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Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Vivid Audio GIYA G3


Runde Sache

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Man mag die kunstvollen Lautsprecher- Skulpturen von Vivid Audio auf den ersten Blick für Blender halten, mit ihrem kühnen Schwung und fast schon erotischen Formen – aber glauben Sie mir, ich habe noch nie Boxen gesehen, bei denen der Wahlspruch „Form Follows Function“ konsequenter realisiert wurde.

Vivid Audio stammt – und das hat man wirklich selten einmal – aus Südafrika. Wenn man die Geschichte der Macher bei Vivid Audio genauer betrachtet, dann kann man die britischen Wurzeln erkennen: Robert Trunz – inzwischen zuständig für den europäischen Markt – hat als Chef von Bowers&Wilkins Ende der 80er-Jahre den jungen Ingenieur Laurence Dickie in seine Firma geholt – eine Zusammenarbeit, die in der Lautsprecherlegende „Nautilus“ gipfelte. Rund zehn Jahre später hat man sich zusammen mit dem Südafrikaner Philip Guttentag zusammengetan, um Vivid Audio aus der Taufe zu heben. Bereits die ersten Modelle, die noch verhältnismäßig konservativ geformt waren, erzielten eine Menge Beachtung. Aber erst mit der Einführung der Giya-Serie vor gut fünf Jahren hatte Vivid Audio endgültig die eigene, unverwechselbare Formensprache gefunden. Wer nun glaubt, Laurence Dickie habe sich lediglich auf die sicherlich aufwendigen Gehäuse konzentriert und die Technik bei den einschlägigen Anbietern zugekauft, der irrt: Ehrensache, dass auch alle Treiber eigene Entwicklungen sind. Die Vorgabe war neben Bandbreite und Linearität vor allem eines: maximale dynamische Fähigkeiten auf der einen, geringstmögliche Verzerrungen auf der anderen Seite. Ich greife nicht zu weit vor, wenn ich an dieser Stelle bestätigen kann, dass diese Ziele absolut erreicht wurden.

So etwas geht aber auch nur, wenn Treibertechnologie und Gehäusegeometrie Hand in Hand entwickelt werden. Das Besondere an den Boxen der Giya-Serie sind die komplett voneinander getrennten Gehäusekammern mit ihrer optimierten Formgebung. Der Hochtöner, eine 26-Millimeter- Aluminiumkalotte und der Mittelhochtöner – ebenfalls eine Kalotte mit einem knapp doppelt so großen Durchmesser, besitzen eine speziell designte Antriebsstruktur, die den Wirkungsgrad steigert und Verzerrungen minimiert. Am augenfälligsten – und hier erkennen wir die Ähnlichkeiten zur B&W Nautilus – sind die angeflanschten Volumina, die dem Treiber zu einer sehr tiefen Resonanzfrequenz außerhalb seines Einsatzbereichs verhelfen und durch eine progressive Bedämpfung noch einmal Verzerrungen reduzieren. Im Profil kann man die beiden Röhren hinter den Kalotten als „Querstreben“ des oberen geschwungenen Gehäuseabteils erkennen. Der hintere untere Ansatz dieser Konstruktion ist das Volumen für den Tiefmitteltöner, der natürlich etwas mehr Luft hinter sich benötigt als die beiden Kalotten, spielt er doch bereits ab 220 Hertz mit. Die beiden recht kleinen Tieftöner mit ihren mächtigen Schwingspulen und dem konsequent langhubigen Design arbeiten in einer so genannten Push- Pull-Anordnung an den Seiten des Gehäuses.

Preis: um 29900 Euro

Vivid Audio GIYA G3


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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 08.03.2015, 10:01 Uhr
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