Möchten Sie zur Seite für Mobilgeräte wechseln ? JaNein
Kategorie: Zubehör HiFi

Bericht: Alles digital?


Alles digital?

8486

Eigentlich haben wir es doch ganz einfach. Unsere Musikdaten werden als saubere und eindeutige digitale Daten abgespeichert, so dass die Qualität der Wiedergabe immer gleich hoch sein müsste und nur von der Güte der Abspieler abhängt. Echt? Ist das so? Schön wär’s.

Was sich im ersten Moment ganz prima anhört, ist leider nicht ganz so einfach zu betrachten. Natürlich haben wir digital gespeicherte Daten, die immer im ersten Schritt zu hundert Prozent reproduzierbar dekodiert und irgendwann gewandelt werden müssen.Es wäre ja wirklich zu schön wenn wirklich alles so digital wäre, wie sich das anhört, denn dann wär‘s einfach. Grundlegend beschreiben die beiden Zustände „1“ und „0“ ja festgelegte Spannungswerte. Unterhalb einer gewissen Schwelle ist alles „0“, alles darüber entsprechend „1“. Jetzt kann man nur leider eine Sache mal komplett vergessen: Dass diese beiden Zustände immer als saubere Flanken auftreten und im Zeit- und Wertbereich immer schön konstant sind. Meist sind die Flanken so dermaßen verbogen, dass man sie als saubere Rechtecke schon gar nicht mehr identifizieren kann. Das macht es dem System schon mal schwerer, das richtige Signal aus diesem Chaos-Haufen überhaupt extrahieren zu können. Und dann haben wir ja außerdem noch den verhassten Jitter. Und der wird oft missverstanden. Die Meinung vieler ist: Wenn ich ein digitales, aus diskreten Zuständen bestehendes Signal abtaste, seinen Wert erwische und abspeichere, dann bin ich auf der sicheren Seite. Leider nicht. Das reicht noch nicht. Es liegt nämlich auch dann ein Fehler vor, wenn ein Signal seinen Zustand auf den korrekten Wert, aber zur falschen Zeit wechselt.

Wir reden ja immer alle von Signalspektren, Frequenzgängen und so weiter. Doch sollte man nicht vergessen: Zu einem Spektrum gehört IMMER ein Betrag und eine Phase. Ich veranschauliche das gerne mit einem Bild. Auch ein Bild hat ja einen Betrag und eine Phase. Und auch hier passieren komische Dinge, wenn man die Phase außer Acht lässt. Bild 1 zeigt ein weißes Rechteck auf schwarzem Hintergrund. Das nehmen wir mal als unser Signal an. Bild 2 zeigt das Spektrum dieses Signals. Es zu analysieren ist unnötig, denn wenn Sie sich mal Bild 3 ansehen und dann das korrespondierende Spektrum dieses Signals sind zwei Dinge festzustellen. Die Spektren (Bild 5 und 6) sind exakt gleich, doch sie werden mir doch recht geben, dass sich die Ausgangsbilder (1 und 3) und somit auch die Signale voneinander unterscheiden?
Die folgenden beiden Bilder zeigen nun die Phase von Bild 1 (links) und Bild 3 (rechts). Und hier ist ja wohl eindeutig ein Unterschied zu erkennen. Übertragen wir das nun auf Audiosignale. Der Betrag eines Bildsignals korrespondiert mit dem Betrag des Audiosignals, die Zeitdifferenz, die den Jitter-Fehler ausmacht, korrespondiert mit dem Ort des Rechtecks. Auch wenn also auf den ersten Blick alles in Ordnung scheint, so haben wir doch einen Fehler, den wir nicht wollen. Das macht sich besonders dann bemerkbar, wenn wir mehrere Signale miteinander verrechnen.

Alles digital?


-

Neu im Shop

Raumakustik verbessern durch Schallabsorber

>> Mehr erfahren
Christian Rechenbach
Autor Christian Rechenbach
Kontakt E-Mail
Datum 09.07.2020, 12:28 Uhr
196_18337_2
Topthema: Micro-Power
Micro-Power_1601623985.jpg
Audio System M-100.2 MD,M-50.4 MD, M-300.1 MD

Mit M-100.2 MD, M-50.4 MD und M-300.1 MD kommen ganz frisch drei neue Endstüfchen von Audio System in die Redaktion. Mit aktuellen Features und neuester Technologie scheinen sie perfekt in die Zeit zu passen. Wir machen den Test.

