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Kategorie: Plattenspieler

Einzeltest: TechDas Air Force III Premium - Seite 3 / 4


Kanonendonner

Abgesehen davon, dass man zum Ansaugen der Platte einen Taster drücken muss, verhält sich die ganze Pneumatik komplett unauffällig – man bekommt schlicht nichts von ihrem segensreichen Wirken mit. Für mich immer wieder erstaunlich: die komplette Geräuschlosigkeit des Systems. Also alles da, wo es hingehört, und bestens bekannt. Lediglich die Intensität der Flüche beim Wuchten der Maschine auf ihre Standfläche hat deutlich zugenommen, aber das liegt in der Natur der Sache. Im Zuge der Montage des Reed 3P auf diesem Prachtstück von Plattenspieler muss ich nochmal das Loblied auf die Art und Weise singen, wir der Hersteller die Basenbefestigung gelöst hat. Es gibt eine lange und eine kurze Tonarmbasis, beide aus überfrästem gegossenen Aluminium gefertigt. Die eine ist nominell für Neun-Zoll- Arme gedacht, die andere für Zwölfzöller. Der Reed hat einen Einbauabstand von 295 Millimetern, will also die lange Version. Die Montage verschiedenster Arme auf dem Rondell aus 20 Millimeter starkem Material am Ende des Auslegers sollte kein Problem sein, für den Reed hatte ich seinerzeit schon eine Basis „gebaut“. Die wird auf einen der Edelstahlzylinder geschoben, von denen an jeder Ecke des Laufwerkes einer zu finden ist.

Eine Kombination aus konischer Bohrung in der Armbasis, einer entsprechend ausgeformten Scheibe und einer Verschraubung erlaubt es, die Basis unverrückbar gegen die Laufwerkszarge zu zwingen. Da geht ganz einfach, verdreht sich beim Montieren nicht und ist eine perfekt kraftschlüssige Verbindung. Der Ingenieur in mir hat jedes Mal großen Spaß an dieser Lösung. Auch wenn die Tonarmbasen des alten Modells auf das neue passen: Ein Upgrade auf den Premium ist laut Hersteller nicht möglich, zu groß seinen die Veränderungen, die im Zuge des Modellwechsels passiert sind. Denn so ungern ich das sage und so sehr ich mir auch gewünscht hätte, dass die Unterschiede zwischen den beiden „Air Forces“ vernachlässigbar sind – ganz so einfach ist die Sache nicht. Der Premium ist hörbar besser. Auch wenn wir hier von Unterschieden auf höchstem Niveau reden – sie sind unverkennbar vorhanden. Der Unerschütterlichkeit im Bassbereich des AF3 fügt der AF3P eine gewisse Leichtigkeit hinzu, er wirkt nicht ganz so wuchtig, befleißigt sich tatsächlich jedoch einfach größerer Disziplin. Gut zu hören bei Stanley Clarkes einmaliger Saitenarbeit – der AF3P erleichtert den Zugang zur Musik einfach etwas mehr. Die Unterschiede liegen in erster Linie im feinstofflichen Bereich und nicht so sehr im „Hau-Drauf-Vermögen“.

Preis: um 31050 Euro

TechDas Air Force III Premium


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Autor Holger Barske
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Datum 03.06.2019, 10:00 Uhr