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Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Jamo S 606


Schmuckstücke

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Regalboxen sind, wenn es mal etwas dynamischer zugehen soll, prinzipbedingt Standboxen unterlegen. Die wuchtigen Lautsprecher stoßen aufgrund ihrer Optik jedoch auf wenig Gegenliebe beim weiblichen Geschlecht. Erwachsenen Klang versprechen die neuen Jamo S 606, die mit schmaler Front und seitlich eingebautem Bass ausgesprochen elegant wirken und so bestimmt auch in vielen Wohnzimmern Einzug finden werden.

S 606 heißt die neuste Kreation des Lautsprecherherstellers Jamo aus Dänemark, die sich unseren kritischen Blicken stellt. Das hübsche Design der schlanken Standboxen mit hochglanzlackierter Oberfläche in schwarz und Seiten in dunklem Apfelholzdesign findet bei unseren Redakteuren im Haus großen Zuspruch. Über einen Meter hoch und 35 cm tief ist der Lautsprecher, wirkt dank der sehr schmalen Schallwand aber fast schon zierlich. Vier auf Auslegern montierte und in der Höhe justierbare Spikes ragen über die Seiten der grazilen Standbox hinaus und verleihen ihr ausreichende Bodenhaftung. Zudem profitiert auch der Speaker vom unverrückbaren Stand und dankt dies durch eine gesteigerte Basspräzision.

Technik


Der 200 mm Seitenbass mit einer Membran aus Polypropylen arbeitet in einem recht großzügig bemessenen Volumen und wird von einem Reflexrohr auf der Gehäuserückwand bei der Basswiedergabe unterstützt. Gleich zwei 130-mm-Chassis aus beschichtetem Papier mit Phase-Plugs aus Metall kümmern sich fürsorglich um die mittleren Töne. Beide sitzen unterhalb des Hochtöners mit einer 25-mm-Gewebemembran, die ebenfalls mir einer resonanzhemmenden Beschichtung versehen ist. Die vergoldeten Biwiringterminals sind großzügig dimensioniert und fassen neben blanken Litzen auch mit Bananensteckern konfektionierte Kabel. Das Bassfundament lässt sich in gewissen Grenzen durch die Aufstellung der Lautsprecher zueinander beeinflussen. Strahlen die Tieftönermembranen gegeneinander, lässt sich meist ein etwas höherer Schallpegel vernehmen.

Klang


Jamo beschreibt in der Bedienungsanleitung zur S 606 einen Pegelzuwachs, wenn die Tieftöner einander zugewandt aufgestellt sind. In unserem Hörraum hingegen ist bei dieser Positionierung ein Rückgang der Basslautstärke zu vernehmen. Sie sollten deshalb in Ihrem Zuhause beide Aufstellarten ausprobieren und sich für die Ihnen angenehmere Variante entscheiden. Sehr schnell stellt sich im Hörtest heraus, dass es sich bei den Jamo Lautsprechern um wahre Energiebündel handelt. Schon bei geringen Pegeln fällt der anspringende Klangcharakter auf, der die Boxen munter und lebendig erscheinen lässt. Synthiebässe sind tief und druckvoll und weichen erst bei hohen Pegeln etwas auf. Bassdrumkicks werden mit dem nötigen Nachdruck in den Raum gestellt und fordern zum rhythmischen Fußwippen im Takt auf. Die Überbetonung der Frequenzen um 2.200 Hertz macht sich durch etwas kehlige und ausgedünnte Wiedergabe von Frauenstimmen bemerkbar – audiophile Stimmenreproduktion ist nicht das Spezialgebiet der Lautsprecher. Der spritzige Hochtonbereich macht gerade bei Rock- und Popmusik großen Spaß, so dass sich die Jamo-Schallwandler besonders dynamischen Zeitgenossen empfehlen.

Preis: um 800 Euro

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Jamo S 606

Oberklasse

3.5 von 5 Sternen

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Jochen Schmitt
Autor Jochen Schmitt
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Datum 21.10.2010, 10:42 Uhr
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