>> Mehr erfahren
Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
Markt für Consumer Electronics und Hausgeräte wächst trotz Pandemie

In diesen turbulenten Zeiten gibt es auch noch gute Nachrichten, wie eine aktuelle Studie der gfu Consumer & Home Electronics GmbH) belegt. Demnach entwickelt sich der Home Electronics Markt (Consumer Electronics und Elektrohausgeräte) entgegen früherer Prognosen durchaus positiv. Entsprechend erwartet die gfu Consumer & Home Electronics GmbH für das Gesamtjahr 2020 einen Umsatzzuwachs um rund drei Prozent auf rund 44 Milliarden Euro. Die erste Prognose vom Jahresanfang 2020 belief sich auf rund 43 Milliarden Euro. Gemäß der aktuellen gfu Prognose wird die Consumer Electronics-Sparte um rund vier Prozent auf knapp 29 Milliarden Euro (zuvor knapp 28 Mrd. Euro), der Elektrohausgeräte-Bereich (Elektro-Groß- und -Kleingeräte) um knapp zwei Prozent auf rund 15 Milliarden Euro wachsen.
>> Alles lesen

Dipl.-Phys.
Guido Randerath
Ressort Heimkino und Car Hifi
No-Name vs. Marke

Preisgünstige Produkte müssen nicht zwingend schlecht sein. In der Lebensmittelbranche beispielsweise kommt es vor, dass ein und dasselbe Produkt unter einem teuren Markenlabel sowie deutlich günstiger als No-Name im gleichen Supermarkt-Regal stehen. Doch wie verhält es sich bei Elektronik-Geräten?
>> Alles lesen

Dirk Weyel
DAB+, Digitales Fernsehen
DAB+ Ausbau geht weiter

Das Digitalradio DAB+ ist weiter auf der Erfolgsspur und nimmt kurz vor dem Jahreswechsel nochmal richtig an Fahrt auf.
>> Alles lesen

Elmar Michels
Ressort Car Hifi
Wohnmobil-Entertainment

Wohnmobile sind schwer angesagt und auch das Thema Entertainment wird bei Campern immer wichtiger. Daher ist die Nachrüstung von Campern auch hier bei uns ein Thema.
>> Alles lesen

Philipp Schneckenburger
Ressort Hifi und digitales Hifi
Es geht wieder los...

Es gibt viele Dinge, an denen man leicht das bevorstehende Ende des Jahres ablesen kann. Kürzere Tage, kälteres Wetter, Lebkuchen im Supermarkt, oder die ersten Prospekte für die Feiertagsdekoration. Der Musikfan kann das nahende Weihnachtsfest aber noch an einer ganz anderen Sache ablesen: Den neu veröffentlichten Alben.
>> Alles lesen

Thomas Schmidt
Chefredakteur Hifi-Lautsprecher Testjahrbuch
Lautsprecher-Selbstbau 2020

In meinen Jugendzeiten war das Hauptargument für den Lautsprecher-Selbstbau der Kostenfaktor: Ausgewachsene Hifi-Boxen konnten wir uns nicht leisten, also schraubten wir billige Chassis von der Resterampe in irgendwelche Spanplattenkisten und nannten ein paar zufällig zusammengewürfelte Bauteile Frequenzweiche. Die Endergebnisse von damals möchte ich heute nicht vor dem Messmikrofon haben - Spaß gemacht hat es trotzdem.
>> Alles lesen

kostenloses Probeexemplar Cover Probeexemplar
jetzt laden (PDF, 15.64 MB)
Interessante Testportale:
  • www.smarthometest.info
  • www.heimwerker-test.de
  • www.hausgeraete-test.de
Allgemeine Händlersuche
Landkarte PLZ0 PLZ1 PLZ2 PLZ3 PLZ4 PLZ5 PLZ6 PLZ7 PLZ8 PLZ9

Klicken Sie auf Ihre PLZ oder wählen Sie ein Land

Händler des Tages

HiFi Center Liedmann