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Kategorie: Stereovorstufen

Einzeltest: Jeff Rowland Design Group Research Capri 2 - Seite 3 / 4


Schatzkästchen

Mehr braucht in der Praxis kein Mensch. Das Gerät ist grundsätzlich symmetrisch aufgebaut, die spezielle Schaltungstechnik konvertiert unsymmetrische Signale ohnehin umgehend in ihr symmetrisches Pendant. Am Ausgang gilt Ähnliches: Es stehen XLR- und Cinchbuchsen zur Verfügung. Es gibt eine neue Fernbedienung - übrigens keinen hübschen, aber eigentlich ziemlich unpraktischen Aluklotz, sondern eine pragmatische Variante – mit der man jetzt auch das Display abschalten kann. Jenes ist nach wie vor eine fürs Auge sehr angenehme grüne Leuchtdiodenanzeige, die das Ablesen des Pegels auch aus größeren Entfernungen erlaubt. Rowland fräst seine Gehäuse aus einem massiven Block Aluminium, lediglich die Front ist ein separates Bauteil. Die Oberflächen tragen dieses einmalige, mit einem speziellen Diamantwerkzeug herstellbare Finish mit Wellenstruktur. Eine spezielle Lackierung schützt die Metalloberflächen vor Fingerabdrücken oder Schlimmerem. Die kleine Rowland fasst sich rundherum perfekt an, jedes Detail strahlt Wertigkeit aus. Ob es der sahnig drehende Pegelsteller ist (hinter dem sich natürlich ein moderner Impulsgeber verbirgt) oder die kleinen runden Metalltaster, deren Betätigung im Geräteinneren von sanftem Relaisklicken quittiert wird – das fühlt sich einfach gut an.

Technisch ist die S2-Variante kein kleines Update im Detail, Rowland ließ kaum einen Stein auf dem anderen. Das Netzteil – nach wie vor eine Schaltversorgung – wurde durch einen rauschärmeren Typen ersetzt. Die Verstärkerschaltung sitzt auf einer kompakten Platine hinter der Front und hat ein gründliches Redesign erfahren. Geblieben ist das zentrale Verstärkerbauelement – ein winziger voll differenzieller Verstärkerchip namens OPA1632. Ob beim Vorgängermodell auch schon Signalübertrager mit im Spiel waren, weiß ich gerade nicht genau – jedenfalls hat dieses typische Rowland-Feature spätestens jetzt auch bei der Capri Einzug gehalten. Die Lautstärke wird mit einem diesbezüglich spezialisierten Chip eingestellt, insgesamt sieht die Schaltung aufgeräumter aus als vorher; es scheint, als wäre sie strukturell auch etwas schlichter geworden. Geschadet hat’s ihr offensichtlich nicht, messtechnisch steht das Maschinchen auf ähnlich perfektem Niveau da wie schon der Vorgänger. An der Technik ist nichts, womit man sich als Anwender weiter beschäftigen müsste: Einmal eingespielt, ist die Rowland nach maximal zehn Minuten klanglich voll da. Natürlich hat man bei so einem kompakten Gerät intuitiv Bedenken, ob es denn auch wie „richtiges“ HiFi klingen kann.

Preis: um 4750 Euro

Jeff Rowland Design Group Research Capri 2


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