Kategorie: Stereovorstufen, Endstufen

Systemtest: AVM Evolution PA3.2, AVM Evolution MA3.2


Stereovorstufen AVM Evolution PA3.2, AVM Evolution MA3.2 im Test , Bild 1
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Die Audio-Video-Manufaktur aus Malsch erfreut uns seit vielen Jahren mit handgemachten HiFi- Preziosen mit sowohl technisch als auch optisch hohem Anspruch, um ihre Produkte ein Teil der Wohnung werden zu lassen.

Es war eine Zeit lang recht still um das Traditionsunternehmen um Entwickler-Genie Günther Mania geworden. Seit Udo Besser von Burmester zu AVM wechselte, ist die Firma mit neuen Kräften am Markt und schlägt dem Vernehmen nach auch ordentlich ein, was mit hoher Wahrscheinlichkeit an den neuen Produkten liegt, die die Malscher uns in letzter Zeit präsentiert haben. Auf den ersten Blick sieht das, was mir der Vertrieb für diesen Test ins Haus geschickt hat aus wie die mittlerweile ausrangierten M3- beziehungsweise V3-Modelle, allerdings sieht die reale Welt natürlich ganz anders aus.
Es handelt sich um komplett neue Ware, die optisch leicht und technisch ordentlich aufgemöbelt wurde.

Feingeist



Man muss schon sagen: Der Evolution PA3.2 sieht toll aus. Ich habe schon ein paarmal aktuelle AVM-Geräte in Schwarz hier gehabt; in der silbernen Variante wirkt dieser Vorverstärker einfach unglaublich nobel.

Stereovorstufen AVM Evolution PA3.2, AVM Evolution MA3.2 im Test , Bild 2Stereovorstufen AVM Evolution PA3.2, AVM Evolution MA3.2 im Test , Bild 3Stereovorstufen AVM Evolution PA3.2, AVM Evolution MA3.2 im Test , Bild 4Stereovorstufen AVM Evolution PA3.2, AVM Evolution MA3.2 im Test , Bild 5Stereovorstufen AVM Evolution PA3.2, AVM Evolution MA3.2 im Test , Bild 6Stereovorstufen AVM Evolution PA3.2, AVM Evolution MA3.2 im Test , Bild 7Stereovorstufen AVM Evolution PA3.2, AVM Evolution MA3.2 im Test , Bild 8
Das hairlinegebrushte Alugehäuse verfolgt ein sehr schlichtes, absolut zeitloses Design, zwei große Drehknöpfe warten förmlich auf Männerhände und quittieren die Bewegung mit sattem Klacken (Quellenwahl) oder sanftem Drehmoment (Lautstärkeregler). Der klaren und aufgeräumten Optik zuträglich sind kleine Detaillösungen wie die nach hinten etwas über die eigentlichen Gehäusemaße herausragenden Wände, die die Anschlussterminals verdecken und somit das Gesamtbild sauber halten. Diesen Vorverstärker kann ich mir prima in einem modernen Wohnambiente vorstellen. Modern ist ein gutes Stichwort, denn dieser Vorverstärker ist technisch auf dem neuesten Stand. Die Lautstärke ist elektronisch umgesetzt und erlaubt das Einstellen des Signalpegels in 0,5-dB-Schritten. Die Elektronik sieht dank sauberer SMD-Bestückung wunderschön und aufgeräumt aus, die Signalpfade sind so kurz, wie es nur geht. Sein komplett modularer Aufbau erlaubt zudem, ihn sich so zu konfigurieren, wie man es braucht. Wer beispielsweise keinen Plattenspieler besitzt, kann zunächst auf das Phonomodul verzichten und es nachkaufen, wenn der Bedarf da ist. Ebenso Option, für einen Freund digitaler Musik jedoch Pflicht, ist die DAC-Platine. Auf der befinden sich optische und elektrische Digitalanschlüsse und ein USB-Port, an dem der Computer angeschlossen werden kann. Auf der Platine befindet sich ein TI-USB-Receiver, ein für das Upsampling (und gleichzeitiges jitterreduzierendes Reclocking) verantwortlicher SRC-Baustein sowie ein DAC-Chip von Burr-Brown. Das ist eine äußerst feine Bestückung, die keinen Wunsch nach einer externen Lösung aufkommen lässt.
Fünf analoge Geräte lassen sich unabhänig von der Konfiguration verbinden, die sind immer an Bord. Außerdem gibt es die AV-typische Prozessorschleife, die beispielsweise das Einbinden eines aktiven Subwoofers oder eines Soundprozessors erlaubt.

