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Kategorie: Plattenspieler

Einzeltest: Acoustic Masterpiece T-01 - Seite 3 / 5


Japanese Statement

Gespeist wird der Antrieb aus einem ganz gewöhnlichen Steckernetzteil, das ohnehin ganz weit hinten unter dem Rack verschwindet. Die Steuerungselektronik sitzt in der Motordose – hier wird auch die Geschwindigkeit umgeschaltet und über zwei Potentiometer feinreguliert. Dabei liest man die Geschwindigkeit nicht etwas über eine aufgelegte Stroboskopscheibe ab, nein, für den edlen T-01 hat man sich etwas Besonderes ausgedacht: In der Zarge sitzt eine Fotodiode, die einmal pro Undrehung durch einen simplen Streifen Klebeband unter dem Teller angetriggert wird und über eine kleine Platine die digitale Anzeige ansteuert, die die durchschnittliche Geschwindigkeit anzeigt. Das funkioniert recht gut für die manuelle Einstellung der Drehzahl, erlaubt aber bei einem Abtastvorgang alle zwei Sekunden keine Regelung des Antriebs. Eine Feedbackschleife zum Motor ist auch gar nicht vorgesehen. In der Praxis hält der Antrieb, einmal eingestellt, ohne Abweichung auch über einen langen Hörabend seine Geschwindigkeit. Wie gesagt – auf dem T-01 lassen sich zwei Tonarme montieren. Kleiner Wermutstropfen: Zwölfzöller passen nicht, zehn Zoll ist das höchste der Gefühle. Dafür kann jede nur erdenkliche Form von Tonarmbasis montiert werden, und das relativ simpel: Der Tonarm sitzt auf einer kreisrunden Scheibe, die von oben einfach in die entsprechende Aussparung in der Zarge gesetzt wird.

Dann wird über fünf Maschinenschrauben ein Metallring mit einer Aussparung für das Tonarmkabel, also quasi ein Hufeisen, von unten dagegengeschraubt, der die Basis über die gesamte Dicke der Zarge kontert. Solange die Schrauben noch nicht ganz angezogen sind, kann die Basis gedreht werden, um den genauen Montageabstand des Tonarms einzustellen – nach dem Festziehen der Schrauben sitzt die Konstruktion bombenfest. Das ist jetzt nicht so komfortabel wie eine Basis, die komplett von oben oder der Seite fixiert wird, erfüllt aber seinen Zweck mindestens ebenso gut. Die vielleicht speziellste Funktionseinheit des Acoustic Masterpiece ist sein Tellerlager. Es handelt sich hierbei um ein Magnetlager mit zwei sich abstoßenden Neodymringen – einer ist in der Zarge rund um die Lagerbuchse eingelassen, einer in der Aluminiumplatte, auf der der Hauptteller sitzt. Ein Keramik-Lagerdorn taucht in die Bronzehülse, um eine möglichst reibungsarme seitliche Führung zu gewährleisten. An dieser Stelle gibt es eine absolute Besonderheit – die ich, ich muss es gestehen, eine ganze Weile übersehen habe, versuche ich doch immer, mich erst einmal intensiv ohne externe Informationen mit einem Gerät auseinanderzusetzen. Unter der Lagerbuchse gibt es nämlich eine aufschraubbare Hülse mit einem Zylinder in der Mitte, der von unten ins Lager gesteckt wird.

Preis: um 5500 Euro

Acoustic Masterpiece T-01


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