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Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Deep Purple - Made in Japan (Purple Records)


Deep Purple - Made in Japan

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Was soll man zu diesem Giganten am Rockhimmel schon noch schreiben: Platz 6 der wichtigsten Live-Alben der Rockgeschichte, von mir selbst auf mehrfachen Vinylausgaben totgespielt bis hin zur kompletten Un-Anhörbarkeit des Vinyls wegen Kratzern – wobei das auch an meinem damaligen nicht-highendigen Analogsetup und einer gewissen Ahnungslosigkeit bezüglich Justage gelegen haben kann. Jedenfalls liegen jetzt in einer aufwendig remasterten Neuausgabe erstmals die kompletten Aufzeichnungen der drei Konzerte vor, die zur ursprünglichen „Made in Japan“ zusammengeschnitten wurden. Die Vinylausgabe der Sammlerbox besteht aus insgesamt drei Dreifach-Alben, die die drei Konzerte so abbilden, wie sie wirklich passiert sind. Dreifach-Alben deswegen, weil die Zugaben bei allen drei Konzerten nicht mehr hinter das monumentale 20- minütige „Space Truckin’“ gepasst hätten. Und so gibt es zu jedem Doppelalbum eine fünfte Plattenseite obendrauf – zweimal mit „Black Night“ und „Speed King“, einmal mit „Black Night“ und dem Klassiker „Lucille“. Die Setlist der drei Konzerte ist ansonsten identisch – vom Opener „Highway Star“ über „Smoke on the Water“ bis hin zu dem etwas obskuren „The Mule“ ist alles vertreten, natürlich auch das Epos „Child in Time“.

Was dieses Album nach wie vor einzigartig macht, ist die extrem positiv aufgeladene Stimmung zwischen Band und Publikum – eine Menge, die ausgehungert war und über die westliche Rockmusik einen Kanal suchte, alles herauszuschreien, und eine Band, die auf dem Höhepunkt ihrer Schaffenskraft und Spielfreude angekommen war. Man hört es vor allem Ritchie Blackmore an, der oft genug während dieser Konzerte auf die eigene Virtuosität gepfiffen hat und rein auf Adrenalin spielt – und wenn das ein Solo ist, das weitgehend nur aus einem einzigen Ton besteht. Das vorliegende Set beinhaltet neben den drei Alben noch ein umfangreiches Booklet, in dem berühmte Musiker ihre erste Begegnung mit „Made in Japan“ und ihre Gefühle dabei schildern – eine schöne Idee, wie ich finde. Zusätzlich gibt es noch den Downloadcode fürs mobile Hören. Die Klangqualität des Remasters ist dankenswerterweise nicht allzu weit entfernt vom Original – besser kann eine Aufnahme mit dem damals vorhandenen rudimentären Equipment nicht sein. Muss sie auch nicht – das Wesentliche, nämlich die pure Energie, kommt auch so herüber.

Fazit

Schön gemachtes Remaster eines legendären Klassikers – hier endlich als drei Komplettmitschnitte.
Deep Purple - Made in Japan (Purple Records)


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Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 22.11.2014, 11:55 Uhr