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Kategorie: Kopfhörerverstärker

Einzeltest: SPL Phonitor 2


Hochspannung

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Immer öfter finden Geräte aus der Studiotechnik auch in heimischen Wohnzimmern ihren Platz. Und warum auch nicht? Angesichts der Preise, die manche High-End Hersteller aufrufen, ist Studioequipment ja schon fast preiswert.

Der Phonitor SPL 2 des deutschen Studio-Ausstatters SPL ist ein typisches Beispiel für ein Produkt, das für das Tonstudio entwickelt wurde, aber auch unter Musikliebhabern eine wachsende Anhängerschaft gewinnt. Dem Phonitor 2 kommt dabei sicherlich zugute, dass er mit den beiden runden VU-Metern, den vielen Drehknöpfen und Hebelschaltern und nicht zuletzt mit seinen abgerundeten Gehäusekanten ein echter Eye-Catcher ist. Bei mir war der „Will ich haben“-Reflex so groß, dass ich das Gerät gleich zum Test bestellt habe. 

Ausstattung


Die Ausstattungsliste ist lang. Seinen Tonstudio-Genen wird der Phonitor 2 am auffälligsten in Sachen Anschlussmöglichkeiten gerecht. Zwei in der Studiotechnik übliche symmetrische Eingänge in Form jeweils zweier XLR-Buchsen steht ein Eingang im Cinch-Format gegenüber. Darüber hinaus kann der Phonitor 2 auch als Vorverstärker eingesetzt werden – Ausgänge gibt es aber auch nur symmetrisch – zumindest auf der Rückseite. Der (unsymmetrische) Kopfhörerausgang in Form einer 6,3-mm-Stereo-Klinkenbuchse befindet sich auf der Front, wo man ihn fast übersehen könnte. Hier machen sich nämlich nicht nur die bereits erwähnten hübschen VU-Meter breit. Auch der große Knopf des Lautstärkereglers ist eine Show. Toll für Kontrollzwecke ist die Möglichkeit, ein Mono- Summensignal zu bilden oder die Lateralisation, eine besonders feinfühlige Art der Balance regelung, einzustellen. Alternativ kann das Signal des rechten oder linken Kanals auf beiden Kanälen ausgegeben werden. Für spezielle Kontrollzwecke kann auch der linke oder rechte Kanal phasengedreht ausgegeben werden. In Verbindung mit dem Mono- Schalter kann man sich auch das Differenzsignal eines Kanals anhören, also nur das, was nicht auch auf dem anderen Kanal zu hören ist. Sind solche Möglichkeiten nur etwas für Aufnahmeprofis, ist die Lautsprechersimulation durchaus auch ein Feature für Genusshörer. Mittels der drei kleinen Drehknöpfe auf der linken Seite kann eine Matrix aus Übersprechen (Crossfeed), Stereo-Basisbreite (Angle) sowie die Intensität der Mittensignale in Bezug zur Crossfeed- und Angle-Einstellung geregelt werden. Damit lassen sich verschiedene Aspekte der Wiedergabe über Lautsprecher simulieren. Näheres erklärt die übrigens sehr gut gemachte Bedienungsanleitung. Eine Besonderheit des Phonitor 2 ist seine 120-Volt-Schaltung. Davon verspricht sich der Hersteller nicht nur exzellente Messwerte und ein daraus resultierendes lupenreines Klangbild. Auch erhöhte Dynamikreserven und vor allem ordentliche Leistungsreserven sollen den Phonitor 2 auszeichnen. Der Ausgangspegel lässt sich über vier DIP-Schalter auf der Gehäuseunterseite einstellen. Schade eigentlich, dass ein so potenter Kopfhörerverstärker keinen dedizierten Anschluss für symmetrische Kopfhörer bietet. 

Preis: um 1650 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
SPL Phonitor 2

Referenzklasse

4.0 von 5 Sternen

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Martin Mertens
Autor Martin Mertens
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Datum 19.09.2014, 15:28 Uhr
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