Kategorie: Lautsprecher Stereo


Einzeltest: KEF R900


KEFs genialer (Uni-)Coup!

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Was bei der Q-Serie funktioniert hat, klappt auch jetzt wieder tadellos. KEF vollzieht konsequent den Schritt weg vom schwungvollen hin zum schnörkellosen und doch kraftvollen Design. Die neue R-Serie, die in die Fußstapfen der XQ-Modellreihe tritt, ist betont schlicht, aufgeräumt und gerade deshalb besonders zeitlos.

Der chinesisch-britische Lautsprecherhersteller KEF will mit den brandneuen R-Modellen moderne Klassiker schaffen und bezüglich der Klangqualität einen neuen Standard setzen. Die Voraussetzungen dazu stehen recht gut, verfügen doch die Entwickler bei KEF über einen enormen Erfahrungsschatz und eine beachtliche Liste an Lautsprecher-Referenzmodellen. Erkenntnisse aus jüngster Zeit und vor allem der Techniktransfer aus dem momentanen Vorzeigemodell Nummer eins, der Blade, schrauben die Erwartungen von uns Testern und Musikliebhabern weltweit arg in die Höhe. Schließlich kommt in der neuen R-Baureihe ein phänomenales 5-Zoll-Uni-QChassis zum Einsatz, das nahezu baugleich in der aktuellen Blade für große Begeisterung sorgt.

Ausstattung

Wir haben zum Test das Flaggschiff der R-Serie in unsere Redaktionsräume geladen. Die R900-Lautsprecher sind ausgewachsene Standmodelle, die es auf beinahe 120 cm Bauhöhe inklusive verstellbarem Sockel bringen. Dank gefälliger Proportionen wirken die R900 schlank und rank, so dass sie sich in Wohnräumen harmonisch integrieren lassen. Auf der 24 cm breiten Schallwand nehmen zwei 200-mm-Tieftonspezialisten das neue 125-mm-Uni-Q-Chassis in ihre Mitte. Technisch sind die KEF-Chassis absolute Leckerbissen und auch optisch machen die Treiber dank Aluminiummembranen mit dezentem Schmuckring mächtig Eindruck. Das Uni-Q-Chassis ist ein Lautsprecher mit koaxialer Bausweise: Im Zentrum des 5-Zoll-Tiefmitteltöners mit geprägter Aluminium-/Magnesiummembran sitzt ein 1-Zoll-Hochtöner mit Aluminiumkalotte. Ab 400 Hertz ist es im Einsatz und spielt bis weit über die Hörgrenze hinaus auf. Darunter sind die beiden Tieftöner im Einsatz, die in getrennten Bassreflexkammern arbeiten. Je zwei Bassreflexkanäle unterstützen die Treiber in ihrem Einsatz. Kontakt zu Verstärkern nehmen die Standlautsprecher über kräftig dimensionierte Bi-Wiring- Terminals auf, die dank pfiffiger Ausführung ohne Kabelbrücken auskommen. Auch Lautsprecherkabel mit großen Querschnitten haben die Vollmetallklemmen fest im Griff.

Die Gehäuse sind aufgrund ihrer großzügigen Austeifungen im Inneren sehr resonanzarm; ein schräg verlaufender Teiler (siehe Schnittbild) minimiert die Ausbildung von stehenden Wellen.

Verarbeitung

Wie von KEF nicht anders zu erwarten, sind auch die neuen R-Modelle ganz hervorragend verarbeitet. Die Oberflächen unser hochglanzschwarzen R900 sind blitzsauber lackiert, alternativ können Kunden ihre Lautsprecher auch in den Echtholz-Ausführungen Palisander oder Nussbaum ordern. Ohne sichtbare Verschraubungen sitzen die Chassis in der Schallwand, so dass die Lautsprecher auch ohne Abdeckungen sehr elegant aussehen. Wer es optisch lieber dezenter mag, setzt die magnetisch gehaltenen Stoffabdeckungen auf die Schallwand.

Preis: ab 3600 Euro

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KEF R900

Referenzklasse

5.0 von 5 Sternen

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Jochen Schmitt
Autor Jochen Schmitt
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Datum 08.05.2012, 11:21 Uhr
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