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Kategorie: Tonarme

Einzeltest: Primary Control Reference - Seite 3 / 3


Dreh- und Angelpunkt

Und schon vorher war klar, dass das Atlas die erste Wahl fürs akustische Kennenlernen des Arms sein würde. Zumal es sich durch eine gewisse Toleranz in Sachen Geometrie und Betriebsparameter auszeichnet, was in der „Kennenlernphase“ für so einen ungewöhnlichen Arm definitiv ein Vorteil ist. Wir beginnen musikalisch mit etwas Atmosphärischem in Gestalt des 1996er-Townes-van-Zandt-Samplers „In Pain“. Ach ja. Bei „Loretta“, einer schön trockenen Live-Einspielung, die den Künstler leider schon deutlich jenseits seines Zenits zeigt, fällt bereits ein Händchen fürs Feine auf: Primary Control und Atlas zelebrieren den Hall der Kontzerthalle förmlich. Die Stimme ist ohnehin mit künstlichem Hall versetzt, die akustische Gitarre aber produziert auch ein wenig davon – das kannte ich so noch gar nicht. Tonale Auffälligkeiten kann ich noch nicht feststellen, grobdynamisch herrscht noch eine gewisse Zurückhaltung. Die werde ich zunächst auch nicht los. Des Rätsels Lösung: das Anzugsdrehmoment zweier Schrauben. Sowohl bei der, die die Systemträgerplatte ans Ende des Arms koppelt als auch bei der, die die Armbasis mit der Panzerholzplatte verbindet. Hier war‘s zu wenig. Bernd Hemmen riet mir zu einer gewissen Zurückhaltung in dieser Hinsicht und er hatte recht damit: Dreht man zu fest, verliert das Gebotene ein wenig Luft und Spielfreude. Es wird enger, gestresster.

Die Wahrheit liegt mal wieder in der Mitte. Es spricht für den Arm, dass er diese Dinge, die in ihrer Ausprägung nicht eben gewaltige Dimensionen annehmen, problemlos hörbar macht. Wir legen London Grammar auf, und „If You Wait“ überzeugt uns kurz und schmerzlos davon, dass Druck und Kontur in den tiefen Lagen genau so sind, wie wir das wollen. Das Lyra spielt groß, dreidimensional und mit der ihm eigenen unglaublich mitreißenden Art. Was hier vielleicht noch ein wenig überzeugender gerät als sonst, ist das mit den ganz feinen Dingen. Mit dem Mikrokosmos. Mit der Atmosphäre ohne Töne. Der Primary Control Reference hilft beim Eintauchen in die Dinge, er fesselt, er nimmt mit. Bei mir hat er das gründlich getan und ich ziehe den Hut vor dieser von außergewöhnlicher Liebe zum Detail geprägten tollen Konstruktion.

Fazit

Physisch wie akustisch eine Preziose sondergleichen. Tonal von vorbildlicher Linearität, dynamisch nicht zu beeindrucken, mit einem ausgeprägten Händchen fürs Feinstoffliche.

Preis: um 5000 Euro

Primary Control Reference


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Ausstattung & technische Daten 
Kontakt Primary Control, Amsterdam, Holland 
Telefon 0031(0)6 41309423 
Internet www.primarycontrol.nl 
Garantie (in Jahre) lange 
Unterm Strich... » Physisch wie akustisch eine Preziose sondergleichen. Tonal von vorbildlicher Linearität, dynamisch nicht zu beeindrucken, mit einem ausgeprägten Händchen fürs Feinstoffliche. 

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