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Topthema: Raumakustik verbessern - Schallabsorber einsetzen
Kategorie: Plattenspieler

Einzeltest: Avid Diva 2 - Seite 2 / 3


Noch so eine Diva


Der Meister Conrad Mas himself hat es sich nicht nehmen lassen, sein kleines Laufwerk in unseren Räumen aufzubauen. Ein feiner Zug von ihm und in Sachen Information hoch interessant – vom Service- Aspekt her jedoch ein bisschen übers Ziel hinausgeschossen, stellt die Einstellung des Diva 2 doch niemanden vor ernsthafte Probleme. Gegenüber dem „alten“ Diva, den wir seinerzeit zum Test hier in der Redaktion hatten, wurde der Aufbau grundlegend verändert. Gab es damals noch eine Art „Baukastensystem“ mit zusammengesteckten Stahlrohren, so haben wir es heutzutage mit einem soliden, einteiligen Gussteil als Unterkonstruktion zu tun, das ziemlich aufwendig geformt ist: In der Tat hilft eine solche mehrfach durchbrochene Form aus lauter Dreiecksflächen effektiv gegen innere Resonanzen. Beim Diva II SP – dem höherwertigen der beiden aktuellen Diva-Modelle, unserem Testgerät – ist eine SME-Basis fest integriert; Adapter für andere Tonarme gibt es auf Anfrage. Conrad Mas baut seit 1996 seine eigenen Plattenspieler – seit jeher mit Subchassis. Bei den neuesten Divas wird dieses Konzept durchbrochen: Es gibt keine Aufhängung mehr, die auf Federn oder einstellbaren Gummiringen basiert, sondern eine dreifach gestufte Sorbothan-Dämpfung in den Füßen.

Wie wir dieses Material kennen, funktioniert es zumindest als entkoppelndes Element ganz hervorragend – nicht umsonst sind einige der Laufwerke in dieser Ausgabe an irgendeiner Stelle mit Sorbothan ausgestattet. Inmitten des Subchassis ragt der abgeflachte Dorn des invertierten Tellerlagers empor. Die konische Form von Lagerbuchse und -achse sorgt dafür, dass das drehende Teil horizontal nur auf einer Ebene geführt wird. Lagergeräusche und Resonanzen können so minimiert werden – klar: Wo nichts reibt, entsteht kein Geräusch. Vertikal wird die Buchse durch eine Wolframkarbidkugel getragen, auf der sich ein Saphirlagerspiegel dreht. Durch diese beiden extrem harten Materialien ist ein Einlaufen des Lagers nahezu unmöglich – geschmiert wird aus einem kleinen Reservoir oberhalb des Lagerspiegels. Der eigentliche Plattenteller besteht aus einem einteiligen Stück Aluminium das fast sechseinhalb Kilo wiegt. Aufgesetzt ist eine Tellermatte aus dickem Kork, die allerdings nicht mit dem Teller verklebt ist, wie bei anderen Avid-Modellen. Über ein Gewinde auf dem Tellerdorn lässt sich die Plattenklemme aufschrauben, die die aufgelegt Platte bombenfest fixiert und plan drückt. Der kräftige Synchronmotor wird über eine externe Steuereinheit mit einer generierten Wechselspannung versorgt – natürlich lässt sich an der Steuerung die Geschwindigkeit fein dosieren.

Preis: um 3290 Euro

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Avid Diva 2

5.0 von 5 Sternen

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