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Kategorie: Vollverstärker

Einzeltest: Quad Elite INT - Seite 3 / 3


Elitäres für normalos

nd erledigt. Sehr praktisch, aber die audiophile Seele schmerzt das vielleicht ein wenig – der Einsatz einer hochwertigen Signalverkabelung fällt damit aus. Alle Elite-Geräte stecken in einem überaus soliden Gehäuse aus Aluminiumguss. Das sorgt für eine löbliche Anfassqualität – schade nur, dass die Gerätefront, quasi die Visitenkarte des Gerätes, aus Kunststoff besteht. Das Gesicht erhellt sich jedoch sofort wieder, wenn man das Bodenblech des Verstärkers lupft: Das Ding ist voll bis unters Dach. Und zwar nicht mit irgendwelchem Billigkram, sondern mit einer aufwendigen Architektur und hochwertiger Bestückung. Eine Mehrlagenplatine nimmt fast das ganze Gerät ein, einzig der fette Ringkerntrafo ist direkt am Gehäuse befestigt. Die Vorstufensektion setzt auf solide Operationsverstärker aus dem Hause Burr-Brown, und davon viele: Jeder Eingang wird separat gepuffert, der Tape- und der Vorverstärkerausgang haben eigene Treiber, die Eingangsumschaltung erfolgt mit elektronischen Schaltern. Der Pegelsteller ist ebenfalls von der integrierten Sorte und darf andernorts in weit teureren Maschinen seinen Dienst verrichten. Die Endstufen – eine links, eine rechts an den Seitenwänden – sind ziemlich aufwendige diskrete Konstruktionen, jeweils zwei potente bipolare Motorola-Leistungstransistoren sorgen für die Power an den Lautsprecherklemmen. Dem Ringkerntrafo stehen vier dicke Siebelkos für die Endstufe und diverse Spannungsregler für die anderen Schaltungsteile zur Seite. Das ist ausgesprochen konsequent und hochwertig gemacht und macht das Gerät eindeutig zu einem Schnäppchen. Zum Lieferumfang gehört selbstverständliche eine Fernbedienung, die bei Bedarf ein ganzes Elite-Ensemble zu befehligen in der Lage ist. Wem das zu profan ist, der darf natürlich auch am Gerät Knöpfchen drücken: Die schmalen Gummitaster wählen die verschiedenen Eingänge an, verstellen die Lautstärke, auch die Balance lässt sich verändern: Dazu aktiviert man den „Balance- Modus“ und kann hernach die Kanäle mit den Lautstärketastern variieren. Und was kann er im Hörraum, der Flachmann? Auf alle Fälle etwas ganz Wichtiges: Nämlich jemanden wie mich, der in erster Linie mit Spielzeugen hantiert, die locker das Zehnfache des Elite INT kosten, daran erinnern, dass man auch ohne Wachschutz vor der Wohnungstür ausgezeichnet Musik hören kann. Klar, ich hab viel zu teure Zuspieler an den Quad gestöpselt und war darauf vorbereitet, die dicke Analogkombi nicht wiederzuerkennen. Weit gefehlt. Der kleine Integrierte lässt sich von Atlas & Co. nicht im Geringsten beeindrucken. Er langt im Bass hin, dass es nur so kracht: Kräftig, akkurat und schwarz tönt’s im Frequenzkeller. Geeignetes Mittel zum Detektieren derartiger Fähigkeiten: Das letzte Massive-Attack-Album „Heligoland“. Wenn bei „Spllitting the Atom“ Tiefgang und Druck überzeugend beim Hörer ankommen, dann müssen Lautsprecher und Verstärker eine Menge richtig machen – wie hier. Und hier wird schon klar: Der Quad hält nichts von engen Räumen. Er staffelt sowohl in der Breite als auch in der Tiefe sehr ordentlich und löst das Geschehen sehr gut von der großen Audio Physic – erstaunlich für ein Gerät dieser Preisklasse.

Fazit

Kontrastprogramm. Wir hören Tom Waits mit „Bad As Me“, dem aktuellen Werk des Rinnstein-Poeten. Herrlich – es schnarrt, es knödelt und krächzt genau so, wie sich das bei Tom Waits gehört. Der Verstärker dröselt das Chaos sehr beachtlich auseinander, verheddert sich nicht in der vertrackten Rhythmik und, ganz wichtig bei Tom Waits: Er transportiert das Dreckige und Schräge absolut überzeugend. Klar, all das geht noch ein bisschen besser, wenn man deutlich mehr Geld in die Hand nimmt, doch die Richtung stimmt ganz eindeutig – ich kann dem Elite INT an keiner Stelle wirklich am Zeug flicken.
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Preis: um 1200 Euro

Quad Elite INT


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Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb SWS Audio, Wallenhorst 
Telefon 05407 818691 
Internet swsnord@aol.com 
Garantie (in Jahre)
B x H x T (in mm) 320/70/310 
Gewicht (in Kg) 6.6 
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Holger Barske
Autor Holger Barske
Kontakt E-Mail
Datum 13.11.2012, 09:28 Uhr
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