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Topthema: Raumakustik verbessern - Schallabsorber einsetzen
Kategorie: Plattenspieler

Einzeltest: Avid Volvere - Seite 3 / 5


Passionierter Dreher

Ein kleiner Kritikpunkt ist die Verarbeitungsqualität des Gussteils: Hier hätte man vor der endgültigen Lackierung noch eine etwas glattere Oberfläche herstellen können. Der Ausleger mündet in eine für Linn- und SME-Arme gefräste Tonarmbasis, mit der beiliegenden Adapterplatte können auch Rega-Arme montiert werden. Inmitten des Subchassis ragt der abgeflachte Dorn des invertierten Tellerlagers empor. Die konische Form sorgt dafür, dass die Bronze-Lagerbuchse horizontal nur auf einer Ebene geführt wird. Lagergeräusche und Resonanzen können dadurch natürlich in sehr engen Grenzen gehalten werden. Vertikal wird das Lager durch eine Wolframkarbidkugel getragen, auf der sich ein Saphirlagerspiegel dreht. Durch diese beiden extrem harten Materialien ist ein Einlaufen des Lagers nahezu unmöglich - die sehr kleinen Kontaktflächen erlauben eine autarke Schmierung aus einem kleinen Reservoir oberhalb des Lagerspiegels, zusätzliche Maßnahmen sind nicht erforderlich. Der eigentliche Plattenteller besteht aus einem einteiligen Stück Aluminium, wiegt über 5 Kilogramm und wird mit einem umlaufenden Gummiring bedämpft. Aufgesetzt ist eine Tellermatte aus dickem Kork, ein Material, auf das Conrad Mas so sehr schwört, dass er die Auflage mit dem Teller verklebt hat.

Über ein Gewinde auf dem Tellerdorn lässt sich die Plattenklemme aufschrauben, die die aufgelegt Platte bombenfest fixiert und auch plan drückt. In Erinnerung an den zwar nicht unendlich komplizierten, aber doch teilweise etwas frickeligen Aufbau des kleinen Schwestermodells Diva, war ich dann doch recht überrascht, wie simpel sich der Volvere in kürzester Zeit zusammensetzen lässt. Nach dem Anschrauben unseres SME 309 (der übrigens auch ab Werk für den Volvere vorgesehen ist), setzt man das Subchassis in die Aussparungen der Federtürme, darauf das Tellerlager und schließlich den Teller - fertig. Nein, doch nicht, ich habe natürlich die ominösen O-Ringe vergessen, deren Sinn sich mir auf den ersten Blick nicht erschließen wollte - ein Blick in die Bedienungsanleitung ist dann doch ab und zu schon hilfreich. Die kurzen Gummiringe werden über die Federgehäuse gelegt und dann über Schrauben gespannt, die an den drei Aufnahempunkten von unten in das Subchassis geschraubt sind. Eine weitere einfache und geniale Konstruktion: Auf diese Art unterdrückt der Avid wirkungsvoll laterales (seitliches) Schwingen, ohne dass die Gummizüge einen nennenswerten Einfluss auf die vertikale Bewegung des Chassis nehmen - letztlich haben wir es also mit zwei voneinander komplett unabhängigen Federsystemen für horizontale und vertikale Federung des Subchassis zu tun.

Preis: um 4300 Euro

Avid Volvere


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Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 08.11.2009, 13:53 Uhr