Möchten Sie zur Seite für Mobilgeräte wechseln ? JaNein
Kategorie: Phono Vorstufen

Einzeltest: Audio Consulting Silver Rock Phono - Seite 3 / 4


Grenzgänger

Die mittlere Position verbindet die Verstärkerschaltung über Widerstände gebremst mit den Akkus; das verhindert größere Ladestromspitzen bei leeren Elkos – die Akkus können erkleckliche Leistungen liefern, was zumindest den Schalter im Lauf der Zeit „grillen“ würde. Schon mal eine gute Idee. Okay, wir trauen uns und werfen einen vorsichtigen Blick unter den Deckel – und entdecken ein HiFi-Universum so weit weg von dem, was wir so kennen, dass man sich hier zunächst orientieren muss. Erst einmal gibt’s Kupfer: Das gesamte Gerät, auch der zusätzlich verstärkte Deckel ist mit Kupferfolie ausgeschlagen. Praktisch lückenlos. Klar, wenn man ein Holzgehäuse um ein hoch verstärkendes Gerät baut – wir reden hier über satte 70 Dezibel – dann muss man sich etwas einfallen lassen, um Störungen draußen zu halten. Und natürlich kamen magnetische Materialien weder hier noch an anderer Stelle infrage, so dass Schmidlin letztlich bei dieser Lösung landete. Die rechte Gehäusehälfte gehört den zwei 12-V-Akkus; die sind reichlich dimensioniert und können das Gerät sicherlich wochenlang versorgen. Vor allem deshalb, weil eine geringe Stromaufnahme zum Konstruktionprinzip gehört – natürlich nicht aus ökologischen, sondern aus klanglichen Gründen. Das ist nicht frei von Sinn: wenig Hitze – wenig Probleme mit driftenden Arbeitspunkten.

Das Einzige, was in dem Gerät nach Elektronik aussieht, beschränkt sich auf eine Lochrasterplatine mit vier Chips und ein paar fliegend verdrahtete Bauteile der exotischeren Art. Was sich unter der Platine noch verbirgt, weiß ich nicht genau, so weit wollte ich dem Gerät nicht zuleibe rücken. Dann wären da noch insgesamt sechs in Blech gekapselte Quader, und da steckt ein satter Teil des Aufwandes drin: Zwei handgefertigte Reinsilber-MC-Übertrager, zwei nicht weniger aufwendige Ausgangsübertrager und die Induktivitäten für die Entzerrung. Letzteres stellt eine selten eingesetzte Technik dar, die der Vermeidung von Kondensatoren dient: Man kann ein Entzerrernetzwerk, eine entsprechende Schaltungstopologie vorausgesetzt, auch mit Spulen und Widerständen aufbauen. Qualitäten und Werte sind extrem kritisch an dieser Stelle, deshalb bleibt auch hier nur Handarbeit. Die sechs Induktivitäten sind die Kernstücke des Gerätes, die eigentliche Verstärkung obliegt vier Chips; so wie sie hier eigesetzt werden, sollte man die Anordnung ziemlich ernst nehmen, da steckt reichlich Überlegung hinter. Die einzigen sichtbaren Kondensatoren puffern die Betriebsspannungen auf der Verstärkerplatine; es wundert nicht, dass hier „geschälte“ Exemplare zum Einsatz kommen; für manche Leute steht es außer Zweifel, dass es so besser klingt.

Preis: um 17500 Euro

Audio Consulting Silver Rock Phono


-

Holger Barske
Autor Holger Barske
Kontakt E-Mail
Datum 07.07.2010, 11:51 Uhr
Folgen Sie uns:
  • facebook - follow us
  • twitter - follow us
  • google - follow us
Interessante Testportale:
  • www.heimwerker-test.de
  • www.hausgeraete-test.de
  • www.spielwaren-check.de
Allgemeine Händlersuche
Landkarte PLZ0 PLZ1 PLZ2 PLZ3 PLZ4 PLZ5 PLZ6 PLZ7 PLZ8 PLZ9

Klicken Sie auf Ihre PLZ oder wählen Sie ein Land

Händler des Tages