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Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Eddie Costa – The House Of Blue Lights (Jazz Workshop)


Eddie Costa – The House Of Blue Lights

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Da kann man mal wieder „Danke“ sagen. Das Label Jazz Workshop, mittlerweile bekannt durch seine stets auf 500 Exemplare limitierten Re-Issues im handgefertigten Cover im Original-Look, hat sich dankenswerterweise einer Perle der ausgehenden 1950er-Jahre angenommen. Eddie Costa, begleitet von Bass und Schlagzeug, brilliert auf seinem letzten Solo-Album an seinem „Zweitinstrument“, dem Klavier; eigentlich hatte er sich als Vibrafonist im Musikbusiness einen Namen gemacht. Seine Vorliebe für die unteren Oktaven der Klaviatur kommt hier voll zum Tragen, in die zwei oberen verirrt er sich nur in Ausnahmefällen. Dieses Klangspektrum führt dazu, dass der großartige Rhythmus dem Zuhörer wunderbar das Trommelfell massieren kann – herrlich! Das Album beginnt mit dem Titelstück, das sofort die Richtung des Albums aufzeigt: perkussiv, rhythmisch, manchmal ekstatisch, insbesondere beim dritten Stück der A-Seite, „Diane“. Neben zwei schwungvollen Eigenkompositionen gibt es auch noch zwei ungewöhnliche, fast schwermütige Interpretationen der Klassiker „My Funny Valentine“, das bei ihm besser „My Sad Valentine“ geheißen hätte, und „When I Fall In Love“. Eddie Costas nicht alltägliche Spielweise und die abwechslungsreichen Kompositionen machen ungeheuer viel Spaß und bieten darüber hinaus höchsten Klanggenuss.

Mein persönlicher Favorit ist das finale, fast zehnminütige „What‘s To Ya“, auf dem das Trio das gesamte Spektrum ihres Könnens zeigt. Wäre er nicht mit nur 32 Jahren bei einem Unfall ums Leben gekommen, stünde sein Name heute ganz groß am Jazz-Himmel!

Fazit

Piano-Jazz abseits ausgetretener Pfade, ungemein rhythmisch und mitreißend
Eddie Costa – The House Of Blue Lights (Jazz Workshop)


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