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Kategorie: D/A-Wandler

Einzeltest: Audio Research DAC7


Nachbrenner

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Eigentlich gab es sie schon fast nicht mehr, die Kategorie „separater D/A-Wandler“: Im Zuge der abnehmenden Bedeutung der CD als Programmquelle sank auch die Notwendigkeit für hochwertige Konverter als Nachrüstlösung. Mittlerweile allerdings sieht das wieder ein wenig anders aus.

Schuld ist natürlich, wie üblich, Kollege Computer. Und das ist beileibe nicht negativ gemeint, denn dem Umstand, dass der Rechner als Programmquelle für hochwertige Musikdaten immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist letztlich die Existenz dieses Magazins geschuldet. Nun steht es natürlich einem jeden frei, das, was sich seine Soundkarte an der 3,5-Millimeter- Klinkenbuchse als Audiosignal abnötigt, mit einem hochwertigen Signal zu verwechseln und es einfach per Adapterkabel an den Verstärker weiterzureichen. Funktioniert, ist aber in aller Regel nicht der Weisheit letzter Schluss. Nein, liebe Mac-Gemeinde, auch bei euch nicht. Damit’s klanglich gut wird, muss die Signalverarbeitung dem Rechner so früh wie irgend möglich aus der Hand genommen und jemandem weitergereicht werden, der etwas davon versteht; optimalerweise sollte das bereits auf der digitalen Signalebene passieren. So weit, so gut - in welchem Format aber soll das passieren? Zu Zeiten von CD-Laufwerks-/ Wandler-Kombis stellte sich die Frage nicht, da war S/PDif Standard. Das gibt’s auch heute noch, kann mittlerweile Signale bis 24 Bit Auflösung und 192 kHz Samplingrate übertragen, aber: Haben sie einen passenden Ausgang am Rechner? Kommt vor, ist aber selten. Also muss etwas anderes her, und da bietet sich USB an.

In der Variante 2.0 überträgt die allgegenwärtige Schnittstelle (theoretisch) Audiodaten bis 24 Bit und 96 Kilohertz und funktioniert in der Praxis reibungslos. Und genau aus diesem Grund ist der externe D/A-Wandler wieder da - mit einem USB-Eingang ist er das Mittel der Wahl, wenn man per Computer auf hohem Niveau Musik genießen will. Die Zeichen der Zeit hat auch der alteingesessene amerikanische Hersteller Audio Research erkannt und bietet mit dem „DAC7“ für 3850 Euro sein erstes ausgewiesenes „Computer Audio Device“ an. Das erstaunt insofern, als Audio Research seit über 30 Jahren in erster Linie für Röhrenverstärker der allerhöchsten Güteklasse bekannt ist; zwar hat man in Minnesota auch immer wieder CD-Spieler und sogar ausschließlich halbleiterbestückte Verstärker ins Programm genommen, aber den Ruhm des Unternehmens haben zweifellos die Geräte begründet, in denen es dezent glimmte. Im DAC7, obschon äußerlich ein typisches Audio-Research-Gerät, leuchtet rein gar nichts: Das Ding ist nicht nur in Sachen Funktionalität, sondern auch technisch kein bisschen nostalgisch. Der Hersteller hat für diesbezügliche Bedenken nur ein müdes Schulterzucken übrig: Man denkt absolut pragmatisch. Röhren da, wo sie besser funktionieren als Transistoren und umgekehrt.

Preis: um 3850 Euro

Audio Research DAC7

Referenzklasse


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Holger Barske
Autor Holger Barske
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Datum 20.11.2009, 10:35 Uhr
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