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Topthema: Radio ohne Rauschen Digitalradio

2011 startete in Deutschland das neue Digitalradio DAB+, fünf Jahre später sind dort zahlreiche digitale Radiosender „on air“. JVC und Kenwood bieten hierzu die fortschrittlichen Empfangsgeräte für störfreien digitalen Radiogenuss im Auto.

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Kategorie: Car-HiFi Endstufe 4-Kanal

Serientest: MTX Audio RT30.4M, MTX Audio RT50.4M


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Wer erinnert sich noch an die Booster aus den 80er-Jahren? Kleine Zusatzkästchen, die, hinters Radio geklemmt, für einen extra Lautstärkeschub sorgten. Hier sind die legitimen Nachfolger.

Früher waren die Autofahrer froh, wenn überhaupt so viel aus den Lautsprechern (oder dem Lautsprecher) kam, dass man die Musik erkennen konnte. Da half ein „Booster“, ein meist im halbhohen DIN-Format unters Radio gefrickeltes Kästchen, das auch „dank“ des obligatorischen Graphic-Equalizers vor allem als Rauschgenerator fungierte. Das ist heute anders. Aus dem Originalsystem kommt oft bereits annehmbarer Klang, doch der permanente Rotstift sorgt dafür, dass kein Werksradio mit mehr als den üblichen 10-Watt-Verstärkerchips aufwarten kann. Der Job eines modernen Boosters ist daher mit der besseren Qualität des Originalklangs deutlich anspruchsvoller geworden. Einen Rauschgenerator, der auch nur mit 12-Volt- Chip-Endstüfchen arbeitet, braucht man nicht wirklich. Wer dem Werksradio auf die Sprünge helfen will, muss ein deutliches Leistungsplus bieten, was auf eine erwachsene Zusatzendstufe hinausläuft.Doch eine günstige Endstufe von der Stange zu empfehlen, wäre am Ziel vorbei. Die potenzielle Kundschaft will möglichst nichts von Installation oder Einstellarbeiten wissen. Mehr als eine Stunde am Samstagnachmittag ist nicht drin.

Zwei Möglichkeiten


Wer diese Plug&play-Kundschaft glücklich machen will, muss eine Endstufe machen, die so klein ist, dass man nicht lange überlegen muss, wo das Teil hin könnte und die deutlich günstiger ist als eine „richtige“ Car-HiFi-Lösung. MTX hat gleich zwei Endstüfchen zum Thema. Die RT30.4 ist die genaue 1:1-Umsetzung des Anforderungsprofils. Sie wird ausschließlich über den beiligenden Kabelbaum in die ISO-Leitung eingeschleift, eine Sache von Minuten. Sie leistet 4 x 22 Watt und damit locker doppelt so viel wie das Werksradio. Mehr Leistung geht mit diesem Prinzip nicht, weil der ISO-Kabelbaum (und zwar der originale zum Werksradio) sonst überlastet ist. Die 88 Watt an 12 Volt ergeben ideal 7,3 Ampere, zuzüglich Wirkungsgradverluste landet man bei gut 10 Ampere, womit die Strippe abgesichert ist. Weil die Verstärkerschaltung der RT natülich deutlich mehr Dampf hergeben würde, hat MTX auch die RT50.4 gemacht, die echte 4 x 36 Watt leistet, womit man sehr deutlich Fortschritte macht. Dann allerdings muss eine Stromversorgung zur Autobatterie her. Der Innenaufbau beider RTs ist natürlich kein Hexenwerk. Solide Schaltnetzteile nehmen den größten Teil der Platinen ein, wobei die RT50.4 die doppelte Anzahl Netzteiltransistoren spendiert bekommt. Die vier Verstärkerzüge sind wie die Signalaufbereitung identisch.

Ausstattung? Wozu? Mit den Gain-Reglern wird die Eingangsempfindlichkeit ans Radio angepasst, dazu gibt es den Einschaltwahlschalter, mit dem die Einschaltsensorik aktiviert wird. Am Messplatz liefern die RTs gute Ergebnisse. Verzerrungen im Zehntelprozentbereich sind vollkommen ok.

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MTX Audio RT30.4M

5.0 von 5 Sternen

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MTX Audio RT50.4M

5.0 von 5 Sternen

03/2013 - Elmar Michels

 
Elmar Michels
Autor Elmar Michels
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Datum 21.03.2013, 09:12 Uhr
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