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Kategorie: Lautsprecher Surround

Einzeltest: Linn Majik Surround System


Best of both Worlds

1890

Was die Musikwiedergabe angeht, waren Lautsprecher von Linn schon immer etwas Besonderes und qualitativ ganz weit vorne – nicht die schlechtesten Voraussetzungen also, um auch im Heimkinobereich zu „wildern“.

Die Idee ist einfach: Was für Stereo gut ist, kann für Surround nicht ganz schlecht sein. Unter dem qualitativen Gesichtspunkt mag das sicherlich richtig sein – nur ist es eben für den Heimkinobetrieb nicht damit getan, zu zwei Stereoboxen einfach noch ein paar Kisten dazuzustellen und dann zu erwarten, ein ebenso gutes Surroundset zu besitzen. Ich kenne Leute, die sind jämmerlich daran gescheitert, ihre hervorragend klingende Stereoanlage zu einem auch nur mittelmäßigen Surroundset auszubauen. Woran das liegt? Nun, das menschliche Ohr ist recht gut darin, auch in einem komplexen Signal Abweichungen zu differenzieren, oder kurz gesagt: Surroundsound aus baulich unterschiedlichen Lautsprechern funktioniert nicht. Das wissen auch alle Hersteller und bieten perfekt aufeinander abgestimmte Lautsprechersets an – im Idealfall sind dies Front- und Rear-Lautsprecher, die für sich genommen jeweils als Stereolautsprecher funktionieren, ergänzt um einen Center und einen oder mehrere Subwoofer. Und genau diesen Idealfall hat Linn mit dem Majik Surroundset realisiert. Dreh- und Angelpunkt einer solchen Anlage sind natürlich die Frontlautsprecher, die beim Linn-Set Majik 140 heißen. Äußerlich gerade noch dezent und auch im Wohnbereich nicht zu dick auftragend, besitzen sie innen aber genügend Volumen, um schon im Solobetrieb für eine profunde Basswiedergabe zu sorgen.

Immerhin vier Wege hat eine Majik 140, verteilt auf zwei Tiefmitteltöner und die „2k-Array“ genannte Hochtoneinheit. Sie besteht aus einer Hochton- und einer Superhochtonkalotte, die in einem tropfenförmigen Aluminiumgehäuse untergebracht sind – durch die große Nähe zueinander wirken sie quasi als Punktschallquelle. Die Vertiefung, in der die Hochtöner montiert sind, hat bei der Majik 140 eine rein optische Funktion, während sie bei der ungleich kompakteren Majik 109 gleichzeitig als Mündungsöffnung für den Bassreflexkanal dient – eine platzsparende und designerisch optimale Lösung für einen Rear-Speaker, der damit auch direkt an der Wand hängen kann. Einiges einfallen lassen hat sich Linn beim neuen Center-Lautsprecher Majik 122, der auf den ersten Blick nach einem handelsüblichen Aufbau aussieht. Die klassische Anordnung zweier Tieftöner mit dem Hochtöner in der Mitte hat sich zwar weitgehend durchgesetzt, zeigt aber einen eklatanten Nachteil: Je mehr man von der Hauptachse der Schallabstrahlung abrückt, desto unausgewogener wird der Frequenzgang, bedingt durch die unterschiedlichen Schalllaufzeiten der beiden Tiefmitteltöner, die riesige Auslöschungen verursachen. Durch die nebeneinander liegenden Töner ist auch der Linn-Center davon nicht ganz befreit, der Effekt ist jedoch bei einem normalen Hörabstand weitaus geringer ausgeprägt.

Preis: um 6375 Euro

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Linn Majik Surround System

Referenzklasse

5.0 von 5 Sternen

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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 16.06.2010, 11:43 Uhr
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