Kraftprotze



Die Endstufen sind vom ganz potenten Schlag. Diesen Teilen wird es völlig egal sein, was für einen Lautsprecher Sie anschließen wollen, denn sie verfügen über Leistung satt, hohe Dämpfungsfaktoren und damit einhergehend hohe Kontrolle jeder noch so schweren Schwingspule. Einwandfreie 280 Watt an acht Ohm habe ich gemessen, an vier Ohm sind es gar 390 Watt. Das reicht für jeden Lautsprecher, wirklich jeden. Mit diesen Reserven treibt man mühelos den Riesenschallwandler mit 12-Zoll-Doppelbestückung. Die Erfahrung hat gezeigt, dass solche Lautsprecher stets einen sehr zackigen und dynamischen Antritt haben, auch wenn ein eher ziviler Schallwandler angeschlossen wird. Die hohen Leistungsausbeuten aus diesen vergleichsweise recht kompakten Kisten ermöglicht das Class-D-Verstärkersystem, das heutzutage die nötige Reife hat, klanglich anspruchsvolle Hörer zufriedenzustellen. Die ganz frühen Class-D-Verstärker konnte das nämlich nicht, weshalb bis heute die Vorurteile herrschen. Irgendwie ist das Gerücht aufgekommen, das „D“ in Class-D würde für digital stehen, was natürlich komplett falsch ist. Das Musiksignal steckt hier in analoger Form, nur eben anders moduliert, drin. Trotzdem denken viele immer noch, Schaltverstärker würden kühl und charakterlos klingen, eine Mär, mit der ich aufzuräumen gedenke. Ich habe schon viele moderne Class-D-Amps gehört und bin von vielen davon hellauf begeistert. Class-D kann ganz hervorragend klingen und bringt sogar noch Vorteile mit, die mit „herkömmlichen“ Class- A/B-Konzepten gar nicht möglich sind. Die hohe Effizienz ermöglicht zudem extrem hohe Leistungswerte bei relativ geringer Wärmeentwicklung. Nach den Messungen im Labor sind die Monos jedenfalls gerade einmal handwarm geworden, obwohl ich sie ordentlich belastet hatte.
Den Anschluss zur Vorstufe nimmt man symmetrisch oder asymmetrisch per Cinchkabel vor, die M3 schaltet sich bei Bedarf automatisch ein, sobald ein Signal anliegt. Die Eingangsempfindlichkeit ist bei RCA-Anschluss zirka 2 Volt, asymmetrisch doppelt so viel. Das liegt im Bereich dessen, was die allermeisten Vorstufen zu liefern imstande sind.

Klang



Die immense Kraft, die in den MAMonos steckt, ist übrigens umgehend hörbar. Diese Verstärker lassen die Schwingspule nicht los, zeigen dem angeschlossenen Lautsprecher problemlos, wer Herr im Haus ist und setzen ihr klares, dynamisches und fein auflösendes Spiel durch. Ich bin Ende des Hörtests an der Einstellung „Clear“ hängengeblieben. Die klingt tatsächlich trotz der Aufschrift herrlich weich, behält die kraftvolle Spielweise mit einem schön strammen Bass bei und fördert die etwas ausdrucksstärkeren Stimmen und Instrumente zutage. Die AVM-Monos geben dem Benutzer das Gefühl, einen Verstärker einzusetzen, auf den man zu jeder Sekunde vertrauen kann, das ist in meinen Augen eine ganz wichtige Aussage.

Fazit

„Die Vorstufe kann man mit ihrem modularen Aufbau, der sauberen technischen Umsetzung und dem glasklaren Klang nur lieben. Die MA3.2-Monoblöcke transportieren diesen Feingeist mühelos an jeden Lautsprecher. Feine Sachen!“

Kategorie: Stereovorstufen

Produkt: AVM Evolution PA3.2

Preis: um 3450 Euro


6/2012

Kategorie: Endstufen

Produkt: AVM Evolution MA3.2

Preis: um 5590 Euro


6/2012
Ausstattung & technische Daten: AVM Evolution PA3.2
Preis: um 3.450 Euro 
Vertrieb: AVM, Malsch 
Telefon: 07246 4285 
Internet: www.avm-audio.de 
Abmessungen (B x H x T in mm): 430/100/325 
Eingänge: 1 x S/PDIF TosLink (bis 192 kHz, 24 Bit) 
Ausgänge: 1 x analog RCA 
Checksum: „Die Vorstufe kann man mit ihrem modularen Aufbau, der sauberen technischen Umsetzung und dem glasklaren Klang nur lieben. Die MA3.2-Monoblöcke transportieren diesen Feingeist mühelos an jeden Lautsprecher. Feine Sachen!“ 
Ausstattung & technische Daten: AVM Evolution MA3.2
Vertrieb AVM, Malsch 
Telefon 07246 4285 
Internet www.avm-audio.de 
Preis: um 5.590 Euro 
Leistung 8 Ohm (in Watt): 280 
Leistung 4 Ohm (in Watt): 390 
Klirrfaktor bei 5 Watt (in %): 0.033 
Klirrfaktor bei 140 Watt (in %): 0.019 
Rauschabstand: 94 
Dämpfungsfaktor (100 Hz): 300 
Dämpfungsfaktor (1000 Hz): 265 
Eingänge 1 x analog RCA, 1 x analog XLR 
Checksum: „Die Vorstufe kann man mit ihrem modularen Aufbau, der sauberen technischen Umsetzung und dem glasklaren Klang nur lieben. Die MA3.2-Monoblöcke transportieren diesen Feingeist mühelos an jeden Lautsprecher. Feine Sachen!“ 
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Christian Rechenbach
Autor Christian Rechenbach
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Datum 19.06.2012, 10:12 Uhr
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