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Kategorie: Blu-ray Film

Filmrezension: From Paris with Love (Universum)


From Paris with Love

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John Travolta fragt nicht lange, er handelt

Mit allen Mitteln 



James Reese, Assistent des US-Botschafters in Paris, erledigt hin und wieder kleine Dinge für die CIA. Insgeheim hofft er, selbst in den Geheimdienst aufgenommen zu werden. Dies scheint sich zu erfüllen, als er den Agenten Charlie Wax in Paris abholen und begleiten soll. Plötzlich ist Reese mittendrin im Anti-Terrorkampf, den Wax mit reichlich unkonventionellen Methoden und ohne Skrupel führt. Reese ahnt nicht, dass am Ende sein ganzes Leben Kopf steht ... „From Paris with Love“ ist inklusive Twist im Schlussdrittel weitgehend überraschungsfrei und in seinem kompromisslosen Umgang mit dem Thema internationaler Terrorismus ebenso fragwürdig. Zwar ist von dem Moment an, wo Travolta die Bühne betritt, praktisch pausenlos Action angesagt und der Film weiß zu unterhalten, jedoch sollte man besser nicht darüber nachdenken, ob die Methoden von Wax zweckmäßig oder gar angemessen sind. Ob es nun 25 oder 26 Tote sind, die Wax innerhalb der ersten Nacht auf dem Gewissen hat, dafür hat der Film lediglich einen Witz am Rande übrig. Sieht man über diese Einschränkung hinweg, erwartet den Zuschauer ein 90-minütiger Actiontrip der rasanten Sorte, der inklusive Verfolgungsjagden deutlich die Handschrift von Produzent Luc Besson trägt. Hin und wieder zweifelt man daran, ob der nicht gerade schlanke John Travolta in der Tat so geschmeidig wäre, um die Stunts des Films selbst zu erledigen. Kein Wunder, konsumiert er doch auch hier wieder seinen geliebten Royal mit Käse.

Bild und Ton


Die Blu-ray hat ein vor allem in Close-ups sehr scharfes Bild, das trotz zeitweise etwas heller Grundstimmung auch sehr gute Kontraste aufweist. Dazu gesellt sich ein sehr filmisches Korn, das den generell ruhigen Bildeindruck nicht trübt. Der Ton beginnt wie der Film selbst zu leben, sobald Agent Wax die Bühne betritt. Von nun an wird Diplomatie gegen Waffen eingetauscht und es knallt beinahe pausenlos. Permanente Schusswechsel, dynamische Explosionen und der rockige Soundtrack lassen die Bluray zu einer besonders effektvollen werden.

Extras


Hauptbestandteil der Extras ist das knapp halbstündige Making-of, das zwar viel der üblichen Selbstbeweihräucherung enthält, aber auch einige nette Anekdoten vom Set enthält. Lustig ist, wie Jonathan Rhys Meyers Kasia Smutniak erklärt, wie man „muscles“ ausspricht. In den Interviews hingegen erfährt man nicht viel mehr als das Übliche „Das Skript war toll“, „Die Zusammenarbeit mit den anderen Schauspielern war großartig“ und „Ich wollte schon immer mal so eine Rolle spielen“. Die unkommentierte zweiminütige B’Roll zeigt teils Aufnahmen aus dem Making-of, was man sich letztlich hätte sparen können.

Fazit

Macht Spaß, solange man das Ganze nicht allzu ernst nimmt.




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From Paris with Love (Universum)

4.0 von 5 Sternen

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Timo Wolters
Autor Timo Wolters
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Datum 29.11.2010, 13:00 Uhr
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