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Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Komponist: Jon Lord / Interpreten: Deep Purple - Concerto for Group and Orchestra (Parlophone Records)


Komponist: Jon Lord / Interpreten: Deep Purple - Concerto for Group and Orchestra

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Um das Umfeld dieser Aufnahmen (band)geschichtlich einzugrenzen: Ende 1969 hatten sich Deep Purple in England und USA einigermaßen einen Namen gemacht – in ihrer ersten Besetzung mit Nick Simper am Bass und Rod Evans am Mikrofon hatten sie drei Alben eingespielt, die sich noch nicht so recht zwischen verspielten Cover-Versionen, echter Rockmusik und aufwendig arrangierten Klassik-Anleihen entscheiden konnten. Ein Stillstand war eingetreten – Evans und Simper durch die Virtuosität Jon Lords und Ritchie Blackmores auch zunehmend überfordert. Mit Ian Gillan als brillantem Shouter und dem auch kompositorisch versierten Roger Glover hatte sich dann die legendäre Mk. II Besetzung gefunden, die 1970 mit „In Rock“ die Rockwelt revolutionieren und in nur vier Jahren in Sachen Hardrock neue Maßstäbe setzen sollte. Zunächst einmal galt es aber für die neue Besetzung, noch eine andere Duftmarke zu setzen – die Aufführung des vom Keyboarder Jon Lord komponierten „Concerto for Group and Orchestra“, das als erste Realisation einer großen musikalischen Form in dieser Besetzung gilt. In der vorliegenden Ausgabe liegt erstmals die Gesamtaufnahme des Konzertabends vor – das Concerto machte damals nur etwa ein Drittel des gesamten Konzerts aus.

Die hörenswerte sechste Symphonie von Malcolm Arnold, dem Dirigenten des Abends, macht den Einstieg – ein knapp halbstündiges Werk, das in seinem zugänglichen Stil auch dem einen oder anderen Rockfan, der sich in die Royal Albert Hall verirrt hatte, ins Ohr gegangen sein dürfte. Danach folgte ein kurzer Auftritt Deep Purples mit den Songs „Hush“, „Wring that Neck“ und dem epochalen „Child in Time“, das aber in dem Umfeld eines klassischen Konzertsaals merkwürdig gebremst wirkt. Das Concerto selbst bringt in seinen drei Sätzen die vermeintlich unvereinbaren Gegensätze Rock und Klassik zunächst in Stellung. Man spielt zuerst gegeneinander, versucht, sich zu übertrumpfen, um dann aus Parallelität der Themen im Finale eine organische Einheit zu machen – die Grenzen sind endgültig niedergerissen – tosender Applaus.

Fazit

Die vorliegende Box ist eine liebevoll gemachte Hommage an die Zeit der Aufbruchsstimmung in der Rockmusik und an einen denkwürdigen Abend der Musikgeschichte, nicht nur für Deep-Purple-Fans. Klanglich ist gegenüber der geschnittenen Originalversion nicht allzu Dramatisches passiert – die Pressqualität ist einwandfrei.
Komponist: Jon Lord / Interpreten: Deep Purple - Concerto for Group and Orchestra (Parlophone Records)


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Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 21.05.2015, 12:02 Uhr