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Topthema: Raumakustik verbessern - Schallabsorber einsetzen
Kategorie: Vollverstärker

Einzeltest: Audio Research DSi200 - Seite 2 / 4


The Times, They Are A-Changin‘


Als Stammleser wissen Sie, dass Audio Research exzellente Elektronik baut. Wir hatten in den letzten Jahren allein drei Phonovorstufen aus Minnesota in der Mache, und alle lieferten hervorragende Ergebnisse. Gleiches galt für diverse Vor-, End- und Vollverstärker. Allen gemeinsam war, dass Röhren in ihnen eine entscheidende Rolle spielten. Ähem … Moment. Bei gründlicherer Betrachtung stimmt das nicht hundertprozentig. Da war noch dieser klanglich exzellente D/A-Wandler DAC7, der kommt – igitt – ohne Röhren aus. Braucht Sie nicht zu jucken, der ist so digital, dass er für uns in der „LP“ ohnehin nicht in Frage kommt. Aber: Es geht offensichtlich auch ohne. Und wenn ich so zurückdenke, kann ich mich an eine ganze Reihe an ausschließlich mit Halbleitern bestückte Geräte von Audio Research erinnern. Und richtig, eigentlich sind auch die aktuellen Top-Maschinen aus Plymouth mit Chips und Fets bestückt; de facto handelt es sich um Hybridkonstruktionen. Das kann man eingedenk der Ergebnisse alles noch akzeptieren, aber jetzt das: Audio Research baute einen Schaltverstärker. Bevor jetzt wieder jemand „Igitt, ein Digitalverstärker“ ruft: Dem ist nicht so. So etwas wie einen Digitalverstärker gibt es nicht. Es gibt auch bei einem Schaltverstärker einen stetigen Zusammenhang zwischen Ein- und Ausgangsspannung, und damit ist die Definition für analoges Verhalten erfüllt: Hier wird nichts in diskrete Zahlenwerte gewandelt, verrechnet oder „Schlimmeres“ getan. Wir akzeptieren also zähneknirschend, dass Audio Research keine auf Gedeih und Verderb traditionellen Prinzipien verhaftete Retro-Firma ist, sondern mit Technologie jeglicher Couleur überhaupt kein Problem hat; die „Definition Series“, zu der auch unser Proband namens DSi200 (der kostet übrigens 6.000 Euro) gehört, war zudem schon immer die technologische Spielwiese des Unternehmens, und davon wurde gerade hier weidlich Gebrauch gemacht. Rein äußerlich unterscheidet sich das Gerät kaum von einem Verstärker klassischer Machart. Okay, diesmal gibt’s ein silbernes Alugehäuse und keine schwarzen Schrumpflackdeckel, aber das war’s auch schon. Anschlussseitig sieht ebenfalls alles unverdächtig aus: zwei symmetrische und drei unsymmetrische Eingänge, ein Paar Lautsprecherterminals – das war’s. Auch in Sachen Bedienung sieht alles nach klassischem Vollverstärker aus; hübsche Displays und ein wenig Mikrocontrollertechnik zur Steuerung sind jetzt auch nichts soo Besonderes. Was soll das überhaupt, dieses Schaltverstärkerprinzip? Nun, auf dem Papier ist es das Paradies: Eine extrem hoher Wirkungsgrad ermöglicht Aufbauten fast ohne Kühlkörper, gewaltige Leistungen auf kleinstem Raum werden möglich. Die doofen EU-Bürokraten haben endlich nichts mehr zu meckern, weil dieses Prinzip so „grün“ ist, wie es nur sein kann (okay, die in Brüssel werden etwas anderes finden, um dem Audio-Business den Hahn abzudrehen), die Geräte werden klein, leicht und billig. So die landläufige Meinung. Möglicherweise hat sich die in Minnesota noch nicht so ganz herumgesprochen, denn mit diesen Faktoren hat der DSi200 nur bedingt etwas am Hut. Er ist fast einen halben Meter breit und ebenso tief, wiegt satte 17 Kilo und verbraucht ohne Signal rund 35 Watt. Okay, das ist kein Class-A-Niveau, aber auch nicht sensationell wenig. Der Wirkungsgrad steigt, wenn wir ihn fordern: Bei 5 Watt am Ausgang verbraucht er 44 Watt, bei 100 Watt muss man 270 hineinstecken. Das ist dann immerhin ein Wirkungsgrad von 74 Prozent, das ist schon mal nicht so schlecht und mit einem klassischen Konzept schon ziemlich

Preis: um 6000 Euro

Audio Research DSi200


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Dipl.-Ing.
Michael Voigt
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Holger Barske
Autor Holger Barske
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Datum 09.06.2010, 14:11 Uhr