape-Ausgang. Des Weiteren gibt es eine vollwertige Phonostufe, die mit insgesamt drei ECC83 arbeitet und einen Kopfhörerverstärker mit einer ECC82 und zwei hoch verstärkenden ECC88. Schon alleine wegen des kompletten Kopfhörerverstärkers gibt es ein Extra-Sternchen. Die Phonostufe lässt sich mit zwei Übertragern auch mit MC-Systemen nutzen. Während der MM-Eingang eine Impedanz von 40 Kiloohm aufweist, wird der MC-Eingang nach Kundenwunsch konfiguriert. Die drei Platinen (Netzteil, Vorverstärker mit Kopfhörerverstärker, Phonoteil) sind sauber gefertigt und mit hochwertigen Bauteilen bestückt – aber das versteht sich wohl von selbst.  Im Hörtest, den wir natürlich vor allem mit dem Phonoteil bestritten haben, bestätigt sich die leicht zum Dunklen tendierende Abstimmung, die wir auch gemessen haben. Das hat auf der einen Seite einen leichten „Vintage-Charakter“, wirkt aber ungemein charmant und vollmundig. Details kommen nicht zu kurz, ebenso wenig der Raumeindruck, der vor allem mit einer beeindruckenden Tiefe punktet. Es ist aber vor allem der kraftvolle Antritt, der den EJ-PA1 für uns einnimmt – egal ob Line oder Phono: Dynamik steht im Vordergrund – wie gesagt: Der Spaß an der Musik. Dabei kann der Vorverstärker nicht nur die große Keule, sondern agiert auch im feindynamischen Bereich präzise und wohldosiert – das hat echte Klasse. Und das beste daran: Selbst in den ganz stillen Nachtstunden, wo man selbst mit ganz leise gedrehter Anlage noch stören würde, kann man mit dem wunderbaren Kopfhörerverstärker einfach da weitermachen, wo man mit den Lautsprechern aufgehört hat – präzsise, dynamisch und hochklassig

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Fazit

Überragend verarbeiteter Röhrenvorverstärker, der klanglich auf Augenhöhe mit der Weltspitze ist, in Sachen  Ausstattung aber so ziemlich alles  in den Schatten stellt.

Preis: um 9440 Euro

Eternity-Jo EJ-PA1

03/2017 - Thomas Schmidt

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Eternity Jo, CH-Schaffhausen 
Telefon +41 52 6251437 
E-Mail kzimmermann@eternity-jo.ch 
Internet www.eternity-jo.ch 
Garantie 2 Jahre / 6 Monate auf neue Röhren /1 Monat auf NOS-Röhren 
B x T x H (in mm) 68/152/28 
Gewicht k.A. 
Unterm Strich... » Überragend verarbeiteter Röhrenvorverstärker, der klanglich auf Augenhöhe mit der Weltspitze ist, in Sachen Ausstattung aber so ziemlich alles in den Schatten stellt. 
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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 23.03.2017, 15:02 Uhr
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