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Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Studio Konzert - Jubilee Edition 2013 – 2018 (Neuklang)


Studio Konzert - Jubilee Edition 2013 – 2018

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Kaum zu glauben, wie die Zeit vergeht. Es ist jetzt fünf Jahre her, aber ich kann mich trotzdem noch sehr gut an den Moment erinnern, als ich das erste Klappcover der Studio-Konzert-Reihe in Händen hielt und mich zunächst an der Gestaltung erfreute. Im satten Schwarz mit gelbem Rückenfalz kommen sie stets daher, darauf in Schwarz-Weiß die künstlerisch verfremdeten Fotos der Künstler. Auf der Rückseite kann sich der interessierte Connaisseur an der schematischen Aufstellung der Instrumente auf der Bühne erfreuen, dazu gibt es technische Informationen über die verwendeten Mikrofone und die Aufnahmetechnik. Da war mir direkt klar, diese Reihe will anders sein – und das ist sie auch. Die Musikauswahl war bei den inzwischen über 30 Alben immer treffsicher und abwechslungsreich, die musikalischen Darbietungen der Künstler auf allerhöchstem Niveau und die Aufnahmetechnik vom Allerfeinsten. Das gewisse Knistern, das bei Direktschnitt-Aufnahmen immer in der Luft liegt, hat bisher noch jeden Künstler dazu angespornt, die persönliche Höchstleistung abzurufen. In den Bauer Studios hat sich inzwischen jede Menge Material angesammelt, aus dem nun 13 Stücke ausgewählt wurden, um sie aus Anlass des fünfjährigen Bestehens der Studio-Konzerte erstmals zugänglich zu machen.

Nicht mitgezählt ist das eröffnende „The Orphan Boy Who Wanted to Be a King“ von Shalosh, das auch auf dem zugehörigen Album veröffentlicht wurde, aber aufgrund seiner Qualität den idealen Aufmacher für das Doppelalbum bildet. An das fabelhafte Konzert von Olivia Trummer wird mit „Sunny Days Ahead“ erinnert, das mit seiner lieblichen Note in starkem Kontrast zum folgenden Stück „Pendulum“ des Richie Beirach European Quartetts steht. Auch der die A-Seite beendende „Five Dance“ vom Helmut Eisel & Sebastian Voltz Trio steht beispielhaft dafür, dass es nicht an der musikalischen Qualität der Songs lag, dass die Stücke nicht auf das jeweilige Album gehoben wurden, sondern schlichter Platzmangel auf dem Vinyl den Rotstift geführt hat. Beim Wenden der ersten LP fällt mir auf, dass die Labels diesmal in Weiß gehalten sind, genau wie das Klappcover, das somit wie eine Umkehrung des üblichen Gestaltungsprinzips wirkt; eine gute Idee, das Jubiläumsalbum auch optisch herauszuheben. Die B-Seite erfreut die Ohren dann zunächst mit dem schwungvollen „New Cuts, Old Cats“ der Gruppe Meyers Nachtcafé, das mit dem geheimnisvoll beginnenden und sich dann ekstatisch steigernden „Departure“ von Chris Gall & Bernhard Schimpelsberger kontrastiert wird.

Studio Konzert - Jubilee Edition 2013 – 2018 (Neuklang)


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Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
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Autor Ralf Henke
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Datum 03.10.2018, 11:59 Uhr