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Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Joni Mitchell – Court And Spark (Asylum)


Joni Mitchell – Court And Spark

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Man muss ganz sicher nicht jedes Vinyl-Reissue lautstark jubelnd begrüßen, aber bei diesem hier darf man sich vorbehaltlos freuen: „Court And Spark“ ist bis heute das kommerziell erfolgreichste Album der kanadischen Singer-/Songwriter-Ikone und es absolut wert, wieder einmal ans Licht der Öffentlichkeit transportiert zu werden. Es erschien 1974 und enthält mit „Help Me“ die bis dato einzige Billboard-Top-10-Single der Künstlerin. Stilistisch ist das Album so typisch Joni Mitchell, wie es nur sein kann und auch heutzutage sofort ganz eindeutig der Kanadierin zuzuordnen. Zu diesem Zeitpunkt war sie mit der Entwicklung ihres ganz eigenen Stilmixes aus Folk, Rock und Jazz bereits so weit, dass Unverwechselbarkeit gegeben war. Auch heute wirkt „Count And Spark“ geschlossen und abwechslungsreich. Das ist keine Platte, bei der man einen Lieblingstitel hat, den man immer wieder mal auflegt, während der Rest der Platte eigentlich so gut wie nie abgespielt wird. Das hier ist ein spannendes Gesamtkunstwerk, das man auf zwei Arten von vorn bis hinten genießen kann: Einerseits ist es so eingängig, dass es als Hintergrundbeschallung absolut geeignet ist, andererseits passiert hier so viel, dass man sich in jedem einzelnen Titel „festhören“ kann.

Auf musikalisches Kaliber weist schon die Liste der Gastmusiker: Im Chor bei „Free Man In Paris“ sind Graham Nash und David Crosby zu hören, die Saiten bedienen zum Beispiel Jose Feliciano und Larry Carlton; das Lineup liest sich wie ein Who-Is- Who der populären Musik der Siebziger. Die Neuauflage kommt als makellos gefertigte 180-Gramm-Scheibe im stabilen geprägten Klappcover. Die Scheibe steckt in einem Kunststoff-Innencover – wie mir das gefällt, weiß ich noch nicht. Klingen tut das Ganze vorzüglich: frisch, lebendig, sehr störgeräuscharm.

Fazit

Muss man ganz ohne jeden Zweifel haben: Joni Mitchell in Bestform
Joni Mitchell – Court And Spark (Asylum)


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