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Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Eleonora Bianchini & Enzo Pietropaoli - Dos (Fone)


Eleonora Bianchini & Enzo Pietropaoli - Dos

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So viel sei direkt zu Anfang gesagt: Mit „Dos“ liegt ein Album vor, das sich der audiophil veranlagte LP-Freund bedenkenlos für seine Sammlung high-endiger Platten ohne vorheriges Probehören zulegen kann. Enzo Pietropaoli hat mit seinem Album „Solo“ bereits ein Meisterwerk erschaffen, auf „Dos“ erweitert er sein facettenreiches Bass-Spiel um eine Stimme – und was für eine! Eleonora Bianchini ist in der Lage, ihrem Organ unterschiedliche Färbungen zu geben, und so könnte man denken, es wären unterschiedliche Sängerinnen im Studio zugegen gewesen, die Pietropaoli beim Bearbeiten seines Instruments unterstützen, auf „E’ Scesa Ormai La Sera“ klingt sie wie die junge Gianna Nannini. Auf den zwölf Stücken benutzt er mal den Bogen, dann zupft er die Saiten, um kurz darauf den Korpus als Percussion zu benutzen. Im Ergebnis wird man sich erst spät – wenn überhaupt – darüber klar, dass gar keine Band aufspielt, sondern nur der Bass erklingt.

Als Aufnahmeort wurde ein Kapuzinerkloster in Peccioli ausgewählt, was eine sehr gute Entscheidung war, dafür braucht man beispielsweise nur den Anfang von „Fina Estampa“ zu hören, auf dem Bianchini aus der Tiefe des Raumes ans Mikrofon schreitet und ihre Stimme erklingen lässt, um am Ende wieder nach hinten abzutreten – ganz großes Kino! Diese zwei scheinen sich gesucht und gefunden zu haben, die Auswahl der Titel ist ebenfalls interessant: Hier werden italienische Schlager aus den 1950er-Jahren mit südamerikanischer Folklore gemischt, dazwischen Stücke der Beatles, von Radiohead und Led Zeppelin eingestreut. Neben ihrer wandlungsstarken Stimme lockert Bianchini die Atmosphäre auf diversen Stücken mit Shakern oder einer Kalimba auf. Ein audiophiles Kleinod, das – wie immer bei Fonè – auf 496 Stück limitiert ist.

Fazit

Sollte man haben!
Eleonora Bianchini & Enzo Pietropaoli - Dos (Fone)


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Autor Ralf Henke
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Datum 14.10.2015, 11:57 Uhr
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