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Kategorie: Plattenspieler

Einzeltest: VPI Prime Signature


Mehrschichtig

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Momentan ist Bewegung drin bei VPI – hatte man sich jahrelang mit neuen Modellen eher zurückgehalten, geht es nun voran – auch aufgrund neuer Fertigungstechniken

Letztes Jahr haben wir den „Prime“ vorgestellt, der uns aufgrund der vorzüglichen Relation zwischen Ausstattung, schierer Masse und einem recht attraktiven Preis überzeugt hat. Das „Signature“-Modell hat nun dieselbe Grundform, entleiht aber seine äußere Erscheinung den großen Referenzmodellen. Das bedeutet: Auch hier gibt es eine dicke Aluplatte, die zwischen zwei Schichten aus einem stark dämpfenden Verbundwerkstoff eingebettet ist. Die Oberfläche der Zarge sollte man sich einmal ansehen, ob einem die feine Oberflächenstruktur gefällt, die der Fertigungsprozess wohl mit sich bringt – auf jeden Fall etwas anderes als das matte Finish des Basismodells. Die dreischichtige Zarge treibt die Gesamtmasse des Prime Signature auf stolze 36,5 Kilogramm, womit wir den VPI trotz der immer noch flachen Bauweise ganz klar unter „Masselaufwerk“ führen. Nicht ganz unschuldig am Gewicht ist auch der Aluminium-Plattenteller, der mit 10 Kilogramm zu Buche schlägt. VPI betreibt beim Drehen des Pulleys und des Tellers extremen Aufwand: Die Toleranzen liegen hier im Tausendstel-Millimeter-Bereich. In den Teller eingepresst ist eine Buchse aus Bronze mit einem Lagerspiegel aus einem Delrin-Teflon-Kompositmaterial.

Das Gegenstück des invertierten Lagers mit Edelstahldorn und -kugel ist auf der Zarge montiert. Die Motordose steht wie gehabt in einem noch einmal verstärkten Stahlgehäuse, in dem ein Synchronmotor arbeitet. Ab etwa Mitte 2017 gibt es eine zusätzliche Motorsteuerung. Das zur Geschwindigkeitsfeineinstellung leicht konisch verlaufende Pulley mit umlaufenden Rillen verschiedener Durchmesser überträgt die Antriebskraft genau auf der Mitte des Lagerdorns auf den Plattenteller. Wie wir es schon beim „kleinen“ Prime gesehen haben, wurden auch hier die neuen Füße montiert. Diese sind zweiteilig aufgebaut: Oben an der Zarge gibt es eine fast schon extrem weiche Aufhängung für die vier Kegel, die nach unten münden. Hier gibt es einen Metallring mit einem Kugellager in der Mitte, in den die Spitzen eintauchen – ähnlich wie bei manchem Tonarmlager übrigens. Unten an Ringen sind je drei Edelstahlkugeln eingepresst, die einen genau definierten Kontakt zum Untergrund herstellen und Resonanzen ableiten. Die Schallplatte kann mit der bekannten VPI-Plattenklemme mit Unterlegscheibe fixiert werden, die auch verwellte Platten auf die Unterlage presst. Zum Lieferumfang gehört nur ein einfacheres Tellergewicht. Die bunte Filz-Tellermatte der letzten Jahre hat man etwas vereinfacht, so dass sie immer noch poppig, aber nicht mehr ganz so quietschbunt daherkommt.

Preis: um 7500 Euro

VPI Prime Signature


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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 09.09.2017, 15:03 Uhr