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Kategorie: Blu-ray Film

Filmrezension: Planet 51 (Sony Pictures)


Planet 51

2014

Das Universum ist 800 km lang, hat ca. 1000 Sterne, intelligentes Leben gibt es nur hier und Außerirdische nur im Kino.

Angst vor dem Unbekannten



Das zumindest glaubt Lem, einer der grünen eierlegenden Bewohner von Planet 51. Deshalb staunt er auch nicht schlecht, als eines Tages ein seltsamer Zweibeiner im akkurat gepflegten Vorgarten des idyllischen Vorstadtlebens landet und seine merkwürdige Sternenflagge in den Boden rammt. Bisher gab es fremde Intelligenz nur gerüchteweise, und eine angebliche Außerirdischensuchstation namens „Base 9“ gehört auch ins Reich der Märchen. Die Panik, die allerdings nach der Landung des hellhäutigen Raumfahrers ausbricht, ist real. Während also alle glauben, ihre Welt ginge unter und das Militär von Base 9 (gibt es natürlich doch) Abwehrmaßnahmen ergreift, stellt sich heraus, dass der Astronaut vom Planeten Erde gar nicht böse ist. Mehr noch, spricht er sogar die gleiche Sprache, heißt Baker und schließt schnell mit Lem Freundschaft. Während Lem Baker also zur Flucht verhilft, das Militär die schlimmsten Ängste vor dem Fremden schürt und sich die lokale Hippie-Truppe zum gewaltlosen Protest formiert, wird für Baker langsam die Zeit knapp. Seine Raumstation ist auf die Rückreise zur Erde programmiert, ob mit oder ohne ihn … „Planet 51“ lebt von seinem Clash of Civilizations, von den großartig animierten Gesichtausdrücken der Bewohner, als Charles T. Baker auf ihrem Planeten landet. Dazu gesellt sich die perfekte Nachempfindung der USA in den Fünfzigern: Angefangen von der Kleidung über die Vorstadtgrillattitüde bis hin zum schwebenden Pink Cadillac – den Machern gelingt es perfekt, die Story einmal aus der anderen Perspektive zu erzählen und noch dazu mit zahlreichen Filmzitaten aus „E.T.“, „Wall-E“ oder „Singing in the Rain“ zu garnieren. In Anbetracht der Persiflage auf die angedeuteten Ängste hätten die Dialoge aber durchaus gepfefferter und böser sein dürfen. Im englischen Original zündet der Wortwitz übrigens deutlich besser, beispielsweise wenn Baker landet und bei seinen ersten Schritten auf dem fremden Planeten einen Fehltritt auf ein Quietscheentchen mit „What the ... duck?“ kommentiert.

Bild und Ton


Das Bild der Blu-ray ist perfekt, da gibt es nichts zu mäkeln: Der Kontrastumfang ist hoch, die Farben extrem kräftig und die Schärfe und Detailtiefe sucht selbst unter animierten Filmen ihresgleichen (Twix-Verpackung 42’44). Das Bild ist fast hyperreal plastisch. Ebenso gut schlägt sich der Ton, der nicht nur die Landung von Baker mit viel Basseinsatz und Dynamik präsentiert, sondern fast permanent wunderbare Surroundeffekte platziert und in den Actionszenen richtig aufdreht.

Extras


Neben BD-Live-Anbindung und einem Spiel mit zäher Steuerung erwarten den Käufer der Blu-ray drei erweiterte Szenen, ein kurzes Feature, in dem die Details der Fünfziger noch einmal gezeigt werden, ein Making-of, das eher ein längerer Trailer ist, ein Feature über die Originalsprecher, ein Musikvideo und ein paar Animationen im Entstehungsprozess – hier wäre deutlich mehr drin gewesen. Zumindest liegt alles in HD vor und ist untertitelt.

Fazit

Obwohl „Planet 51“ etwas zu zahm ist, ist er ein großer Animationsspaß für die ganze Familie und gleichzeitig ein Plädoyer für Toleranz und Freundschaft.
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Planet 51 (Sony Pictures)

5.0 von 5 Sternen

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Timo Wolters
Autor Timo Wolters
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Datum 05.07.2010, 12:40 Uhr
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