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Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Duevel Planets


Ich geb mir die Kugeln

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Musikhören kann so schön und einfach sein. Schön, weil Lautsprecher nicht immer wie Lautsprecher aussehen müssen, und einfach, weil für guten, besonderen Klang nicht immer Riesensummen den Besitzer wechseln müssen.

Ein wenig sehen sie ja schon aus wie Planeten. Oder eher wie ein Planet, um den ein Mond kreist, eingefangen in einer metallenen Skulptur, die nicht nur nett aussieht, sondern auch einen ganz praktischen Nutzen hat: die gleichmäßige Verteilung des Schalls im Raum mit einem Winkel von 360 Grad. Warum? Nun, laut Duevel haben herkömmliche, direkt auf den Hörer abstrahlende Lautsprecher einen entscheidenden Nachteil: Ihre akustischen Eigenschaften machen es unserem Gehirn, das auf das Prinzip „Schallquelle und Echo“ ausgelegt ist, erheblich schwerer, zwischen dem Ursprung eines Tons und den folgenden Reflexionen zu unterscheiden. Das perzipierte Klangerlebnis fällt also Prinzipbedingt schlechter aus und führt außerdem auch zu Ermüdungserscheinungen beim Hören. Duevels Lautsprecher (wie alle omnidirektional, also rundumstrahlend konzipierten Lautsprecher) hingegen beziehen von Anfang an den Raum als wichtigste Komponente des resultierenden Klangs ein und blenden somit in letzter Konsequenz die Schallquelle im Hörraum relativ gesehen mehr aus. Das Reflexionsfeld, in dem sich der Hörer befindet, wirkt also eher wie ein Konzertsaal als ein Abhörstudio – anders ausgedrückt rückt Duevel den Fokus der Musikwiedergabe auf „Musik“, ohne die technischen Aspekte des Vorgangs zu vernachlässigen.

Im Gegenteil; in Anbetracht des geringen Einstandspreises kann man sogar fast von Verschwendungssucht sprechen. Alleine die Metallplaneten dürften keine ganz kleine Posten im Budget des Entwicklers ausmachen, die verwendeten Chassis sind gute Bekannte mit bestem Leumund, und das Gehäuse und seine Oberflächen sind über jeden Zweifel erhaben. Die nicht ganz 85 cm hohen Zwei-Wege-Lautsprecher sind bestückt mit einem 15 cm durchmessenden Tieftöner und einem 2,5-cm-Hochtöner mit einem kleinen Hornvorsatz, über dem wiederum ein Metallgitter montiert ist, das Unfälle mit kleinen Gegenständen in Kombination mit Schwerkraft verhindert. Der Hochtöner wird übrigens von einem richtig ordentlichen 70-mm-Ferritmagneten angetrieben. Statt diese Treiber nun wie sonst üblich direkt auf den Hörer zu richten, strahlen sie nach oben auf das Pärchen Metallkugeln (die größere sitzt etwa 12 cm über dem Tiefmitteltöner, die kleinere etwas tiefer über dem Hochtöner). Deren Kugelform führt dazu, dass die Schallreflexionen fast ungestört und gleichmäßig im Raum verteilt werden.
Die von Duevel als „phasenlinear“ bezeichnete Weiche der Planets legt die Lautsprecher auf eine nominale Impedanz von 4 Ohm. Aufgrund der Abstrahlcharakteristik überrascht es nicht, dass der Wirkungsgrad mit 85 dB eher moderat ist.

Preis: um 1160 Euro

Duevel Planets


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Michael Bruss
Autor Michael Bruss
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Datum 02.09.2013, 11:03 Uhr
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